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Idefix

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Da war dieser kleine Hund, so hilflos. Anscheinend war er von bösen Buben gequält und misshandelt worden. Sofort fingen die Kinder an ihn zu hätscheln:“So süß.“ „Nun nimm ihn nicht gleich auf den Arm, wer weiß was der alles hat.“ mahnt der Vater. Aber auch die Mutter will dem armen Kerl helfen. „Da muss man doch etwas tun.“  „Bringen wir ihn ins Tierheim, die wissen schon, haben Erfahrung.“ versucht der Vater einen Kompromiss zu finden.  „Ja, morgen“, sagt die Mutter, nicht sehr überzeugend.  Mutter setzt sich durch, die Kinder sind auf ihrer Seite. „Wir kümmern uns auch“, versuchen sie zu versprechen.  „Ihr macht euch keine Gedanken, was da alles auf uns zu kommt. So ein Tier kostet auch. Tierarzt, Impfungen, wer weiß wie groß der noch wird. Dann muss auch einer mit dem Hund raus. Mindestens zwei Mal am Tag, auch bei Regen. Und wie wollen wir dann in Urlaub? Kann man nicht überall mitnehmen, da gibt es Quarantänebestimmungen in manchen Ländern. Da denkt i...

Klar hatte ich ein Karl May Buch

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aber wahrscheinlich das falsche. Selbst den Titel weiß ich nicht mehr, so wenig hat es mich gepackt. Damit war dann für mich auch Schluss mit Winnetou etc. weil der Mann aus Sachsen es bei mir nicht geschafft hatte. Vielleicht konnte ich deshalb auch keine große Begeisterung für Amerika entwickeln, wobei damit natürlich dieses Grundstück zwischen Kanada und Mexiko gemeint ist. Sie hatten uns befreit, hatte man mir als Kind beigebracht, was wohl bedeutete, sie brachten Kaugummi, Lucky Strikes und Rock’n Roll. Das war anscheinend vorher verboten. Sie waren die Guten und sorgten dafür, dass nicht am nächsten Tag der Russe vorm Dom stand. Trotzdem konnte ich ihnen nichts abgewinnen. Ich war sogar etwas enttäuscht, als ich erfuhr, dass Bob Dylan kein Engländer war. Der Vietnamkrieg machte es nicht besser. Auch die Mittelstrecken-Raketen nicht, die Ende der Siebziger in Deutschland aufgestellt wurden. Dann lernte ich Taijiquan und einen kleinen Chinesen kennen, der in Colorado zuhause wa...

Creating meaning: a Daoist response to existential nihilism

Geir SigurÞsson 1 Received: 12 June 2016 / Accepted: 26 July 2016 © Academy for International Communication of Chinese Culture and Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016 Abstract  The rise of modern science in the Western world produced not only a number of social and technical improvements but also a view of the world as a godless mechanism and thus of human life as devoid of ultimate metaphysical meaning. Some modern Western thinkers worried that this rational scientific view of the world, which presupposes ‘metaphysical nihilism’, or the view that there are no metaphysically grounded values, would also lead to an existential kind of nihilism that rejects human life, action, morality and social values in general as meaningless. Their attempts at preserving the former condition while preventing the emergence of the latter, how- ever, have been criticized as being founded on questionable metaphysical and even religious foundations, and thus for being inconsistent with the ...

Etwas neueres Bildmaterial aus Wudangshan

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Etwas älteres Bildmaterial aus Wudangshan

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Scheint mir allerdings etwas verwegen. alle diese Methoden unter das Wudang Label zu stellen.

Wie meine Tage hier vergehen.

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Morgens geh ich meistens kurz vor sechs in den Tempel. Der ist hier gleich ums Eck. Der Mann von Frau Qu macht schon mal das Warenhaus für den Kundenansturm zurecht. Mehr dazu später. Der alte Torwächter, über den man wahrscheinlich auch ein ganzes Buch schreiben könnte, schaut mich mit stoischem Gesicht flüchtig an, erwidert meinen Gruß nie. Manchmal flucht er. Dann hat er wohl seinen guten Tag. Oben, der Tempel liegt am Hang und deshalb müssen erst hundertfünfzig Stufen bewältigt werden, bereiten einige Nonnen den Tempelinnenraum für die Morgenrezitation vor. Dinge werden an ihren Platz gerückt, Räucherwerk verteilt. Eine stellt sich vor die große Trommel und legt mit zwei Klöppeln ein einminütiges Solo hin. Die Musiker stimmen sich und ihre Instrumente. Dann kommen acht weitere Nonnen, die sich gelbe Umhänger überziehen und ihre Plätze vor dem Altar einnehmen. Die Tempelhalle ist zwar geräumig, aber über die Hälfte gehört zum Altarraum. Für die Gläubigen ist nicht so viel Pl...

