Xinxinming 26
智者無為 愚人自縛 法無異法 der Weise lässt sein der Narr beharrt das Gesetz ist das Gleiche Der Weise verweilt in Untätigkeit, in Tatenlosigkeit, er vermeidet Aktionismus, blinden Eifer, greift nicht ein, lässt den Dingen, den Ereignissen seinen Lauf. Er mischt sich nicht ein, das ist sein Seinlassen. Weiß ich, was gut ist für die Welt? Kann ich das Universum in die Hand nehmen und es besser machen? Bedeutet das nicht, denen die Geschicke zu überlassen, die handeln, sich einmischen oder einfach die Dinge in die Hand nehmen, anpacken und verändern? Der Narr kreist um sich selbst, seine Gedanken, seine Überzeugungen, seine Ideen. So muss es sein, so muss es geschehen. Diese will ich tun, jenes soll aus der Welt. Er betrachtet, er urteilt, bejaht und verneint. Nichts ist in seinen Augen, was es ist. Alles ist nur so, wie er es sieht. Was er glaubt, was er denkt, was er für richtig hält, das ist das Maß aller Dinge, allen Seins für ihn. Er ist es, der glaubt, die Geschicke der Welt regeln zu müsse...