ARTEN Sterben
Das erste große Sterben Zu dem frühesten der fünf großen Massenaussterben kam es vor 444 Millionen Jahren am Ende des Ordoviziums. Dieses nach den Ordovices, einem von den Römern vernichteten Keltenstamm in Wales, benannte Erdzeitalter folgte auf das Kambrium. An dessen Beginn hatten sich in der „kambrischen Explosion“ (17 November) sehr rasch fast alle wichtigen Tierstämme entwickelt: Schwämme, Stachelhäuter, Gliederfüßler, Nessel-, Weich- und Wirbeltiere. Im Ordovizium entfalteten sie dann ein immer größeres Formenspektrum, wenn auch noch fast ausschließlich im Meer. Mit dem Kopffüßler Cameroceras und seinem mindestens sechs Meter langen Kegelgehäuse gab es bereits einen Räuber an der Spitze der Nahrungskette. Ansonsten beherrschten die käferförmigen Trilobiten das Bild, und mit den Moostierchen (Bryozoen) trat der letzte noch fehlende bedeutende Tierstamm auf, der im Kambrium noch nicht vorhanden war. Typisch für das Ordovizium waren indes die merkwürdigen Graptolithen, winz...