Be Yourself

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Ein vermeintlich guter Rat Er verbreitet sich in den sozialen Medien, mit hübschen Bildchen hinterlegt auf Facebook, in Schönschrift und mitunter dem Dalai Lama, Rumi oder Albert Einstein zugedichtet. Be Yourself, in dieser kurzen Version oder auch etwas ausgeschmückt, versuche nicht, ein anderer zu sein, als der, der du bist. Manchmal auch etwas veralbert, wie: Sei immer du selbst, es sei denn du bist ein Einhorn, dann sei ein Einhorn. Das klingt alles auf den ersten Blick recht einleuchtend. Warum soll man auch jemand anderer sein, als jener, der man ist. Wie kann ein Mensch überhaupt jemand anderer sein. Offenbar kommt der Tipp aber gut an, er wiederholt sich nun schon seit geraumer Zeit, mal anders gewandet und immer mit viel Zuspruch. Aber nun mal Spaß beiseite, vergesst es. Lasst die Finger davon, greift nicht dahin, es ist die Festigung einer Illusion, ein alberner Trick des kollektiven Bewusstseins. Stimmst du zu, schnappt die Falle zu. Zack. Du bist du selbst, ohne zu wissen...

Freiheit die ich meine

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Kinder brauchen Grenzen, Menschen sollen sich frei entfalten können. Wir sind bereit Freiheit zu gewähren, solange die eigene dadurch nicht eingeschränkt wird. Oder anders gesagt, endet die eigene Freiheit, dort, wo sie einen anderen begrenzt. Freiheit ist ein weiter Begriff, ein sehr weiter. Manche verstehen darunter absolute Grenzenlosigkeit. Freiheit unterscheidet sich in eine Freiheit zu etwas und einer Freiheit von etwas. Es gibt die äußere Freiheit, nicht eingeschränkt zu sein in Bewegung oder Meinungsäußerung, es gibt eine innere Freiheit, nicht eingeschränkt zu sein durch Triebe, Erwartungshaltungen, Vorstellungen etc. Es gibt eine Freiheit, die man erwirbt durch seine Fähigkeiten, die ständiges Lernen, Korrigieren und Erweitern verlangt. Was anstrengend sein kann, schmerzhaft und mit Scheitern verbunden. Die Definition von Freiheit beschäftigt die Menschen seit frühester Zeit. Laozi verstand darunter etwas anderes als sein Zeitgenosse Kungzi, Zeno etwas anderes als Sokrates...

Holz hacken und Wasser tragen

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Über die Selbstkultivierung Manche glauben oder hoffen, mit der sogenannten Selbstkultivierung oder Erleuchtung erlange man eine Art Supermann Fähigkeiten. Nicht nur, dass man über das Wasser gehen könnte oder andere per Handauflegen heilen kann. Auch soll ein Vollendeter keinen Hunger mehr verspüren oder Durst, unempfindlich sein für körperlichen Schmerz, emotionale Schwankungen, ja überhaupt frei sein von all dem, was einen Menschen ausmacht.  Das ist ein eitles Wunschdenken und zeigt, wie weit entfernt man von der Kultivierung ist. Denn es zeigt Unzufriedenheit mit dem eigenen Sosein. Dabei ist es das Ziel der Kultivierung, genau das voll und ganz zu erkennen und anzuerkennen. Verspüre ich Hunger, so werde ich ihn stillen genauso wie ich meine Gedanken stille. Habe ich meine Notdurft zu verrichten, dann ziehe ich mich zurück. Genauso werde ich meinen Ärger nicht öffentlich machen. Es ist mein Ärger, was geht das andere an.    Wind und Kälte, Hitze oder Feuchtigkeit kom...

