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06.04.2021
Wanderung von Cruz del Carmen nach Bajamar
16.03.2021
Westliches Orotava-Tal "Montaña del Guanche"
Bisher bin ich von der Busstation La Caldera immer nach links gegangen. Von dort stareten einige Wanderungen, alle habe ich noch nicht aufgeschrieben. Auf der Fahrt mit dem Bus durchquerten wir Wolken. Dieses Mal gings nach rechts. Nicht weit von der Haltestelle, jetzt schon über den Wolken, geht ein Weg rechts ab "Camino de los Guanches". Wenn der Weg nach links abschwenkt, geht es geradeaus weiter, langsam bergan, später wird es steiler. Es ist ein schöner Weg, felsig und verwurzelt, man kann gut gehen, steigen. An einer Gabelung hält man sich halb links und steigt wenig später über eine alte Rohrleitung und weiter bergan. Es geht sowieso die nächste Zeit nur nach oben durch dichten Kiefernwald. Nach ca 20 Minuten kommt erneut eine Gabelung, wo man sich links hält und nach wenigen Minuten auf eine Forststraße stößt. Man folgt ihr 10 Meter nach rechts und biegt dann scharf links auf einen deutlich markierten Pfad "Montaña Limon", der in leichten Schwüngen oberhalb der Forststraße verläuft. Auf diesem Weg gab es wunderbae Blicke über die östliche Seite des Orotava-Tals, welches unter einer dichten Wolkendecke verborgen lag. Nach gut 5 Minuten, kurz hinter einem hohen Steinhaufen, gabelt sich der Weg erneut, führt links hinab zur Choza Chimoche, dem späteren Rückweg. Ich bin scharf rechts abgebogen auf einen Weg, der gleich sich verbreitert und im späteren Verlauf am Rand des Barranco de Pedro Gil ansteigt. Es ergeben sich immer wieder herrliche Ausblicke auf den Barranco. Der Weg war ziemlich vom Regen ausgewaschen, eine aufmerksame Kletterei. Nach ziemlich exakt zwei Stunden erreichte ich die Steinsäule "Cumbrita Fria" auf ca. 2100 m Höhe. Von hier führt ein Rundweg hinauf zu den Observatorien von Izaña, den ich aber nicht mehr genommen habe, dazu war ich zu spät aufgebrochen.
Ich ignorierte nun den gekommenen Weg und nahm stattdessen eine markierten Pfad, der anfangs oberhalb des Weges verläuft, sich dann aber nach rechts weiter in den Wald verliert. Ich stand bald am Rand des Barranco, der steil abfällt und hier fand ich auch keinen Weg mehr. ich musste mich durch den Wald schlagen, etwas berga und nach links haltend, um wieder auf den Weg zu kommen. Ich fand dann auch den Abstieg zur Choza Chimoche, einem Unterstand an einer breiten Forststraße von wo ein Wegweiser zur La Caldera zeigt; 2,9 km. Hier kam ich schon nach wenigen Minuten in den Dunst der Wolken, die inzwischen weiter aufgestiegen waren. Der Wald zeigte sich gespenstig, aber der Weg ist breit und befahrbar. So begegnete ich auch ein paar Sonntagsausflügler, die sich nicht zu weit von ihren Autos entfernen wollten. Es genügte ihnen wohl zum "Waldbaden". Als ich auf den Rundweg um den Grillplatz, dem Centro de recreacion, stieß, ging vor mor der Busfahrer. Ich hatte Glück, brauchte nicht auf den Bus warten und schon ging es wieder runter auf wenige Meter über dem Meeresspiegel, zurück nach Puerto de la Cruz. Weitere Bilder in meiner Galerie.
28.10.2020
Wanderung am Punta de Teno - Wüste, Wellen und Kakteen
und ein paar Windräder. Aber von Anfang an. Wir sind mit dem Bus nach Buenavista del Norte gefahren und von dort weiter mit Bus nach Punta de Teno. Ich wusste nicht, dass ein Bus dort hin fährt. Für private PKW ist die Strecke normal geschlossen. Dort angekommen am westlichsten Punkt der Insel ist schon ein Erlebnis. Mit Blick auf La Gomera unter einer Wolkenhaube hast du links die Steilküste mit den Gigantes und nach rechts eine leere Ebene, an deren Rändern immer wieder mal die Gischt hochspritzt. Nach einer kurzen Fotosession vor der La Gomera Kulisse suchten wir unseren Weg, der immer wieder markiert ist und sich dann zwischen Steinen, Kakteen und kriechenden Sukkulenten verliert. Aber immer wieder lässt er sich finden, sind Pfade zu sehen mit Fußspuren oder Wegzeichen in Form gehäufter Steine.
