in einer Welt mit zwei Monden*
Beijing, wir besuchen den alten Hutong , der vor fünf Jahren ein recht beschauliches Viertel war. Inzwischen hat es sich zu einer Art Rüdesheimer Drosselgasse/Fressgasse/ Oktoberfest entwickelt, überschwemmt von lustigen Touristen und modernen, albern vor sich hin hupenden Fahrzeugen, die den klassischen Rikschas den Rang ablaufen. Aus dem Gedränge weichend in eine ruhigere Gasse finden wir als ers tes eine französische Patisserie, mit alten Möbeln barockgerahmten Gemälden und Kaffee. Wir sind in China, in Beijing und einem alten Stadtviertel in einer französischen Confisserie, mit France Gall Liedchen und einer Nussknackermännersammlung in der Vitrine. Fänden wir das, sagen wir mal in Ungarn vor, würden wir uns weniger wundern. In Tennessee schon eher. Später, am Flughafen, habe ich vergeblich versucht, eine junge Frau zu fotografieren. Lange, glatte, schwarze Haare und ein T Shirt mit der fetten Schrift BLOND. Wir so, laufen über den historischen Platz mit den ...