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose

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In den Wudangbergen findet man hin und wieder ein Schild auf dem sie als die Wiege des Taijiquan gepriesen werden. Auch eine Briefmarkenserie der chinesischen Post sagt das und in diesem Video   wird auch die Gewchichte erzählt von Zhang Sanfeng, der die Inneren Kampfkünste begründet haben soll.  Andererseits rühmt sich das Dorf Chenjiagou, Ursprungsort des Taijiquan zu sein und inzwischen tauchen bisher unbekannte Stile auf, die bisher nur im Geheimen, dafür aber schon über 1000 Jahr oder mehr existieren sollen. Ganz gleich von wo stammend, wird heute niemand mehr das praktizieren, was vor 400, 600 oder 1000 Jahren vom legendären Gründer gemacht wurde.  Taijiquan ist ein lebendiges System, welches mit und durch jene lebt, die es ausüben und das schließt Veränderung mit ein. Sicher sollen bestimmt Kriterien erfüllt sein, damit es Taijiquan ist und nicht einen andere Kampfkunst oder sogar weder das eine noch das andere.  Ich habe heute wieder im Mainzer Rosengar...

Unbekannte Teilnehmer

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Noch immer wissen viele Mitmenschen nicht, was Taijiquan ist und wozu es gut sein kann. Aber es gibt auch Übende, von denen wir Lehrer nivhts wissen. Eine Beobachtung von Bernd Pross.   Tai Chi Mein Fahrer hat mich zu einem Tai Chi Kurs angemeldet und nun stehen ich mit sechs anderen Motorräder auf einer Wiese und wir sollen bei eingeklapptem Seitenständer die Balance halten. Die schwere Enduro vorne rechts tut sich schwer, ich sehe wie sie heimlich den Hauptständer etwas gesenkt hat, um sich bei Bedarf abzufangen. Wir beginnen mit einem leichten Anheben des Vorderrades. Einige plumpsen gleich wieder zurück auf den Boden, trauen sich nicht richtig oder haben Probleme mit der Balance. Wir üben es eine Weile und es geht besser. Als nächstes sollen wir unsere Spiegel drehen. Rechter Spiegel nach links, anschliessend linker Spiegel nach rechts. Unser Tia Chi Lehrer korrigiert jene geduldig, die Spiegel oder Richtung...

What's wrong with the Traditional Chinese Martial Arts

Ein Essay von Zhou Xuan Yun, welches mir das Wort aus dem Mund nimmt. The traditional Chinese martial arts are wonderful. They are an irreplaceable part of Chinese cultural heritage. Their teachings encapsulate the the wisdom of thousands of years. They create a flexible, strong mind and body. Practicing these arts is a way to give yourself the gift of physical and mental well being . But, here in the United States, it is rare to drive ten minutes in the city without seeing a yoga studio or a karate dojo. Traditional Chinese martial arts schools are few and far between. If the traditional Chinese martial arts are so wonderful, why aren’t they more widespread? The traditional Chinese martial arts have qualities that stand in the way of their popularity. Here are some of them: An art form survives only if it is in demand. What was in demand in old China? The things that were necessary for survival. So what did people need to survive back then? They needed to stay healthy and to be ...

Daoismus in Deutschland

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The Truth about Wudang History

China has experienced an unbelievable amount of change in the last 50 years. During that time, the Wudang marital arts have faced persecution, experienced a renaissance, and begun to spread internationally. Understanding these changes, is an important part of understanding the Wudang martial arts. Cultural Revolution 1966-1976 From 1966 to 1976, China’s underwent a time of political and social chaos called the Cultural Revolution. Chairman Mao called upon young people to purge the nation of the “Four Olds” meaning old customs, old culture, old habits and old ideas. Temples were among the first places targeted. Temples were smashed and Daoists were forced to leave their mountains and forbidden to accept disciples or share their knowledge.  Wudang survived the Cultural Revolution with less damage than other sacred sites for several reasons: 1) Earlier, during China’s Civil War, a Communist leader named He Long (贺龙) suffered a great defeat and fled to Wudang Mountain. A Dao...

Wegweiser

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ganz sicher bist du an diesem Tag voller guter Absichten. Du willst dein Bestes geben, willst hilfsbereit, freundlich, ehrlich sein. Aber dann kommen Worte über deine Lippen, die du so nicht meinst, es steigen Gedanken in dir auf, die sich gegen andere richten, unfreundliche und du unterdrückst die spontane Geste, zu helfen: Dem nicht. Was lässt uns anders sein, als wir eigentlich sein wollen? Oder anders rum: Wie kann ich so sein, wie ich sein will? Wenn wir an dieses Potential heran wollen, kann Taijiquan und Qigong ein Weg sein. Ein Entwicklungsweg. Er beginnt bei den physischen Übungen. Es bleibt auch dabei, wenn du über das rein physische hinaus kommst. Du machst nicht was anderes, aber du machst es anders. Mit der Zeit wird es ein anderer, der es macht. Der ganze Mensch verändert sich. Deshalb nennen wir es Selbstkultivierung.  Unterwegs kann man schon mal das Ziel aus den Augen verlieren. Wegen Musik und guter Speisen, wie Laozi sagt, vielleicht den Weg ganz aufgeben. Daz...

