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Es werden Posts vom August, 2009 angezeigt.

Lost in Translation 2

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Es gibt ein Buch, welches hier bekannt ist unter dem Titel Shinjinmei. Man nennt es auch gerne den Urtext des Zen. Kann sein. Der Titel Shinjinmei ist Japanisch. In Japan ist Zen zu seiner Blüte gekommen, der Text stammt aber noch aus der Anfangszeit des Zen, demnach Chan, aus China. Auf Chinesisch heißt es Xinxinming 信心銘. Das erste Xin 信 heißt "glauben" das zweite 心 "Herz", nichts anderes, ganz eindeutig "Herz". Es ist eines der Grundzeichen der chinesischen Schrift. Ming übersetzt man mit Inschrift. Solche werden meist in Stein oder Metall gearbeitet. Inschrift ist ein schönes deutsches Wort dafür. Das muss man nicht mit "Meißelschrift" übersetzen, auch wenn es theatralischer klingt. Die ersten beiden Zeichen sollte man auch nicht "Glauben an das Herz" transkribieren, was aber bisher auch noch niemand getan hat. Wohl weil in China der Sitz des Geistes im Herz angenommen wird, ist die übliche Version "Glaube an den Geist." Fü...

ein Igelkind für Xiaomo

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*verbreitet gutes Karma im Blog

Karma 3

das hab ich doch neulich erklärt - jau, ist fast schon ein Monat her, wiediezeitvergeht - liest das denn keiner? Muss ich heute über den Satz stolpern, " dass Pflanzen das Karma eines Raumes beeinflussen ".* HERRGOTTNOCHMAL! Ein Raum hat kein Karma, ganz bestimmt nicht. Der hat vielleicht Atmosphäre. Ist auch ein schönes deutsches Fremdwort. Karma ist die Folge einer Handlung. Hat schon mal einer einen Raum handeln sehen? Jetzt kommt mir ja nicht feinsinnig. Manche glauben auch, es sei von Bedeutung, mit welcher Gemütsverfassung man eine Handlung ausführt. Nun, mit meiner momentanen Gemütsverfassung erzeuge ich bestimmt mieses Karma. Aber mich bringt diese Esoterik-Pornographie auf die Palme. Der mit Fengshuigedudel untermalte AloeVera Buddhismus betreibt emotionale Verrohung auf dem höchsten Niveau nachmittaglichen Prekariats-TV. Macht sich denn keiner Gedanken, welche Folgen das hat (Karma) bei unschuldigen Kinderseelen, die mit diesem Amuletten-Schwindel aufwachsen? Deren ...

first things first

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Alte Akten gefunden

„Die Grammophonplatte, der musikalische Gedanke, die Notenschrift, die Schallwellen, stehen alle in jener abbildenden Beziehung zueinander, die zwischen Sprache und Welt besteht.“ Ludwig Wittgenstein: Tractatus Logico-Philosophicus. 4.014.

真凭实据*

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da war noch einer, der wollte yin und yang erklärt bekommen. sagen wir es mal so: yin ist schwarz und yang ist weiß. * zhēn píng shí jù authentischer (od. stichhaltiger) Beweis alles klar?

von wegen Markenheftchen

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Um das nun zu verstehen, muss man erst bei Georg diesen Beitrag sehen. Weil einige Programme oder auch der komplette Rechner nicht darauf eingestellt sein mag, fremde Schriftzeichen zu verarbeiten, seine es nun chinesische oder griechische, taucht in der Liste das Wort "akmh" auf, welches mein Auge sofort erfasst und mein neugieriger Geist nachgefragt hat. Der Sicherheit halber hab ich die Auflösung des Rätsels abgebildet und nicht als Text einkopiert. Wer weiß, was sonst auf manchem Bildschirm zu sehen sei. Das Bild ist auch gleich verlinkt zum Goethe-Wörterbuch. Damit der geneigte Leser vor soviel goethischer Bildung nicht unnötig demütig sein Knie beugt, verweise ich auch gleich auf Herrn Barbey d’Aurevilly , der den guten Goethe eher für eingebildet hielt, eine „Leseratte, ein Papierkratzer und Papierzuschneider“ ..."diese unermeßliche Langeweile, in der ich Goethes Stärke sehe, war seine einzige schöpferische Leistung.“

