Posts

Posts mit dem Label "07/2" werden angezeigt.

11.Tag

Bild
die ganze nacht regen, den ganzen tag regen. ICH WILL HIMMELBLAU. obwohl es ein faszinierendes schauspiel ist, zuzusehen, wie die nebel aus den tälern aufsteigen, die Berge langsam verschwinden, wieder auftauchen, sich hintereinanderschichten. seit tagen schaue ich immer wieder nur aus dem fenster und lasse die natur auf mich wirken. die form wird runder und auch die bewegungen, allerdings steht uns noch einiges bevor und wir sind meiner meinung nach etwas im verzug. zum schluss werden die letzten schritte im dauerlauf gemacht und bleiben nur unscharf im gedächtnis. befürchte ich. lehrer guan ist sehr genau, hat aber auch viel humor und es wird häufig gelacht. allerdings lässt er keine nachlässigkeit zu. zweie reden miteinander, so zur ablenkung vom ernsthaften üben. steht er auch schon dabei: "problems? no?! practice!" ansonsten werden meine alten knochen hier noch mal kräftig gelüftet und es tut gut. werde wohl zuhause ein neues trainingsprogramm für mich aufstellen. nich...

8. Tag

Bild
Ein Tag ausgesetzt. Krank. Magenkrämpfe, was bei dem öligen Essen nicht verwundert. dazu Kälte. Der Herbst ist angekommen und auch die ganz harten tragen beim Training nicht mehr nur ein T-shirt. Also heute wieder fit und statt Training gab es eine lange Busfahrt bis zum Fuß des Tianzhu, dorthin wo die Seilbahn abfährt. Im Tempel Jade Plateau wurde die erste Internationale Ausstellung daoistischer Malerei eröffnet. Dazu waren anwesend: Die Studenten "unserer" Akademie, eine Truppe Schüler einer anderen Akademie, eine 8 köpfige Gruppe einer weiteren Akademie, Die Organisatoren, Parteifunktionäre, einige Mönche, 8 Nonnen mit einem langen, breiten roten Band, das jeweils zu einer Blüte gebunden von jeder Nonne auf einem Tablett getragen wurde. Diese kamen nun in feierlicher Prozession in den Tempelhof, reihten sich auf, wurden einen Schritt weiter nach vorne geschickt, wieder etwas zurück, alles vor versammeltem Publikum. Es sah aus wie eine Probe. Und es war eine Probe. Dann zu...

6. Tag

Bild
Kein Nebel, die Berge alle zu sehen, darüber Wolken, die sich langsam im Laufe des Morgens senkten und jetzt in lieblichem Niesel abregnen. Zhong ist wieder zurück, herzliche Begrüssung, dann weiter üben. Wang ist mit ihm gekommen, nun fragt sich, wann und wie wir unsere Gaben überreichen. Soll nicht als eine Zeremonie abgehalten werden, so wie heute morgen die Verabschiedung von Henry. Chic im weißen Gewand mit Pose zum Fotografieren und Pose zum Fotografieren bei der Überreichung des Zertifikats und Pose zum Fotografieren mit allen anderen Ausländern und das alles mit 5 Kameras, damit auch jeder eine Erinnerung hat. Das Training wird nun immer diffizieler, wir werden mehr und mehr mit den Feinheiten vertraut gemacht. Wobei das auch so aussehen kann. Lehrer Zhang spielt mit den Jungs Fußball, während wir auf der Terrasse üben. Ab und an schaut er mal hoch zu uns und lächelt. Und dann macht er von da unten mal kurz eine kleine Korrektur. Da ist noch ein Block vor dem Hebel. Ein paar Mi...

4. tag

die erste traumlose nacht. 6 Uhr aufstehen, runter zum Tempel, Qigong, danach Frühstück. Heute Nebel, aber warm. Bei Frau Zhü die gestern bestellte Jacke, extra lang und aus Baumwolle, abgeholt. Schön, schwarz, trage ich doch lieber als weiß. Ist so. Wie bei dem Training mein Muskelkater schwinden und mein Selbstwertgefühl sich wieder heben soll, ist mir noch schleierhaft. Vielleicht sind die Kicks heute ja tatsächlich ein bisschen schneller gewesen, ein bisschen höher und das Bein gerader. Gestern abend ist noch eine junge Frau hergekommen, Deutsche, die in Chengdu Chinesisch studiert. Bleibt nur für wenige Tage, um etwas Qigong zu lernen.

3. Tag

Bild
hab ich gestern von muskelkater gesprochen? Phhh! damit nix verlorengeht, hat der Lehrer uns Sonderunterricht verordnet. kein freier Tag für uns. am nachmittag ausgiebig den nanyan besichtigt. als exoten sind wir für die chinesen auch ein gerne gefragtes fotoobjekt. ob das fräulein freundin sich mal mit uns fotografieren lassen könnte, die beiden süßen kleinen dreckfratzen, der freund mit den schrägstehenden zähnen... wir laufen den alten daoisten mit den langen bärten noch den rang ab. eingeschlafen und unterrichtsbeginn verpennt. Noch immer nicht geduscht. während des unterichts kam Daniel, ihn gefragt wie man unter eine dusche kommt. Guan hat alles telefonisch geregelt. Nach dem Unterricht können wir duschen. Denkste. Schüsselwäsche, ab ins Bett.

2. Tag

Muskelkater ist das Wort. Mein Körper entdeckt mal wieder völlig unbekannte Teile seiner selbst. Graben im muskulären Unterbewussten. Guan ist der Name des Lehrers, den wir diesmal zugeteilt bekommen haben. Zhang kommt gelegentlich dazu. Zhong ist noch unterwegs in Wuhan.

die ersten tage

Bild
30 Stunden fliegen und zugfahren, eine Übernachtung im Flieger von Frankfurt nach Beijing, eine Übernachtung in Xiangfan. Erst mal ans Gepäck kommen. Der Fieger hält in der Nähe des Gebäudes, Treppe rangefahren, ausgestiegen und dem Schild nach zum Exit. Dort beinah schon draussen gewesen,, aber wo ist das Gepäck. Kein Band hier. Die werkstattähnliche Halle, durch die wir vom Flugfeld her ins Gebäude gekommen sind, ist wieder verschlossen. Aber alle, die erst mal die abholenden Verwandten begrüßt haben, stehen inzwischen gedrängelt vor der verbindenden Tür, versuchen durch das schmale Fenster zu spähen. Die Tür öffnet sich, alles strömt wieder zurück in die werkstattähnliche Halle, wo das Gepäck von einem Lastwagen geladen wird und verstreut auf dem Boden steht. Abgesehen davon, dass uns der allem Anschein nach illegale Taxifahrer auch noch übers Ohr gehauen hat war die Fahrt in die Stadt in den Abendstunden sehr angenehm. Er wollte uns natürlich auch gerne am nächsten Tag mit seinem ...