Ursprüngliche Anlagen

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Neben ihren Gongfu Basisübungen, ihrem Konditionstraining und ihren diversen Formen rezitieren die jungen Leute hier in Wudang in der Daowei Caotang fast täglich den Laozi, das Daodejing. Sie lesen es laut, sie lesen es leise, sie schreiben es ab. Die Texte hängen auf großen Tafeln hier in den Gängen. Laozi ist allgegenwärtig. Ich hab mal einen, der gerade beim Abschreiben war gefragt, ob er das versteht. "bu dong" Nein, versteht er nicht. Darum geht es auch nicht, um das Verstehen, auf das wir Wert legen. Das analytische Betrachten, womöglich Wortklaubereien betreiben. Es soll eindringen und auf das innere Daodejing treffen. Es soll die vorhandene Weisheit wecken, die ursprünglichen Anlagen, die uns allen innewohnen. Ein Chengyu, das in unserem "Kommunikationscenter" an der Wand prangt, möchte ich mal sehr frei übersetzen: "Sich selbst beherrschen, anderen dienen." Das Leben in der Zivilisation westlicher Prägung fördert die natürlichen Anlagen nicht unbe...

The beauty of Yi Jing

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Quelle: www.biroco.com   Examples of reading hexagrams off Shao Yong's Xiantian diagram. The six levels are the six lines. Black is yin or a broken hexagram line, white is yang or a solid line. Hexagram numbers are in the King Wen order, but note that from far left to far right the hexagrams are 0–63 in binary order (i.e., 000000 [all yin] to 111111 [all yang]). See my  archive of Chinese diagrams  for original Xiantian illustrations, in both rectangular and circular formats. More details on the Xiantian diagram in  Yijing hexagram sequences . Out of interest, here's how the Xiantian diagram looks inversed:   See also the diagram of the  King Wen sequenc e made in the same way.

Psychosomatische Gesundheit

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Wenn es die Möglichkeit gibt, psychosomatisch zu erkranken, und das sogar schwerwiegend, so muss es auch die Möglichkeit geben, psychosomatisch zu gesunden. Ich denke, dieser Weg sollte erforscht und systematisiert werden. Damit hätte man für ernsthaft Erkrankte einen möglichst preiswerten Weg, wieder in einen lebenswertes Gesamtzustand zu kommen. Für mich persönlich, der ich mich in keinster Weise bedenklich krank fühle und mit meinen Wehwehchen zurecht komme, geht es um eine Steigerung meiner Gesundheit. Einer Steigerung, von der ich überzeugt bin, da es doch auf dem Weg der Krankheit Stufen ihrer Lebensgefährdung gibt: Erkältung - Bronchitis - Lungenentzündung - Tod. Meines Erachtens ist es logisch, nicht nur einfach gesund zu sein, sondern sich auch strahlender, bester und exzellenter Gesundheit erfreuen zu können, deren zwangsläufige Steigerung im Gegensatz zum  Tod die Unsterblichkeit sein muss.    Der chinesische Arzt und als Gott der Medizin verehrte Sun Si Miao (...

Fallobst

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"Das Universum menscht, wie ein Apfelbaum apfelt." soll Allen Watts, dem man eine gewisse Ähnlichkeit mit mir nachsagt, einmal geäußert haben. Das apfeln des Apfelbaums ist seine Art, sich fortzupflanzen. Es braucht tausende von Äpfeln, um einen neuen Apfelbaum werden zu lassen. Der Rest ist Fallobst, dient Mensch und Tier als Nahrung. Gut und hilfreich, auch wenn es nicht in der Absicht des Baumes liegt.   Stimmt Freund Allens Bild, dann soll aus dem einen oder anderen Menschen ein neues Universum werden. Wie viele Menschen braucht es, damit einer einen tanzenden Stern gebären kann? Wem dienen die anderen als Nahrung? "himmel und erde ohne wohlwollen betrachten die menschen als opfer" heißt es bei Laozi im 5. Kapitel. An anderer Stelle sprich der alte Meister von jenen, die durch das Leben ziehen, ohne es recht wahrzunehmen, von denen, die schon sterben, kaum dass sie geboren sind. Auch warnt er davor, wegen gutem Essen und Gesang den Weg zu verlassen, m...

