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22.03.2021

The Prize

Imagine that you have won the following prize in a contest: each morning the bank deposits $86,400.00 in your private account for your use. However, this prize has rules.

1. Everything that you don't spend in any given day is taken away. 
2. You cannot save or transfer the money into some other account. 
3. You may only spend it.
4. Each morning, the bank opens your account with another $86,400.00 for that day.
5. The bank can end the game and close the account for good without warning.

What would you do?
You would buy anything and everything you wanted, right? Not only for yourself, but for all people you love. Even for people you don't know, because you couldn't possibly spend it all on yourself. You would try to spend every cent, and use it all.

Actually, this game is real! Each of us is already a winner of this prize. The prize is time. Each and every morning, we wake up to re- ceive 86,400 seconds as a gift of life. When we go to sleep at night, any remaining time is not credited to us and cannot be saved. What we haven't lived up that day is forever lost. Yesterday is forever gone, but the next morning the account is refilled. Still, the process can stop at any moment without warning!

So, what will you do with your 86,400 seconds? Those seconds are worth so much more than the same amount in dollars. Think about that, and always think of this: Enjoy every second of your life, because time races by so much quicker than you think. Take care of yourself, be happy, love deeply, and enjoy life! Start spending!

Intro zu dem neuen Buch von Livia Kohn: Daoist Ways of Working with Multiple Temporalities, Three Pines Press, 2021

26.06.2014

Tai Chi Chuan erklärt von einem Meister des Yang Stils

Tung Ying Chieh (1898-1961) war ein bekannter Meister der Yang Taijiquan Tradition. Er war einer der Meisterschüler des großen Yang Stil Meisters der dritten Generation, Yang Cheng Fu.



Taijiquan ist eine Übung der Innern Kampfkünste. Stärke wird in den Knochen erzeugt. Kraft lagert in de Muskeln. Man benötigt keine dicke Haut oder kräftige Muskeln, jedoch sollte das Qi sinken und die Knochen sollen stark sein. Deshalb haben Taijiquan Übende keine Sorgen, sich die Knochen zu brechen oder die Muskeln zu zerren. Auch wird man nicht müde von Kicks und Sprüngen. Man bewegt sich natürlich, mit der inneren, ursprünglichen Energie. Diese zu entwickeln ist das Ziel dieser Übungen.

2.

Die drei Hauptpunkte:Geist, Intention und Haltung müssen sich vereinen. Ist die Haltung korrekt, sind Geist und Intention vorhanden und Fortschritt bleibt nicht aus. Auch wirst du dich jeden Tag besser fühlen. Man sollte diese Unterschiede und deren Entwicklung aufmerksam verfolgen.

3.

Wenn die äußere Haltung nicht korrekt ist liegt es an einem Mangel in der inneren Haltung. Das Ergebnis gleicht dem kochen eines leeren Topfes. Selbst nach vielen Jahren  intensiven Übens wird man keinen Erfolg verzeichnen. Man sagt mitunter schon mal, zehn Jahre Taijiquan Training wären nicht so hilfreich wie drei Jahre Gongfu Training. Deshalb braucht man, um ein gutes Taijiquan zu praktizieren, regelmäßige und tiefgreifende Übung und ebenso ein tiefes Verständnis. Natürlich hat es auch etwas mit deiner Intelligenz zu tun. Aber hartes Training überwindet auch Dummheit. Deshalb soll man sich selbst ständig anspornen, intensiver zu trainieren.

4.

Die Atmung soll natürlich sein. Versuch nicht besonders tief zu atmen. Nach einiger Zeit der Übung wird dein Taijiquan einen natürlichen Zustand erreichen und dann wird auch der Atem von selbst  ausgeglichen sein.

5.

Ursprünglich entsprechen die dreizehn Bewegungen des Taijiquan den Methoden, Qi zu lenken und zu leiten. Lenken und leiten meint, die Zirkulation von Qi und Blut. Deshalb wird durch ein geschicktes Leiten oder Führen Qi und Blut in einen ausgeglichenen Zustand gelangen. Krankheiten werden sich zurückziehen. Aber bitte missverstehe nicht die Methoden und arbeite hart daran, das Gleichgewicht herzustellen. Wenn du kräftig un d natürlich übst, dann wird sich alles von selbst einstellen, wenn du die entsprechende Reife erlangst.

6.

Die Schultern lockern und die Ellbogen hängen lassen bedeutet, die Kraft nicht in den Schultern zu stagnieren. Versuch nicht, die Hände schwer zu machen sondern sie weich und leicht zu bewegen.

7.

Halte den Kopf aufrecht, nach oben "gezogen" und hebe den Beckenboden an. Den kopf aufrecht halten muss ganz natürlich sein. Wird der Beckenboden angehoben, dann steigt das Qi von selbst auf. Um die Kraft zu halten, wird das Brustbein leicht hängen gelassen, ohne den Rücken zu krümmen.

8.

Wenn du die Form praktizierst, gibt es drei Dinge, auf die du zumindest achten sollst. Zuerst entspann deine Muskeln, als zweites kläre deine Haltung, und drittens konzentriere dich auf die Intention und den Geist. Wenn du die Bewegungen meisterst, dann wird der geistige Aspekt sich von selbst offenbaren. Wenn du dieses Stadium erreichst,wird dein Fortschritt unaufhaltsam sein.

9.

Kraft spüren und verstehen - um diese Qualität zu erlernen, sollte man viel Tui Shou praktizieren, dann begreift man die Unterschiede von anhaften, halten, berühren und folgen. Wenn du keinen Partner hast, kannst du dennoch im fleißigen Üben der Soloform das Gefühl der Kraft in beiden Armen entwickeln. Stell dir einen Angriff vor und die Methode, mit der du ihn kontrollieren willst. Auf diese Art und Weise kannst du mit langem und intensiven Training auch die Entwicklung der inneren Kraft lernen.

10.

Im Tui Shou Training geht es vor allem darum, das Gefühl für die verschiedenen Energien zu entwickeln, nicht darum, den Gegener zu besiegen. Versuche ständig, deine Mitte dem Gegner zu entziehen, aber die seine zu beherrschen.

11.

Du kannst Taijiquan üben während du gehst, sitzt, stehst oder liegst. Nutze die Methode, mit deinem Geist dein Qi kreisen zu lassen und ein Gefühl dafür zu finden.  Zum Beispiel: fühle den Unterschied, wenn du eine Teetasse mit Kraft hältst und ohne Kraft. Fühle den Unterschied mit kräftigen Schritten zu gehen und mit leichten. Wenn du ruhig stehst, teste das Gefühl, mit durchgedrückten Knien zu stehen und mit gebeugten.

12.

Im Anfangsstadium deines Trainings wirst du vielleicht Muskelkater verspüren, aber sei unbesorgt, das geht bald vorbei und du wirst dich später sehr wohl fühlen.

13.