Elektronik - Esoterik

"endlich komme ich dazu, auf Deine Mail zu antworten. Ich hab sie mit fast einem Monat Verspätung auf meinem BlackBerry cellphone erhalten, als ich in San Francisco mit der Straßenbahn (N-line) über die Judah Street in Richtung Innenstadt fuhr, und gerade in dem Moment kamen wir an einem TAO-Zentrum vorbei... "

Dao 4

Variationen zu einem Thema ( Laozi 35, Anfang) Rudolf Backofen Wer den Bildekräften schöpferischen Lebens / in sich Raum gibt, zu dem kommt das Wesentliche. / Es kommt und bleibt in ihm unantastbar, / Frieden und stilles Reifen wirkend. Helmut W, Brinks Wer auf dem Weg bleibt, verliert alle Angst und bleibt eins mit dem Weg und seinem Frieden. F. Fiedler Wer das hehre Urbild hält, zu dem kehrt sich die Welt; kehrt sich ~ kein Leid, nur Ruhe, Frieden, Weite. Florian Freistetter Die, die im Licht des Einen regieren,/ sind die, denen man trauen kann. / Vetrau dich solch einem Wesen an, / und du wirst dein Glück nicht mehr verlieren Lutz Geldsetzer Man halte sich an die Erscheinungen des Großen! Alles in der Welt kommt und geht, und in diesem Wandeln kommt nichts zu Schaden. Ruhe und Frieden ist das Höchste. Vincenz Hundhausen WER DIESES EINEN Vorbild ehrt, / Wird wohl von aller Welt begehrt? - / Bei ihm ist Klage nicht, noch Leid, / Nur fröhliche Zufriedenheit. Walter Jerven DER Durchdrän...

Dao 3

Wir basteln uns eine Übersetzung (Laozi Kap. 35, Zeile 1 und 2) 執大象天下往 執 zhí: Bescheinigug, Bestätigung, Quitung; auf etw. bestehen, an etw. festhalten; ausführen, durchführen; etw. halten, etw. greifen, etw. packen; fangen, fassen, festnehmen; in der Hand halten; innehaben, habhaben, ausüben (u.E.) 大象 dàxiàng: Elefant da: groß xiang: Elefant, ein Bild, das für etwas steht, Symbol, Vorstellung, Form, Erscheinung, Phänomen, Sternbild, 天下 tiānxià: die ganze Welt, Erde (u.E.) wörtlich: unter dem Himmel 往 wǎng: gehen, führen; nach, gegen; (in Richtung) auf, nach, zu; vergangen, beendet; vor ..., vorhergehend (u.E.) 往而不害安平泰 往 wǎng: gehen, führen; nach, gegen; (in Richtung) auf, nach, zu; vergangen, beendet; vor ..., vorhergehend (u.E.) 而 ér: aber, dennoch, 不 bu: nicht nein 害 hai schaden, Schaden nehmen, beschädigen, verletzen, umbringen, Schaden, Nachteil, schädlich 安 Friede, Ruhe, Stille, Sicherheit, Wohlergehen, ruhig, sicher, zufrieden, beruhigen, sch...

Daoismus 2

All men will come to him who keeps to the one, - For there lie rest and happiness and peace. Passersby may stop for music and good food, But a description of the Tao Seems without substance or flavor. It cannot be seen, it cannot be heard, And yet it cannot be exhausted Laozi Kap. 35 Übersetzung Gia Fu Feng wer hält in händen die grosse gestalt dem kommt die welt abhanden kommt abhanden ohne schaden erhält ruhe gleichmaß frieden teilhaben am lachen mag wandernde locken den weg zu verlassen den weg in worte fassen verwässert schmeckt fad schauend gibt es nichts zu sehen lauschend gibt es nichts zu hören nutzend gibt es nichts zu vollenden Laozi Kap. 35 Übersetzung Yürgen Oster