Warum dann Taijiquan und Wudangshan

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  hatte ich dir ja schon gesagt, Frau O., dass ich daran eigentlich nicht interessiert war. Ich wollte eigentlich Zen. Strenge, Kloster. Man kann sagen, Taijiquan hat diverse Aspekte, die für unterschiedliche Bedürfnisse interessant sein können. Da wäre zum ersten die Sache mit der Gesundheit. Damit lehnen sie sich in China weit aus dem Fenster und im Westen hat man das gerne übernommen. Ich mach mitunter darauf aufmerksam, dass Gartenarbeit oder Singen im Chor auch gut für die Gesundheit ist, aber die Taijiler wollen darüber weit hinaus, tatsächlich richten sie mitunter böse Schäden an, weil sie die Sache nicht richtig machen und dann zum Beispiel Aua Knie bekommen. Aber das gehört hier nicht wirklich hin. Das Zweite ist vielleicht der meditative Aspekt, weil das ja ruhige und langsame Bewegungen sind und man sich auf den Ablauf und die Präzision konzentrieren muss. Das war damals auch für mich ausschlaggebend. Dann ist noch die Kampfkunst, hat man sich seinerzeit Anfang der Achzi...

Eine Schale Tee

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  Eine Schale Tee Kölnig Wen aus Zhou hatte einen besonderen Tee bekommen. Nicht viel, gerade genug für eine kleine Kanne. Damit wollte er den Weisen Li beeindrucken. Also ließ er nach ihm schicken und Wasser aufsetzen.  Als der Weise Li in den Palast kam, war der Tee gerade gewaschen und fertig für den ersten Aufguss. Li setze sich in gebührendem Abstand zum König, dieser aber bat ihn, näher zu rücken, sollte es doch eine vertrauliche Begegnung sein. Als der Tee in die Schalen gegossen war, sagte Li:"Wir wollen dem Himmel und der Erde danken, dass sie sich vermischt haben und uns ein Leben schenkten, in dem es uns vergönnt ist, diesen Tee zu genießen."  "Danken wir Himmel und Erde", sagte der König und wollte nach der Schale greifen. Aber Li hob leicht die Hand um anzuzeigen, dass er noch nicht fertig sei. "Auch unseren Eltern wollen wir danken und unseren Ahnen, denn sie waren doch unmittelbar beteiligt an unserer Menschwerdung." "Ja, danken wir Vat...

Dao kennt keine Grenzen

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Zum zehnjährigen Jubiläum unserer Zusammenarbeit und tiefen Freundschaft widmete Zhoing Xueyong mir eine Seite auf seinem chinesischen Blog. Der Text, verfasst von Guo ShuaiQing, ehrt mich sehr und erfüllt mich mit Freude. Die Übersetzung erfolgte mit Hilfe meiner lieben Freundin Viktoria, alle Fehler in der Ausführung des deutschen Textes sind aber mir anzulasten.  “道”无国界  "Dao" kennt keine Grenzen 2016-05-25 武当武术培训   
“道可道,非常道。名可名,非常名····”一部道德经传承了千年,外文译本已有近500种,涉及30多种语言,其海外发行量居中国传统文化经典之首,甚至堪与西方的《圣经》相比(张景志先生统计的数字认为,现在已超过《圣经》,居世界第一)。  
"dao ke dao, fei chang dao. ming ke ming, fei chang ming. .."* für den ersten Satz des Dao De Jing  gibt es hunderte Interpretationen, und dennoch ist es schwer zu verstehen. Das Buch wird wie eine Bibel gelesen und genauso zitiert. *der weg den wir weisen ist kein dauernder weg. der name den wir nennen ist kein dauernder name.  老子说“天道无亲,恒与善人”:就是说真正的“道”,不会因为老子是中国人而只照顾中国人。只要是“善人”——有德行有眼光的人,就会得到它。 ...