Im Erlernen der Taui Shou Techniken ist es grundlegend, die Kraft zu verstehen. Es gibt darin verschiedene Formen der Kraft, zum Beispiel: klebende Kraft, folgende Kraft, innere Kraft, unterbrechende Kraft, reibende Kraft, sanfte Kraft, beschleunigende Kraft, haltende Kraft, berührende Kraft, stoßende Kraft. Desweiteren gibt es Formen der Kraft wie die Knochen erreichende Kraft, schüttelnde Kraft,  entschiedene Kraft, plötzliche Kraft, ein Zehntel Inch Kraft, Pfeil abschießende Kraft und gleichmäßige Kraft. Im allgemeinen lernt man diese Formen der Kraft während der regelmäßigen Praxis. Es ist weitaus schwieriger, diese Formen alleine zu lernen und zu verstehen als mit einem Partner, denn ein Mensch ist nun mal lebendig. Zusätzlich erfährst du die Kräfte, wenn du selber sie einsetzt und dabei sehr aufmerksam und kontrolliert vorgehst. Alle diese Kräfte hat man aus den Körperbewegungen entwickelt und gelernt. Wenn du keinen Partner hast, kannst du die Kräfte von der Luft lernen. (Man kann sich auch einen mittelschweren Gegenstand an einem Seil aufhängen, ungefähr in Brusthöhe, und damit Tui Shou trainieren. Anm. d. Übersetzers)

14.

Die Prinzipien des Taijiquan: Die Wurzeln liegen bei den Füßen, die Kraft wird verstärkt in den Beinen, von den Hüften gelenkt und mit den Händen nach außen geführt. Folgend die Prinzipien im Umgang mit der Kraft: die Knie reichen nie über die Zehen hinaus; komm mit den Händen nicht über die Körpermittelachse; hebe die Hände nicht höher als deine Augenbrauen; drücke nicht weiter nach unten als zur Brustmitte. Dies sind die überlieferten Regeln. Wenn du gegen die Regeln verstößt, wird deine Kraft schwächer werden. Alle Änderungen kommen von den Hüften.
Ein Beispiel: wenn du mit deiner Rechten jemanden nach links drückst und deine Hand geht über deine Körpermitte hinaus zur Seite, dann verlierst du die Kraft. Aber wenn du deinen Brustkorb links etwas zurücknimmst indem du die Hüften etwas drehst, dann ist die Kraft wieder vorhanden. Auch wenn die Veränderung den Brustkorb betrifft, so kommt sie von den Hüften und wird in der Hand erfahrbar. Wenn der ganze Körper entspannt und sensibel ist, wirst du eine große Kraft in den Händen spüren.

15.

Menschen sind Dinge, aber mit Sinnen. Zum Beispiel, wenn ich jemanden mit der Faust schlage, wird er sicher versuchen, meine Faus abzublocken oder seinen Körper aus der Schlaglinie bewegen. Das ist der natürliche Reflex von Menschen. Dinge sind da anders. Ein hängender Sandsack ist selbst ohne Bewegung. Wenn du drauf schlägst, wird er sich vor und zurück bewegen. Seine Bewegung liegt auf einer festen Strecke. Schlägst du ihn nach links, wird er nach rechts zurückkommen. Aber Menschen sind anders, sie haben verschiedene Möglichkeiten, auf einen Hieb zu reagieren. Deshalb gelten für einen Boxer drei Worte:
Sicher, präzise und kämpferisch.
Wer diese drei Qualitäten nicht mitbringt, kann seine Kraft nicht voll entfalten. Also, wie wird man sicher, präzise und kämpferisch? Zunächst musst du ein Gespür entwickeln. Wie das geht? Bewege dich nicht, wenn sich der Gegner nicht bewegt. Wenn sich dein Gegner bewegt, folge der Bewegung und beende sie, bevor er es tut. Du musst dich also um diese Sekunde bemühen, in der du die Bewegung beendest. Dann bist du unschlagbar.


16.

Bevor man Taijiquan trainiert ist die Kraft wahrscheinlich trüb oder stumpf. Hat man Taijiquan verstanden, dann wird der ganze Körper locker und entspannt und voller Energie. Aber du musst frei werden von allen nervlichen Anspannungen und dabei die stumpfe Kraft bewahren. Denn wenn du entspannt bist, kann die dumpfe Kraft in wirkungsvolle Kraft gewandelt werden. Ein Beispiel für stumpfe oder trübe Kraft ist das, was manche die Schulterkraft nennen. Du kannst es bei Boxern sehen, die ihre Kraft in den Schultern stecken haben und von dort in die Fäuste schicken. Diese Kraft wird nicht von den Hüften gelenkt. Deshalb ist die trübe Kraft dein Kapital und Entspannung ist deine Methode. Hast du die Methode verstanden, kannst du auch mit geringem Kapital großen Gewinn erziehlen. Kennst du diese Methode nicht, dann wirst du auch mit viel Kapital nicht viel gewinnen. Deshalb ist das Verständnis von taijiquan hilfreich in allen Sportarten.

29.04.2014

Die Menschheit verblödet

Christopher Williams : Endstation Gehirn - Die Bedrohung der menschlichen Intelligenz durch die Vergiftung der Umwelt, ISBN: 3-608-91015-8


Der Verfall der menschlichen Intelligenz - eine Weltkarte menschlichen Leids

Als Folge der Umweltvergiftung bahnt sich eine lautlose Katastrophe an: die Degeneration des Gehirns. Weltweit sind die heranwachsenden Kinder und Jugendlichen die Leidtragenden. Die sozialen Folgen sind noch nicht abzusehen. Folgt auf das »Jahrzehnt des Gehirns« nun eine »Epoche des geistigen Verfalls« durch Umweltgifte?

Umweltgifte wie Schwermetalle, insbesondere Blei, aber auch radioaktive Stoffe lagern sich im Gehirn an. Das Gehirn zerfällt unter dieser Belastung, und niemand weiß, ob, wann und wie dieser Verfall aufzuhalten ist. Diese Entwicklung ist in der Dritten und Vierten Welt weit fortgeschritten. In erster Linie leiden Kinder und Jugendliche unter den Folgen. Mediziner gehen von einem Verfall der Intelligenzentwicklung aus. Viele der geschädigten Kinder müßten wie geistig Behinderte versorgt werden, doch dafür fehlen finanzielle Mittel und Infrastruktur. Die Gesundheit der hochindustrialisierten Länder ist durch Fast food-Fehlernährung oder Belastung mit vielen krebserregenden Stoffen bedroht, und das in allen Bevölkerungsschichten. Die Umrisse einer Weltkarte menschlichen Leids werden sichtbar. Erstmals in der Geschichte der Menschheit kündigt sich eine Rückentwicklung der menschlichen Intelligenz an. Und diese Entwicklung ist nicht umkehrbar.

Weltweite Bedrohung


Mangel- und Fehlernährung, die Umweltverschmutzung lösen einen allmählichen Niedergang intellektueller und damit zusammenhängender Funktionen aus. Die zunehmende Umweltbedrohung ist weniger eine Frage von Leben oder Tod, sondern vielmehr eine von Leben oder Halb-Leben für Millionen Menschen. Schon mal drüber nachgedacht? Achso, geht ja nicht mehr.
Leseprobe :

1. Kapitel

Das menschliche Gehirn wird mittlerweile durch sich selbst gefährdet. Wie eine Endstation ist es ein Endpunkt unserer Fehler und Irrtümer in der Umweltpolitik, aber auch der Ausgangspunkt dieser Fehler und ihrer Korrektur. Es ist Opfer, Täter und Heiler zugleich bei fehlerhaften Veränderungen der Umwelt, die, wie wir heute wissen, unsere intellektuellen Fähigkeiten beeinträchtigen können.