Es war windig, aber nicht kalt und es war immer wieder berauschend, welche Anblicke sich uns boten. In der Ferne sechs Windräder, denen wir uns näherten wie Don Quijote mit seinem Sancho Pansa. Aber wir wollten nicht gegen sie kämpfen; ich stellte mich davor und bewies, dass auch ich Wind machen kann.
Wir verpassten allerdings, dort aufzusteigen Richtung Straße, sondern zogen weiter entlang der Küste, bis es mir doch etwas seltsam vorkam. Wir mussten ein paar hundert Meter zurück und aufwärts, dann kamen wir letztlich zur Straße. Der folgend sind wir wieder zurück zum Punta de Teno, zur Bushaltestelle. An der Straße liegt eine verlassene Plantage, unheimliche leere Gewächshäuser, deren Netze zerfetzt im Wind wehen.
Das späte Licht gab der Landschaft noch mal einen besonderen Touch. Bilder in meiner Galerie.
05.10.2020
Blick auf Masca und Umgebung, Blick zum Teide Runde Los Silos
Wir befinden jetzt auf einem schönen Hohlweg, wie vorher wandern wir durch blühenden Fenchel. Der Tag ist nicht der schönste es ist neblig, bzw. sind wir in den Wolken aber es ist warm. Unser Ausgangspunkt befindet sich auf ungefähr 1000 m Höhe.
Es geht aufwärts und wir kommen in ein Waldstück, wo Moose und Flechten an den Bäumen hängen, wo es aussieht wie bei den Hobbits oder den Zwergen, den Elfen und den Feen.
Wir haben eine Höhe erreicht und überqueren einen kleinen Fahrweg um auf der anderen Seite in reinen Kiefernwald zu gelangen. Der weite Blick zeigt alles grün, wir wähnen uns in Kananda.
Wir können einige hundert Meter auf einem ebenen Wanderweg durch den Kiefernwald gehen, der sich immer wieder öffnet und den Blick frei gibt auf Masca. Dann geht es einen steilen Felsweg hoch, ein Pfad für Ziegen, und oben, wir sind immer noch im Nebel bietet sich wieder eine neue Vegetation, eine neue Landschaft.
Wir sind dann zu den captanieblas gekommen, wo uns erklärt wird, wie die Vegetation die Feuchtigkeit aus den Wolken sammelt und hier werden mit Netzen ebenfalls die Wolken gemolken. Das Wasser wird in einer Rinne aufgefallen die dann ein Behälter läuft und dann wird das Wasser weitergeleitet. Wohin weiß ich nicht
Man ist weiter auf einem felsig gerölligen Weg. Weiße Flechten ummanteln altes Gehölz. Jetzt gilt es acht geben. Es gibt einen Abzweig von dem weiß gelb markierten Weg nach rechts. Der Weg ist eigentlich durch ein X markiert. Aber ab da darf man nicht mehr dem markierten Weg folgen, sonst kommt man ganz woanders hin.
Den weiß gelben Weg verlassend kommt man auf eine andere Strecke einen angenehmen Wanderweg für eine Weile. Man muss aufpassen, nach wenigen hundert Metern geht rechts ein schmaler Pfad ab. Es gibt dort ein Schild, dass diese Strecke für Fahrräder verboten sei. Den Weg muss man nehmen und es lohnt sich. Es ist wieder ein anderer Wald, wieder eine andere Landschaft, absolut empfehlenswert. Hat was von Urwald. Ein schmaler Pfad, dem man einfach folgen kann, bringt uns langsam nach unten in die Gegend der Charcas, kleine Weiher. Wir haben nichts davon sehen können. Entweder sind sie inzwischen schon verlandet oder zumindest dicht bewachsen. Aber ich muss daran erinner, dass wir immer noch durch die Wolken gewandert sind. Mitunter ging der Blick nicht weiter als fünfzig Meter.
Nun kommt man bald wieder auf den weiß gelb markierten Weg und an die Abzweigung, die wir anfangs Richtung Teno genommen hatten. So geht es nur noch wieder hoch zur Straße und zur Busstation. Wir hatten Glück, der nächste Bus kam in zwanzig Minuten.