Das Ding mit dem Dao

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Hallo Frau O. warte mal, ich bin noch nicht fertig. Ich war mal katholisch, so richtig mit Messdiener, konnte die ganze alte Liturgie auf Latein. Mit 15 war damit Schluss und mit 17 bin ich ausgetreten. Basta. Ungefähr zwei Jahre später fiel mir das Dao De Jing in die Hände. Damals noch Tao Te King, bei Reclam. Ich fand das gut. Als ich vor einiger Zeit noch mal in dieser alten Ausgabe geblättert und gelesen hab, konnte ich nicht verstehen, was ich damals daran so gut fand. Vielleicht noch mal zwei Jahre später erzählte mir einer was von einem Freund, der einen taoistischen Tanz lerne, bei dem man ganz genau festgelegte Schritte und Bewegungen machen müsse. Das passte nun überhaupt nicht zu dem Bild, das ich mir von Tao sprich Dao nach der Lektüre des Laozi Textes gemacht hatte. Noch mal sagen wir mal zwei Jahre später erklärte mir in Amsterdam eine Frau auf LSD das Yi Jing (I Ging, und ich war auf LSD, nicht die Frau). Jetzt bekam dieses pananarchistische Dao richtig System. Also Laoz...

Hier zu sein

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Würde ich jetzt ein Mikrophon einschalten, dann wäre es ein postcast, oder? Einen Postcast hab ich noch nie gemacht. Es würde mich aber vor dauernden Tippfehlern bewahren.  Frau A.O. aus ich weiß nicht wo fragt, was ich hier eigentlich mache. Weil sich das vielleicht auch einige andere fragen, beantworte ich es öffentlich. Ich hoffe, Frau A.O. aus Irgendwo hat Verständnis dafür.  Nun mache ich hier nichts besonderes, die alltäglichen Dinge, die hier aus sehr viel körperlicher Übung bestehen. Vor fast ziemlich genau vierzig Jahren ungefähr fing ich damit an Taijiquan zu lernen. Obwohl ich das zunächst widerwillig anging (Freundin wollte, ich nicht) fand ich eigentlich schon nach dem ersten Heben und Senken der Arme einen Gefallen daran und stellte mich anscheinend auch noch geschickt an. Machen wir es kurz, ich wurde völlig ohne Ambitionen zum Taijiquan und Qigong Lehrer. Weil Taijiquan zumindest der Legende nach in Wudangshan seinen Ursprung hat (und auch die chinesische Post ...

Es ist nie altmodisch, das zu tun, was man am besten kann.*

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Vor einem Jahr um diese Zeit, ungefähr, hielt ich es für eine gute Idee, den Daoismus der Wudang Tradition aufzuzeichnen. Eine Fortsetzung des etwas in Stocken geratene Projekt auf einem meiner  Blogs .  In Deutschland weiß man recht wenig über die Geisteshaltung, die neben dem Konfuzianismus auf chinesischen Boden gewachsen ist. Da gibt es cirka 20 verschiedene Übersetzungen des Dao De Jing (Tao Te King) vielleicht zwei oder drei Bücher mit den Texten von Zhuangzi (Chuang Tse) und das Yi Jing (I Ging). Dazu noch einige Sekundärliteratur, Aboutism. Damit geben sich die Leut zufrieden, denken sich ihr Teil und gehen wieder zum Tagesgeschäft über. Aus dem Daoismus könnte man Berge von Bücher übersetzen. Deshalb hielt ich es auch für eine gute Idee, mich auf die Aspekte der Wudang Tradition zu beschränken. Das allein würde schon Arbeit für einige Jahre bedeuten. Nicht nur die Theorie, die Geschichte, die Medizin, natürlich auch die Kampfkünste, die verschiedenen Richtungen und St...

Kirschblütenfest

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Kaffee togo

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In Mainz endet nun die Herz zu Herz Tour mit einem Seminar zum Yangsheng Taiji, einer wohl neueren Form, die ich auch erst letztes Jahr gelernt habe. Das Seminar ist gut besucht und der erste Tag startet viel versprechend. In der Mittagspause, nachdem ich einen kleinen Imbiss zu mir genommen habe, stehe ich so rum und weiß nicht so recht was mit mir anzufangen. Bis runter zum Rhein ist eigentlich zu weit für die verbleibende Zeit und in der Stadt gibt es keine wirklich verlockenden Ziele. Während ich so stehe und zu den gelegentlich die Stadt überfliegenden Flugzeugen aufschaue, wohl wissend, dass ich in wenigen Tagen auch in einer dieser Maschinen sitzen werde, um endlich wieder nach China zu reisen, kommt ein jüngeres Paar vorbei, die mir bekannt vorkommen, ohne zu wissen, woher. Diese grüßen auch, ich zurück und gehe ein paar Schritte weiter, immer noch unschlüssig, was ich mit den zwanzig Minuten anfangen soll. Da kommen die beiden zurück, sprechen mich an, ob sie mich nicht vor we...