Unsere Intelligenz - wie wir wissen, wie wir argumentieren, wie wir lernen - ist unsere Art zu überleben. Bei Individuen sind die meisten Schädigungen der Gehirnfunktion unumkehrbar, so daß der Preis, den der einzelne zu zahlen hat, offenkundig und oft drastisch ist. Die Natur der Beeinträchtigung bringt es notwendig mit sich, daß die Fähigkeit derer, die unter den Ursachen leiden, sich verringert, diesen entgegenzuwirken. Für Gemeinschaften lassen sich die Konsequenzen eines weitverbreiteten intellektuellen Niedergangs zwar leicht vorstellen, aber nur schwer aufspüren, so daß unsere kollektive Reaktion auf diese besondere Umweltbedrohung ebenfalls minimal ist.
Im Verlauf von Millionen Jahren hat sich unser Gehirn einer positiven Interaktion mit seiner Umwelt erfreut, was zu einer günstigen Entwicklung des Gehirns geführt hat. Jetzt könnte sich dies ändern. In der langen Geschichte der menschlichen Evolution ist die gegenwärtige Bedrohung des Gehirns durch sich selbst eine völlig neuartige Situation, was die Möglichkeiten einer regressiven Gehirnentwicklung in bestimmten Gemeinschaften vorstellbar werden läßt. Unser Gehirn ist der einzige Bestandteil des Ökosystems, der sein eigenes Wohlergehen direkt gefährdet, was eine einzigartige Form von ökologischer Verwundbarkeit ahnen läßt.

Logischerweise sollte dem menschlichen Gehirn bei der Sorge um die Umwelt Vorrang eingeräumt werden, doch so ist es nicht. Wie droht der Endstation Gehirn jetzt durch ihr eigenes Verhalten Gefahr, und was bedeutet dies für das Überleben des einzelnen und der Menschheit insgesamt?

Weltweit gelten bis zu drei Prozent jeder Gemeinschaft als geistig behindert, wenn man klinische Begriffe des Westens wie etwa "geistige Behinderung" zugrunde legt. Aber selbst traditionellere Begriffe wie etwa das dununu der afrikanischen Shona besagen das gleiche. In manchen Weltregionen sind inzwischen schon fast 20 Prozent aller Menschen von solchen Störungen und Fehlentwicklungen betroffen. Parallel dazu ist ein weit häufigeres Vorkommen leichterer Fehlfunktionen des Gehirns ohne klinische Erscheinungen festzustellen. In manchen afrikanischen Städten haben inzwischen 90 Prozent der Kinder Bleikonzentrationen im Blut, die zu Problemen der geistigen Entwicklung führen können.

Der Grund dafür ist das Vorhandensein von Stoffen in der Umwelt, die das intellektuelle Potential zerstören, etwa Schwermetalle oder radioaktive Strahlung, sowie das Fehlen von Makro- und Mikro-Nährstoffen in der Umwelt, die für die korrekte Entwicklung und Funktionsweise des Gehirns notwendig sind, etwa Jod oder Eisen. Es gibt auch schädliche Synergien der beiden, die bedeutsam zu sein scheinen, bei herkömmlichen Analysen aber meist übersehen werden. So kann beispielsweise Eisenmangel die Aufnahme von Blei im Körper beschleunigen.
Eine Einschätzung der Umweltbedrohungen der menschlichen Intelligenz ist einzigartig schwierig, nicht zuletzt deshalb, weil es keinen einzelnen Begriff gibt, um sie zu beschreiben. Ausgangspunkt sollte daher die Benutzung eines kollektiven Begriffs sein: geistiger Verfall infolge von Umwelteinflüssen, GVU. Trotz einer unzulänglichen begrifflichen Erfassung gibt es heute genügend Belege dafür, wie man bedeutsame Probleme in einem kleinen Maßstab zeigen kann. Die Frage, die das vorliegende Buch stellt, lautet folglich einfach: Sind die vorhandenen Fälle dieses geistigen Verfalls infolge von Umwelteinflüssen ein Hinweis auf etwas Größeres?

Auswirkungen auf das Gehirn werden mit Hilfe vieler verschiedener und sich überschneidender Begriffe beschrieben - keiner von ihnen weist ausdrücklich auf umweltbedingte Ursachen hin. Im vorliegenden Buch wird durchgehend so verfahren: Wenn die Diskussion sich aus bestimmten Quellen herleitet, ist die Terminologie der Quelle bewahrt worden. Allgemein gilt:

Geistige Behinderung meint die ernsteren, permanenten Störungen, die man mit Begriffen belegt wie "geistige Behinderung", "geistige Retardation", "Lernbehinderung" - oft auch klinische Resultate genannt;
Geistige Fehlfunktionen: Damit sind die zahlreichen weniger schwerwiegenden permanenten oder vorübergehenden Zustände wie etwa verringerte Auffassungsgabe und Lernfähigkeit, Gedächtnisschwäche oder verringerte kognitive Funktionen gemeint - oft auch Resultate genannt, die keine klinischen Erscheinungen zeigen;
Der Begriff geistiger Verfall bezeichnet beide Erscheinungsformen.

Der Oberbegriff ist "geistiger Verfall" infolge von Umwelteinflüssen:

"Infolge von Umwelteinflüssen" heißt aber nicht, daß "die Umwelt an sich" die eigentliche Ursache des Problems ist, sondern bedeutet, daß menschliches Handeln oder Unterlassen dem Verfall zugrunde liegt; "Verfall" bezeichnet die Auswirkung auf das intellektuelle Potential von Einzelpersonen und Populationen.
Der geistige Verfall infolge von Umwelteinflüssen wird im folgenden mit der Abkürzung GVU bezeichnet.
Die Auswirkungen unserer Fehler und Irrtümer beim Umgang mit der natürlichen Umwelt treten in zahlreichen Formen auf. Viele werden durch biologische Öko-Mechanismen unschädlich gemacht. Einige machen sich in der menschlichen Nahrungskette bemerkbar, andere wiederum wirken direkt auf den menschlichen Körper ein, etwa indem sie inhaliert werden, aber auch durch sensorische Penetration oder das Eindringen in die Haut. Auswirkungen sind dann im Blut festzustellen, im Körpergewebe oder in den Genen. Die Wege in den menschlichen Körper sind komplex und ungezählt, und das menschliche Gehirn ist einer der Endpunkte.