Der Daoismus

wird hier gerne als eine Philosophie gesehen. Dann kann man sich "damit beschäftigen" ohne verbindlich zu werden. Das sei keine Religion, das sei eine Philosophie, hat man mir sogar auf den Stufen des Zixiaogong, des Purpurwolkentempels in Wudangshan, gesagt, während im Hintergrund die Nonnen ihre Gesänge einübten. Tatsächlich ist der heutige religiöse Daoismus weitaus jünger, als die Philosophen Laozi und Zhuangzi, die als ihre wichtigsten und bekanntesten Vertreter gelten. Was uns als Religion in den Tempeln begegnet ist ab dem 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung entstanden und hat sich langsam aus dem philosophischen Daoismus und den regional verschiedenen Volksreligionen und dem, was wir bei uns Aberglauben nennen, entwickelt. Aberglauben in dem Sinne, wie wir ihn auch in den katholischen Kirchen und Domen finden, wo dem heiligen Sebastian, dem Drachentöter Georg oder der Madonna von Kevelaer eine Kerze aufgestellt wird, verbunden mit dem inbrünstigen Gebet, in der Hoffn...

Rettet die Zierfische

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Ob Leuchtschriften schön sind? Wenn es sehr gehäuft kommt, ist die Furcht vor Augenkrebs sicher begründet. Shanghai bei Nacht ist dem Besucher faszinierend beim ersten Blick. aber ganze Hochhausfassaden als animierte Werbeflächen bekommen schnell etwas überwältigendes im negativen Sinn. Im Einzelnen kanns schön sein, oft auch durch die Retrobrille verklärt. Dann lobt man gerne die Prager Innenstadt, neonfrei wie der münstersche Prinzipalmarkt. Soll man deshalb froh sein über jeden Schriftzug, der verschwindet? Zwei Berliner Künstlerinnen retten, was geht. Sie lagern in einem Depot, was von den Wänden genommen wird. Meist sind die Vorbesitzer froh, wenn sie erfahren, dass ihre ehemalige Werbung noch einen Gnadenhof finden soll und geben gerne her, was sonst im Schrott gelandet wäre. Am Frankfurter Tor in Berlin hat nun der legendäre Zierfische - Laden Insolvenz anmelden müssen. Die Schrift und die Bildmotive müssen weg. Meiner Meinung nach gehören sie denkmalgeschützt. Das Buchstabenmu...

Das Dao

Georg möchte all zu gerne erklärt bekommen, was das Dao ist. Um es gleich vorweg zu nehmen. Ich weiß es, Georg weiß es, jeder weiß es, selbst jene, die nicht wissen, dass sie es wissen, wissen es, aber bislang hat's noch niemand erklären können. Es ist der Lauf der Welt, möchte man sagen. Das klingt zwar sehr banal, kommt der Sache aber ziemlich nahe. Der Begriffs Dao wurde anscheinend zuerst für die wiederkehrenden Konstellationen der Gestirne benutzt. Da hat man gesehen, das geht da so seiner Wege und das hat eine Ordnung. Oben am Himmel sieht es auf den ersten Blick sehr chaotisch aus. Man muss schon eine ganze Weile sehr aufmerksam hinschauen, um darin die Ordnung zu erkennen. Anscheinend gab es auch in frühen Zeiten, in denen das Leben sehr schwer gewesen sein soll, dafür genug Muße. Wohl auch, weil sich damit ein geordneteres Leben organisieren ließe. Ich vermute, die ersten Astronomen waren Frauen. Nun kannten die Menschen in früheren Zeiten in denen das Leben sehr schwer...

Wiedergeburt

"Nach hinduistischer Vorstellung ist der Mensch eine unsterbliche Seele (Atman), die sich nach dem Tode des Körpers in einem neu in Erscheinung tretenden Wesen – dies können auch Tiere sein – wieder verkörpert. Die Qualität der Wiedergeburt oder Seelenwanderung ist abhängig von den in der/den Vorexistenz/en gewirkten Taten (Karma)". (Wikipedia1) "In der Frage der Reinkarnation geht der Buddhismus (entstanden etwa 500 v. Chr.) grundlegend andere Wege als der Hinduismus. In Ablehnung einer geschaffenen, individuellen Seele (Anatta-Lehre) kennt er keinen Übergang einer seelischen Substanz von der einen auf die andere Existenz, keine Transmigration, keine Wanderung der Seele. Wiedergeburt wird verstanden als eine Kontinuität der Geistesprozesse, als Fortsetzung der beim Ableben eines Individuums noch nicht erloschenen mentalen Kräfte, die sich in einer (oder mehreren) neu in Erscheinung tretenden Existenz(en) aufs Neue reaktualisieren." (Wikipedia2) Die meisten mir be...