15.09.2020
Von Cruz del Carmen nach Punta del Hidalgo
Diese Strecke bietet landschaftliche, pflanzliche und geologische Abwechslung. Wir beginnen bei Cruz del Carmen im Lorbeerwald. Aber der Reihe nach. Ich bin mit dem Bus gefahren, von Puerto de la Cruz nach La Laguna und dort umgestiegen in den Bus nach Cruz del Carmen. Es gibt mehrere Linien, die dort vorbei fahren. Im Informations Center bekommt man gerne eine Karte für diese Wanderung in deutscher Sprache und ebenso eine ausführliche mündliche Beschreibung des Weges.
Der Einstieg ist rechts neben dem Restaurant und dort auch schon beschildert. Die Markierung für den ganzen Weg sind zwei weiße und gelbe Balken. Durch den Wald mit seinen großen Erika-Bäumen die bis drei Meter hoch werden können, alles behangen mit Flechten und Moos, führt ein bequemer, gut zu gehender Weg. Es ist je nach Witterung ein wenig spooky bis märchenhaft. Es geht lange Zeit abwärts und dann für wenige Minuten bergauf. Nach knapp einer halben Stunde verlässt man den Wald. Nun kommt der zweite Abschnitt. Es gibt einige Fincas, verstreut in der Landschaft und der Anbau hat sie geprägt. Die Hänge sind terrassiert, es werden Kartoffeln, Kürbis, Yamswurzeln und teilweise auch etwas getreide angebaut. Auch hier ist der Weg noch angenehm zu gehen. Teils etwas staubig, meist mit wenig Gefälle. Wir müssen auch ca. 5 Minuten an der Straße entlang gehen. Das ist nicht weiter schlimm, da es hier wenig Verkehr gibt. Dann finden wir wieder den markierten Weg und gleich einen fantastischen Blick auf den Roque de Taborno. Es geht so weiter durch die Nutzwirtschaft bis kurz vor Chinamada. Dort ändert sich die Landschaft und die Vegetation. Nun sind wir umgeben von Felsen und derben Sukkulenten. Kurz vor dem Ort habe ich eine Rast gemacht. Es gibt in Chinamada auch ein Restaurant mit gutem Ruf, doch ich wollte mich nicht lange aufhalten.
Ab jetzt wird der Weg beschwerlich. Ein Schild macht uns weis, es seien 90 Minuten bis Punta del Hidalgo. Ich habe mehr als zwei Stunden gebraucht. Der Boden ist nun sehr felsig, uneben. Man muss bei jedem Schritt darauf achten, wohin man tritt. Der Fuß setzt nie flach auf. Die Bänder, Sehnen, kleinen Muskeln und das Bindegewebe werden herausgefordert. Mitunter wird der Weg zum Pfad neben dem es steil bergab geht. Diese Stück erfordert schon gesunde Beine, gutes Schuhwerk und ein sicheres Gehgefühl. Dafür wird man aber auch mit immer neuen, berauschenden Ausblicken verwöhnt.
In Punte del Hidalgo angekommen, am Camino Final, ist dann auch gleich die Bushaltestelle. Mir war aber nach einem kräftigen, kalten Getränk und dafür musste ich noch eine Weile durch den Ort laufen.
07.09.2020
Wanderung um Los Organos, oberhalb von Orotava
Diese wunderbare Wanderstrecke habe ich auf einem Blog gefunden. Anscheinend wurde sie schon vor längerem beschrieben, denn die Hinweise, die genannten Schilder oder die Markierungen stimmen nicht mehr mit der Gegenwart überein. Deshalb erzähle ich hier von meiner Wanderung um Los Organos im September 2020.
Zum Ausgangspunkt bin ich von Puerto de la Cruz mit dem Bus gefahren. Von der Endstation La Caldera mit dem Blick Richtung Meer geht der Weg rechts, an einer kleinen Waldgastätte vorbei, die aber geschlossen war. Ich habe hier früher schon mal eine sehr leckere Suppe, eine Potaje, bekommen. Nach ca. 200 Metern biegt die Straße stark nach rechts ab, unser Weg geht geradeaus auf einem breiten Forstweg, dem kleinen Holzschild „Los Organos“ folgend. Nach ungefähr fünf Minuten kommt eine Hütte, „Choza Perdo Gill“, ab wo ich dem Schild „Camino la Candelaria“ gefolgt bin. Der Weg wird nun schmaler, der Wald immer dichter. Nach einer knappen halben Stunde gesamter Gehzeit stößt der Weg auf einen breiteren Forstweg.