Mehr dazu und darüber bei http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/15704/1.html

25.03.2014

Wudangshan Oktober 2014

03. - 25. Oktober

Der Herbst ist eine wunderbare Zeit in Wudangshan. Noch spürt man die Wärme des Sommers, aber die Hitze ist zurückgegangen und die Kühle der Täler steigt auf. Ideal für Training und Wanderungen, Besichtigung der unschätzbaren Werte daoistischer Tempel und Heiligtümer und zwischendurch ein erfrischender Tee.
Die Reise geht ab Frankfurt über Peking nach Wudangshan und zurück. Eventuell bleibt auf dem Rückweg etwas Zeit für einen kurzen Besuch der verbotenen Stadt oder eines der erhaltenen alten Stadtteile.
Ausführliche Informationen zu der Reise auf unserer Webseite.






























20.03.2014

Chunfen - Frühlings - Tag und Nachtgleiche

ca. 21. März bis 4. April

Sie sitzen aufrecht im Schneidersitz, atmen gleichmäßig und lassen den Geist zur Ruhe kommen.
Winkeln Sie das linke Bein an und strecken das rechte Bein aus. Strecken Sie die Arme horizontal nach vorne aus. Drehen Sie den Kopf nach links und blicken Sie nach hinten, ohne dabei den Oberkörper zu bewegen.
Drehen Sie den Kopf wieder nach vorne.
Führen Sie die gleiche Bewegung nach rechts aus.
Atmen Sie ein, wenn Sie den Kopf zur Seite drehen, atmen Sie aus, wenn Sie den Kopf wieder nach vorne drehen. Wiederholen Sie die Übung drei Mal. Dann wechseln Sie die Beinstellung und wiederholen die Übung drei weitere Male. Wiederholen Sie den Vorgang fünf Mal.
Danach schlagen Sie mehrmals die Zähne leicht aufeinander, bis sich reichlich Speichel im Mund gesammelt hat. Diesen schlucken Sie in drei kleinen Portionen.
Richten Sie ihren Blick nach innen, lächeln Sie und atmen ruhig.

Die Übung lindert energetische Störungen in der Brust, den Schultern, den Armen und in den Ohren, sowie Störungen der kleinen Blutgefäße. Auch ist die Übung hilfreich bei erhöhter Körpertemperatur und macht den Blick klar.

Aus: Dao Shi - die Übungen des Chen Tuan, Qigong im Wechsel der Jahreszeiten





18.03.2014

Motten und so

Qigong, so glauben die meisten, die es nicht machen, ist vielleicht langweilig, vielleicht anstrengend. Man weiß es nicht. Außerdem gibt es da sonst nichts außer der Bewegungen und dann machen sie lieber Pilates im Bodyshop, wo sie sowieso die Jahreskarte haben. Deshalb hatte ich mir gedacht, müsse man ein Buch schreiben, in dem so viel Interessantes drin steht, dass es den meisten egal ist, ob es von Qigong oder dem Sand in der Wüste handelt. Hauptsache, interessant. So begann ich mit dem Buch über den zwölfteiligen Brokat und allem anderen*.
Dann hab ich erfahren, ein gewisser Bill Bryson schreibe solche Bücher - und tatsächlich tut er das, wenn auch nicht über Qigong. Zumindest habe ich sehr beunruhigt sein Buch "At Home" gelesen, nach dessen Lektüre ich verwundert war, dass die menschliche Rasse überlebt hat, nach allem, womit wir uns schon vom Mittelalter an oder noch früher vergiftet haben. Denn darauf laufen alle Kapitel seines Streifzugs durch das eigene Haus hinaus. Ein alten Pfarrhaus von 1851, welches er zum Vorwand nimmt, uns mit den einzelnen Räumen bekannt zu machen und mit dem, was er über diese Räume, nicht nur die des Pfarrhauses, sondern generell in der Historie Englands, recherchieren konnte. Ob es der nicht abziehende Rauch oder die bleihaltige Farbe in den Tapeten sind, die Chemikalen zum Färben des "Frischfleischs" oder die Bleichmittel in der Wäscherei, sie haben sich vergiftet, ganz gleich, in welchem Zimmer sie sich aufhielten. Dazwischen erzählt Mr Bryson sehr viel anderes interessantes Zeugs, was man zwar gleich wieder vergisst, aber unterwegs ist es unterhaltsam.
Nachdem ich At Home gelesen hatte, wusste ich, dass der zwölfteilige Brokat nicht so unterhaltsam würde, weil ich nicht nur unterhalten wollte, sondern den interessierten Lesern tatsächlich Informationen liefern wollte, die einen gewissen Nutzen haben könnten. Vielleicht empfinden die Menschen es nicht so unterhaltsam, wenn es um ihre Gesundheit geht, wie wenn es sich um die Erkrankungen, Vergiftungen, Todesfälle dreht.


Nun muss ich erfahren, dass es anscheinend ein Hugh Raffles noch besser über Insekten hinbekommen hat. Für mich sind Insekten zwar bezaubernde Wesen, auch bewundere ich deren Vielfalt, Aber ein Buch über Insekten zu lesen, das wäre doch so wie über den Sand in der Wüste. Aber Herr Raffles hat Preise und Auszeichnungen bekommen für sein Werk. Zum Glück brauch ich es jetzt nicht lesen, um darüber zu schreiben, das hat ein Herr Patzer sehr ausführlich getan.

Ob es mein Buch über den zwölfteiligen Brokat auch schafft zu einer Auszeichnung? Fraglich. Aber sicher findet es  den einen oder anderen geneigten Leser. Demnächst an dieser Stelle ein paar Lesermeinungen darüber.

*Es gibt das Buch Der Zwölfteilige Brokat und alles andere jetzt auch als Paperback.

18.02.2014

Yushui - Regenwasser

ca. 19. Februar bis 5. März





Sie sitzen aufrecht im Schneidersitz, atmen gleichmäßig und lassen den Geist zur Ruhe kommen.
Legen Sie die rechte Hand über die linke auf den linken Oberschenkel nahe des Knies.

Beugen Sie sich leicht vor, drehen den Oberkörper nach links und drehen den Kopf nach oben, als wollten Sie zu den Wolken blicken. Dabei üben Sie leichten Druck auf die Hände aus und atmen ein. Atmen Sie aus, wenn Sie sich wieder nach vorne wenden.

Beim nächsten Einatmen drehen Sie sich nach rechts. Dabei wird der rechte Oberarm leicht gegen den Brustkorb gedrückt und etwas Druck auf die Hände gelegt. Ausatmend wenden Sie sich wieder nach vorne.

Wiederholen Sie dies drei Mal.
Dann legen Sie die Hände auf den rechten Oberschenkel, links über rechts, und beginnen die Drehung nach rechts. Wiederholen Sie den ganzen Vorgang fünf Mal.
Danach schlagen Sie mehrmals die Zähne leicht aufeinander, bis sich reichlich Speichel im Mund gesammelt hat. Diesen schlucken Sie in drei kleinen Portionen.

Richten Sie ihren Blick nach innen, lächeln Sie und atmen ruhig.

aus:DAO SHI - die Übungen des Chen Tuan
       Qigong im Wechsel der Jahreszeiten

03.02.2014

Li Chun - Frühlingsbeginn (04. - 18. Februar)



 

Sie sitzen aufrecht im Schneidersitz, atmen gleichmäßig und lassen den Geist zur Ruhe kommen.

