Quo vadis Wudang?
Interview mit zwei prominenten Daoisten Anläßlich der 4. Deutschen Qigong-Tage 2000 waren der Abt des Wudang-Tempels (Tempel des Purpurnen Feuerhimmels) und Präsident der daoistischen Gesellschaft Chinas, Wang Guangde (WGD) und der ehemalige Leiter der Zhanfeng-Wudangschule Tian Liyang (TLY) erstmals zu Gast in Deutschland. Paul Shoju Schwerdt als Vertreter des Wushan nahm die seltene Gelegenheit wahr mehr über den Wudang und seine Künste zu erfahren und interviewte für die Leser des WUSHAN-Magazins und des Taijiquan- und Qigong-Journals die beiden Wudang-Meister. Wushan : Hierzulande kennt man - wenn überhaupt - allenfalls den Begriff Daoismus. Vom Buddhismus wissen wir mittlerweile dass es mehrere Schulen/Richtungen gibt. Wie ist es im Daojia? WGD : Es gibt zwei große Schulen. Die eine besteht seit 800 Jahren und heißt "Die Schule der Vollkommenen Wahrheit". Ihr Ziel ist die gleichzeitige Kultivierung der inneren Wesensnatur und Lebenskraft. Ihre Tradition ist streng. Ang...