Legen Sie die Hände übereinander oberhalb des linken Knöchels oder innen auf das Ende der Kniebeugefalte.


Drehen Sie Rumpf und Kopf nach links, blicken Sie zurück und zucken Sie mit der linken Schulter. Dabei atmen Sie ein. Atmen Sie aus, wenn Sie sich wieder nach vorne drehen. Machen Sie die gleiche Bewegung entsprechend nach rechts.
Wiederholen Sie dies drei Mal, dann wechseln Sie die Hände in die rechte Oberschenkelbeuge bzw. an den rechten Knöchel und machen die gleichen Bewegungen, zuerst nach links, dann nach rechts.

Wiederholen Sie diesen Vorgang fünf Mal.


Danach schlagen Sie mehrmals die Zähne leicht aufeinander, als würden Sie kauen, bis sich reichlich Speichel im Mund gesammelt hat. Diesen schlucken Sie in drei kleinen Portionen.
Richten Sie ihren Blick nach innen, lächeln Sie und atmen ruhig.





aus: Dao Shi - Qigong im Wechsel der Jahreszeiten
hier reinschauen und hier bestellen

25.01.2014

Der zwölfteilige Brokat - und alles andere

Als ich mit dem Buch anfing, da befürchtete ich, ob ich überhaupt genug zusammentragen könnte, damit es ein ordentliches Buch würde. Aber dann flog es geradewegs auf mich zu und ich musste anfangen zu kürzen, wenn es nicht zu umfangreich werden sollte. ich will den Leser ja auch nicht zumüllen mit überflüssigem Text.

Wenn ich jetzt drin lese, habe ich mitunter das Gefühl, zu schnell gewesen zu sein, nicht ausführlich genug alles erörtert zu haben. Dann habe ich zwei Seiten gelesen und war schon in drei verschiedenen Aspekten unseres Universums. Und dann gab es die Option, ein Hardcover, gebunden, herzustellen. Am liebsten hätte ich noch einen Schutzumschlag gehabt. Aber es reichte damit auch an eine Preisgrenze. 49,90 € ist kein Pappenstil. Wenn ich jetzt reinblättere, dann weiß ich, das wäre locker Material für drei oder vier Wochenend-Seminare. Davon würde jedes 150 € kosten. Ihr hättet dabei zwar meine persönliche Anwesenheit, das Buch aber könnt ihr, vor allem in der soliden Ausstattung, jahrelang mit euch tragen.

Man muss das nicht alles wissen, was in dem Buch steht, um die Brokate ordentlich zu praktizieren. Ich habe mich bemüht, sie ausführlich zu beschreiben.

Aber man muss auch nicht die Brokate lernen wollen, um mit diesem Buch seine Freude zu haben.

Ich wünsche ihm viele, viele Leser und freue mich über jede Form des Feedback.


Was in diesem Buch außer dem zwölfteiligen Brokat vorkommt:

  • Womit alles anfing und warum es uns schwer fällt, Qi zu verstehen.
  • Was die Dan Tian sind und der Dreifache Erwärmer und was das mit der Bahnhofstraße zu tun hat.
  • Natürlich Yin und Yang, die Trigramme und die 8 Unsterblichen.
  • Die Wandlungsphasen, das mittlere Gefäß und Spiegelneuronen.
  • Der Unterarm, das Kniegelenk, die Wirbelsäule und was alles zu viel ist.
  • In welche Richtung die Zeit verläuft und ob das eine angebundene Katze ist.
  • Der Eisenochse und die Ruhe der Berge, warum manche Menschen gerne auf Tischen tanzen und andere Steinchen ins Wasser werfen.
  • Wie die TCM entstanden ist, wie weit schulterweit sein kann und wie man eine Ejakulation vermeidet.
  • Ein magisches Quadrat, die sieben Sterne und die sieben Po.
  • Gesundheit, wie man eine Faust macht und der Alleskönner-Dämon.
  • Das vorgeburtliche Qi, das nachgeburtliche Qi und ein Blick über den Tellerrand.
  • Eine Organuhr, ein naiver Missionar, die zwölf Irdischen Zweige und die zehn Himmlischen Stämme.
  • Daoistische Meditation, Alchemie und die Geschichte vom Affenkönig.
  • Und alles andere. 

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Nachtrag: Die für Ende Januar angekündigte Paperbackversion kommt leider etwas später. Ich denke, dass man schon in wenigen Tagen auch im Buchhandel bestellen kann, die Lieferung dauert dann voraussichtlich, ca. 10 Tage. Unter der angegebenen email-Adresse kann man auch direkt bei mir bestellen. Danke.

30.11.2013

Heute machen wir ein Türchen auf ...

SUBSKRIPTION


Der zwölfteilige Brokat
und alles andere

Das neue Buch von Yürgen Oster
jetzt in der Vorbestellung


244 Seiten, Großformat 21 x 21 Hardcover, Fadenbindung, runder Rücken 49,90 €
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12.10.2013

Finca La Hacienda

Wir waren wieder auf der Finca, in Tierra del Trigo, jenem aussergewöhnlichen Platz in den Bergen oberhalb von Los Silos. Die Lage ist ideal. In einem weiten Halbkreis schützen die Berge vor der Hitze des Südens, öffnen sich zum Meer, welches sich steil unterhalb vor der Daute in den Norden dehnt. Klassisches Fengshui. Das Klima soll besonders gut sein für das Herz, welches sich gerne dort öffnet. Der große runde Platz oberhalb der Gebäude, früher zum Dreschen des Getreides *Trigo* genutzt) eignet sich hervorragend zur Gruppenarbeit. Vielleicht sollte man auf dem, zweiten, kleineren Platz ein großes Zelt errichten, wenn Schatten von Nöten ist.

Es war einfach ein Besuch, der mit einem delikaten Essen gedankt wurde. Carne Fiesta, eine tenerfische Spezialität, Gofio (laut Wikipedia das älteste überlieferte Getreidegericht der Kanarischen Inseln) Kartoffeln, auf die Teneriffa auch stolz ist und Kaninchen. Dazu den kräftigen, vollmundigen Rotwein der Region, von dem mir ein Glas reicht.

Währenddessen zogen Wolken auf und in den Bergen hat es sicher geregnet, den Wasservorrat gesichert. Bei uns kamen nur unmerkliche Tropfen an.
In drei Wochen geht es wieder dort hin, zur einwöchigen Qigong-Meditation.
Zurückkehren zum Ursprung.



Die Finca eignet sich hervorragend für Seminare oder als Ausgangsort für Wanderungen. Mit dem Auto ist man in 15 Minuten am Meer, entweder in Garachico oder Los Silos, in einer Stunde oben in den Cañadas del Teide oder an der Küste von Los Gigantes. 
Wer sich privat oder mit einer Gruppe dort einmieten möchte, kann direkt über das Kontaktformular mit uns Verbindung aufnehmen.

08.10.2013

Bücher, Wiederauflage, überarbeitet.

Aus den Aufzeichnungen der zwölf Brokatübungen, wie ich sie in Wudangshan vor einigen Jahren gelernt habe, wurde zunächst eine mehrseitige, als pdf-Datei zu ladende Hilfe für jene, die die Übungen bei mir gelernt hatten. Dann hielt ich es für nötig, einige Kommentare dazu zu schreiben und zu den Kommentaren kamen Erklärungen und so langsam wurde mir klar: Das wird ein neues Buch. Mit den Erfahrungen der letzten Bücher, die zwar in guten Verlagen, aber schlechter Distribution gelandet waren, beschloss ich, es mit Selbstverlag zu versuchen. Dabei stieß ich auf BoD (Books on Demand) und das Konzept gefiel mir von Anfang an. Darein sah ich auch eine Gelegenheit, die alten, nicht mehr im Handel erhältlichen Bücher, selbst neu aufzulegen. Das Ta Ji Quan Buch erhielt eine komplette Überarbeitung, viel neues Material und Bilder. Wäre auch traurig, wenn ich in den Jahren nichts dazu gelernt hätte. Ich bin sehr glücklich mit dieser neuen Ausgabe. Das Buch des Jahreszeiten-Qigong nach Chen Tuan habe ich im Grunde belassen. Es ist ja eine Überlieferung, wenig eigenes Material und konnte so bleiben. Aber wegen der Arbeiten, bin ich im Buch über die Brokate natürlich hinter den Zeitplan gerutscht. Ich befürchte, ich schaffe es nicht mehr dieses Jahr. Aber ich bin dran. Die beiden fertigen Bücher können direkt bei mir bestellt werden, bei jedem Internet-Versender und natürlich auch bei deinem Lieblingsbuchhändler.

Tai Ji Quan - das Dao der Bewegung 14,90€ 
ISBN-13: 978-3732252732 (auch als eBook erhältlich)

Dao Shi - Qigong im Wechsel der Jahreszeiten 15,90€ 
ISBN-13: 978-3732252756 (auch als eBook erhältlich)



15.09.2013

Die Fäuste ballen und mit den Augen funkeln

um die Kraft zu mehren 


Es gibt Menschen, die an dieser Stelle mit den Brokatübungen ein Problem bekommen. Die Fäuste werden geballt, die Augen sollen funkeln, die zu mehrende Kraft hat anscheinend mit Aggression zu tun. Und das wollen sie nicht. Sie wollen etwas für ihre Gesundheit tun, nicht kämpfen. 
Die Vorstellung von Gesundheit hat sich in den letzten 150 Jahren mehrfach gewandelt. Galt bis vor ca. 100 Jahren jemand als gesund der leistungsfähig war, so wurde ungefähr ab dieser Zeit der Begriff Gesundheit eher als die Abwesenheit von Krankheit verstanden. In den letzten 30 Jahren hat sich ein erneuter Wandel des Gesundheitsbegriffs vollzogen, der den Maßstab über das persönliche Befinden definiert. So kann jemand durchaus eine Krankheit haben, sich aber dennoch als gesund bezeichnen, weil er sich so fühlt. Das aktuelle Verständnis von Gesundheit als ein Maß an Wohlbefinden wird nicht mehr nur durch den körperlichen Zustand definiert, sondern bezieht die persönliche Lebenseinstellung, die innere Widerstandsfähigkeit und die Einbindung in eine soziale Gemeinschaft mit ein. 
Um Gesundheit zu erhalten braucht es von Natur aus keine besondere Anstrengung, denn der Organismus besitzt eine selbstregulierende und selbstreproduzierende Fähigkeit, Autopoiesis genannt. Wir sagen für gewöhnlich Selbsterhaltung oder Selbstheilungskräfte dazu. Ein lebender Körper regeneriert und repariert sich ein Leben lang selbst. Schon Voltaire wusste: "Die Kunst der Medizin besteht darin, den Patienten zu unterhalten, während die Natur seine Krankheit heilt." Diese permanenten Vorgänge von Erhaltung und Heilung sind allerdings keine Kuschelstunden sondern ein hochorganisierter Kampf gegen Invasoren und Rebellen. Wir verstehen uns als eine Einheit, die sich von der Umwelt abgrenzt. Doch während wir durch die Welt gehen, geht die Welt auch durch uns. Ihre Spuren prägen sich in Körper, Geist und Seele, so wie wir unsere Spuren in der Welt hinterlassen. Nicht alles, was wir mit der Umwelt austauschen, kommt uns auch zu Gute. Entweder gelingt es dem Organismus, seine Struktur aufrechtzuerhalten, dann lebt er weiter, oder es gelingt ihm nicht, dann ist er tot.

Wir reagieren auf interne Veränderungen oder Interaktionen mit der Umwelt. Dabei ist es völlig gleichgültig, ob es sich um Bakterien, Schadstoffe oder ein soziales Ereignis handelt. Das soziale Ereignis kann auch die Faust eines Mitmenschen sein, die mir das Nasenbein zertrümmert hat. Obwohl solche sozialen Ereignisse heutzutage nur in bestimmten Gegenden der zivilisierten Welt vorkommen, sollte doch die Fähigkeit und Bereitschaft zu kämpfen trainiert werden. Es geht bei einem solchen Training nicht darum, sich nun frohen Herzens in den Straßenkampf zu begeben. Im Gegenteil. Es geht um das Gefühl, sich seiner Haut wehren zu können und mit dieser inneren Haltung unangreifbar zu werden. 

aus: Yürgen Oster, Der zwölffache Brokat und alles andere.
Erscheint Herbst/Winter 2013

05.09.2013

Chen Tuan


oder Chen Xiyi (871 - 989) war ein bekannter Daoist seiner Zeit.

Er entwickelte die Übungen der 24 Qi, um das menschliche Qi, die Lebenskraft, in Einklang zu bringen mit den wechselnden athmosphärischen Einflüssen.

In jungen Jahren schon rühmte man seine Fähigkeiten in Mathematik, Lyrik und der Interpretation des Yi Jing, dem Buch der Wandlungen. Dennoch verfehlte er die staatlichen Examen, die ihm eine Karriere am Hof ermöglicht hätten. So zog er sich zurück in die Wudangberge und lebte dort einige Jahre in der Höhle der neun Kammern. Ein ihm im Traum erschienener Unsterblicher erklärte, er sei am falschen Platz, woraufhin Chen Tuan zum Huashan, einem der fünf heiligen Berge zog.

Obwohl er als Einsiedler lebte, wurde er weit bekannt. Es heißt, er konnte für lange Zeit (Wochen) im Schlaf verweilen, ohne Nahrungsaufnahme, während sein Qi im Körper zirkulierte. Auch war er berühmt für die Kunst der Physiognomik, der Schicksalsdeutung anhand der Gesichts- und Körperbeschaffenheit.

Er wird beschrieben als eine Person mit profundem Wissen, außerordentlichen Fähigkeiten und hoher Intelligenz. Er war bewandert in den Philosophischen Schulen, Prinzipien der Medizin, Astronomie, Geographie und der Dichtkunst.

Seine Ideen der Integration der drei klassischen Lehren von Daoismus, Konfuzianismus und Buddhismus war richtungsweisend für die philosophisch-religiöse Entwicklung der Song-Periode. Seine daoistische Alchemie berücksichtigt sowohl die Kultivierung der Essenzen, die Innere Verfeinerung, Reinigung und Beruhigung des Geistes, Atemkontrolle und das Eintreten in die Stille.

Einer seiner Schüler wurde bekannt unter dem Namen Huo Long Zhen Ren, von dem ein umfangreicher Text über das Kreisen des Lichts überliefert ist und der wiederum Lehrer des Zhang Sanfeng war, jenem legendären Begründer des Taijiquan.




Dao Shi - Die 24 Übungen des Chen Tuan - Qigong im Wechsel der Jahreszeiten

herausgegeben von Yürgen Oster als Print oder eBook
In jeder Buchhandlung und im Internet oder direkt bei mir

25.08.2013

Bitte warten ...


Im Jahre 2000 entschieden die deutschen Krankenkassen, Taijiquan und Qigong in den Katalog der zu fördernden Präventionsmaßnahmen aufzunehmen. Voraussetzung war ein von den Kassen anerkannter Grundberuf des Lehrenden und dessen nachgewiesene Ausbildung in Taijiquan oder Qigong über mindestens 250 Stunden.
Das bedeutete, Teilnehmer an einem Kurs, der von einem kassenanerkannten Kursleiter durchgeführt wurde, konnten sich 80% der Kosten von ihrer Kasse erstatten lassen.
Damit wurde der „Beruf“ des Taijiquan/Qigong Kursleiters geboren.
Ich habe schon damals in einem Leserbrief im Taijiquan und Qigong Journal davor gewarnt, sich auf diesen Deal mit den Kassen einzulassen. 
Trotzdem habe ich selber dann zusammen mit dem Sobi in Münster das Ausbildungskonzept der DAO akademie entwickelt. Ich glaubte, nur auf diesem Wege noch als Lehrer arbeiten zu können, denn natürlich wuchsen aus allen Ecken und Nischen plötzlich die Ausbildungsinstitute. 
Damit machte ich einen entscheidenden Fehler. Ich handelte gegen meine Überzeugung. 
Wir erweckten den Eindruck, die Kassen hätten mit ihrem Konzept recht und man könnte mit 250 Unterrichtsstunden die Qualifikation eines Kursleiters erwerben. Das ist falsch. Man kann es nicht. Man kann es vielleicht mit dem 10fachen. Vielleicht.
Aber in erster Linie sollte man Taijiquan und Qigong für sich selber machen und nicht, um es zu unterrichten.
Nun ist in Deutschland eine Generation von Kursleitern entstanden, die alle glauben, etwas zu können, weil ihnen in den meisten Fällen der Vergleich fehlt. Es ist eine ungeheure Arroganz, wenn wir uns anmaßen, etwas innerhalb kurzer Zeit beherrschen zu können, was tatsächlich eine lange Ausbildung erfordert und nur wenigen überhaupt möglich ist. Es ist ein kolonialistisches Denken. 
Wir haben nicht zur Verbreitung des Taijiquan und Qigong beigetragen, sondern zu seiner Verflachung. Wir haben es fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt und laufen herum und reden dummes Zeugs, als wüssten wir tatsächlich etwas. Wir wissen aber nichts. 
Natürlich habe ich mit meinem Angebot jene Menschen angezogen, die mir glaubten. Das darf ich ihnen nicht zum Vorwurf machen und ich darf nicht von ihnen enttäuscht sein. Ich muss mich entschuldigen. 

Nachdem ich die auch für mich schmerzliche Entscheidung getroffen habe, unter meine bisherige Ausbildungstätigkeit einen Schlussstrich zu ziehen (Wandlungsphase Metall), befinde ich mich nun in der Phase der Sammlung (Wasser). Sie dauert länger, als ich erwartet habe. Es ist wohl nötig, und deshalb noch viel zu früh, von mir zu erwarten, dass ich wieder nach außen trete (Holz) und mit Begeisterung (Feuer) ein neues Projekt vorstelle (Erde).

Auf meiner Webseite steht, dass ich gerne weiterhin jeden als Schüler annehme, der ernsthaft den Weg daoistischer Selbstkultivierung gehen möchte. Wie das im Einzelnen aussehen kann, müssen wir rausfinden. 

18.08.2013

Das E-Book


Das Buch Tai Ji Quan - Dao der Bewegung ist jetzt auch als E-Book erhältlich
Die Verfügbarkeit in weiteren E-Book-Shops wird sukzessive ausgebaut.

Das E-Book erscheint mit der ISBN 9783848224401 und wird zum Verkaufspreis von 9.99 EUR angeboten.

29.06.2013

Mofang

Eine Schamanin aus Wudangshan, die mir zwar viel erzählt hat, wovon ich aber nicht alles verstanden habe, fand es jedenfalls wichtig, mir im Zusammenhang mit meinen Baguazhang-Studien ein magisches Quadrat, ein Mofang, aufzuzeichnen.


Ausgangspunkt ist die Houtian-Anordnung der acht Trigramme. In die Mitte wird das Taijitu gestellt. Nun durchläuft man das Quadrat in einem Zickzack-Kurs über die Zahlen Eins bis Neun. Dazu werden entsprechend der Trigramme Handpositionen eingenommen.
Es zeigt Wirkung.





26.06.2013

Das oberste Prinzip und die zwölf Lehrsätze nach Fu Xi


Der Kosmos entsteht aus dem Zusammenspiel der beiden Kräfte  Yang und Yin und deren Wechselwirkungen.
  1. Der Kosmos ist geschaffen oder gestaltet durch Wu Ji oder Dao (innere Natur, Energie, Nichts).
  2. Wuji schafft aus sich die beiden Pole, Yang - Energie und Yin  - Energie.
  3. Yang - Energie und Yin - Energie sind gegensätzlich.
  4. Alle Wesen und Erscheinungen im Kosmos sind vielfältige und komplexe Verbindungen (Ansammlungen) von Yang - Energie und Yin - Energie in allen Größenordnungen.
  5. Die Wesen und Erscheinungen sind von unterschiedlicher Dynamik und Ausgewogenheit. Nichts im Kosmos ist stabil oder fertig. Alles ist in unaufhörlicher Bewegung, da die Polarisierung, die Quelle des Seins, ohne Anfang und ohne Ende ist.
  6. Yin- Energie und Yang - Energie ziehen sich gegenseitig an. Nichts ist vollständig Yin oder vollständig Yang.
  7. Yin und Yang sind nur relative Bezeichnungen. Alles ist Yin und Yang vereint.
  8. Nichts ist neutral. Die Polarisierung ist endlos und allumfassend.
  9. Die Anziehungskraft zwischen zwei Wesen ergibt sich aus dem Unterschied zwischen ihren Ladungen gegensätzlicher Energien.
  10. Gleiche Kräfte stoßen einander ab. Die gegenseitige Abstoßung zweier Wesen gleicher Ladung ist umso größer, je näher sie sich kommen.
  11. Yin erschafft Yang, Yang erschafft Yin.
  12. Alle Wesen sind geteilt: innen Yin, außen Yang.

05.06.2013

Mit Pfeil und Bogenschritt*


Als Kinder konnten wir auf Trümmergrundstücken, verwilderten Gärten und dem riesigen Holzlager eines Sägewerks spielen. Wir waren eine Bande kleiner Racker und Horst, der uns um zwei Jahre überragte, war unser natürlicher Anführer. 
Eines Tages, als wir wieder einmal Cowboys waren und gerade anscheinend der Saft raus war aus dem Spiel, da sammelte ich einen geraden Zweig vom Boden auf und erklärte, diesen Pfeil gefunden zu haben, es sei Vorsicht geboten, anscheinend seien Indianer in der Nähe. 
Horst lobte mich für meine Aufmerksamkeit und Umsicht, als Auszeichnung bekam ich das ca. 10 cm lange Stück einer Klokette. 
Das passte nun meinem Freund Werner nicht, der mitten im Spiel die Realität reinholte und den Zweig vom Pfeil wieder zum Zweig degradierte. Das habe ich mir doch nur ausgedacht, es seien keine Indianer in der Nähe und mir gebühre die Ehre nicht.

Wir sehen an dieser Episode, dass alles, was Spiel, was Phantasie war, in einer Ehrung mündete, die dann tatsächlich an mir klebte. Diese Ehrung, symbolisiert durch eine Klokette, war in die Realität eingedrungen. Dort gehörte sie, zumindest für einen, nicht hin. Was ist denn eine Ehrung? Ein ausgesprochenes Wort, ein Stück Papier mit lobsamen Titeln, ein Orden, eine Klokette. Alles letztlich nur Phantasie, ausgedachtes Zeugs, eine Produktion des Affentheaters.  Die ganze Ehrung, die den Einen über die anderen heben soll, sollte auf einer Leistung beruhen. Auf einer tatsächlich erbrachten Leistung. Es sollte eine Anstrengung vorausgegangen sein, ein über sich, über das Allgemeine hinauswachsendes Wirken. Es sollte wirklich sein, nicht nur erfunden, nicht nur anerkannt. 

So stellt uns das Leben oder die Gesellschaft Aufgaben, die gelöst und bewältigt werden sollen. Machen wir es gut, bekommen wir Fleißkärtchen, Schulterklopfen, Händedruck, eine Ehrennadel, eine Gehaltserhöhung oder auch nichts. Wurde leider nicht wahrgenommen, übersehen. 

So dachte sich vor langer Zeit einer was aus, eine Art sich zu bewegen, die sich zum Kämpfen eignete und gleichzeitig eine Meditation sein konnte. Keine leichte Sache, das. Da einige daran Gefallen und Nutzen fanden, erhielt es sich, wurde mehrfach überarbeitet, verfeinert, verändert und gelangte letztlich auch in eine andere Kultur. Dort aber landete es nicht bei jenen, die berufsmäßig kämpften (die hatten nur ein müdes Lächeln für die fremde Methode) oder sich in Meditation auskannten, sondern fasste Fuß in einer Subkultur versponnener Halbintellektueller, die gerade eine Revolution verpasst hatten, auf dem Weg in die Landkommune über sich selbst gestolpert waren und in den slow motion Bewegungen einen passenden Ausdruck ihres dauerbekifften Bewusstseins fanden. 
Überraschender Weise gelangte die neue Bewegungsart aus diesem Millieu hinaus in die Volkshochschulen und sogar in einige Sportvereine, immer noch umhaucht von esoterischem Geschwurbel. Aber die neueren Vertreter beharrten auf dem gesundheitlichen Wert und sogar die Krankenkassen ließen sich davon überzeugen. Damit begann die „Institutionalisierung“ ohne dass irgendjemand prüfte, ob das überhaupt etwas Wirkliches und nicht nur Imitiertes, falsch Nachempfundenes sei. Obwohl alle nur so taten als wären sie Cowboys, wurden sie behandelt, als wären sie wirklich welche. Sie wurden respektiert. Kritiker, die behaupteten, das sei alles nicht wirkungsvoll, womit sie ja recht hatten, fanden sich immer weniger. Sie wurden einfach mit asiatischer Weisheit niedergelächelt.
Die wenigen Praktiker, die wussten, was sie da nicht machten, sahen sich gezwungen, der gesellschaftlichen Entwicklung folgend, lächerliche Standards zu entwickeln, nach denen auch eine übergewichtige Hausfrau, so sie denn beide Arme gleichzeitig heben und senken konnte, ein Kursleiter-Zertifikat ausgestellt bekam.

Womit wir wieder bei der Ehrung angekommen sind. China ist ein sehr großes Land mit sehr vielen Menschen. Aber auch dort gibt es nur sehr wenige wirkliche Meister des Taijiquan oder Qigong. Dann gibt es dort eine Menge ganz guter Praktiker, die vielleicht auch Unterricht geben. Und dann gibt es dort noch eine große Menge (aber bei weitem nicht so viele, wie man hierzulande glaubt), die es als eine Art Volkssport betreibt. Höchstens auf dem Niveau einer Fußball-Thekenmannschaft. Ungefähr auf genau diesem Niveau befinden sich die in Deutschland als Ausbilder aktiven Geisterfahrer. Wer also von so jemandem einen Wisch bekommt, auf dem Zertifikat  oder ähnliches steht, der sollte sich darüber im Klaren sein, dafür einen Zweig aufgehoben und ihn zum Indianerpfeil deklariert zu haben. Mehr nicht.


Nachtrag: Nun hat mich ein Leserbrief darauf aufmerksam gemacht, was hier missverstanden werden könnte. Ich beschimpfe, so ich denn schimpfe, nicht die Opfer eines Systems, ich beschimpfe die Täter. Wozu auch ich gehöre. Es war und ist falsch, zu suggerieren, man könne in 300 Unterrichtsstunden, seien sie nun auf drei Jahre verteilt oder in sechs Wochen absolviert, die Qualifikation eines Kursleiters bekommen. 
Eine Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Bäckerei verkauft Brot und Backwaren, zum Teil auch kleine Imbisse. Sie bedient und berät Kunden, präsentieren ihre Waren und hält den Verkaufsraum sauber. Dazu braucht sie eine 3jährige Vollzeit-Ausbildung im Geschäft und in der Berufsschule und sie legt eine Abschlussprüfung ab. 
Wer anderen Menschen wirkungsvoll Qigong oder Taijiquan vermitteln will, sollte sich auf eine mindestens ebenso umfangreiche Ausbildung einstellen. Würde man eine entsprechende Anforderung in Deutschland stellen, gäbe es nur wenige, aber dafür wahrscheinlich weitaus bessere Plätze, an denen Qigong und Taijiquan praktiziert werden kann. 
Die chinesischen Künste der Selbstkultivierung mit gesundheitlicher Wirkung sollte man in erster Linie für sich selbst praktizieren, nicht mit missionarischem Eifer.

*Der Bogenschritt, Gong Bu 弓步 ist der wohl häufigste Schritt im Taijiquan, mit dem Gewicht zu ca. 70% auf dem vorderen, gebogenen Bein, das hintere Bein gestreckt.