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Es werden Posts vom September, 2010 angezeigt.

Der erste Trainingstag

Gestärkt von einem lecker Frühstück bestehend aus einer Tasse Pulverkaffee und ein paar Keksen – nach der chinesischen Variante von geschmacksfreier Reispampe steht mir noch nicht ganz so der Sinn – klettere ich hoch zum Tempel. Coco hat mich mit einem Schülerausweis zum Umhängen ausstaffiert, den glücklicherweise niemand sehen will. Ich lasse das alberne Ding sofort verschwinden und schwöre mir, es erst bei meiner Abreise wieder in die Hand zu nehmen. Ich bin angenehm überrascht, dass ich tatsächlich meinen Kopf problemlos bewegen kann. Bei meiner abendlichen Zimmerinspektion (ja, es war wirklich sauber) habe ich ein Kopfkissen vorgefunden, stramm gefüllt mit Kieseln oder Ähnlichem. Ein erstaunliches Schlaferlebnis. Hatte fest mit Genickstarre gerechnet, aber nichts dergleichen. Wenn sich das bewährt, wird das heimische Daunenkissen rausgefeuert. Kieselsteinchen haben wir auch im Gonsbachtal. Oben im Tempelhof sind schon die ersten Schüler am Warmlaufen. Guan sieht mich und läuft mir ...

Und da bin ich wieder!

Der Bus hat mich pünktlich von Wuhan zum heiligen Berg gebracht, Coco, die Verwaltungs-Fee, hat versprochen, mich am Eingang im Tal abzuholen. Es ist noch keiner da, ich habe keine Lust zu warten und stapfe schonmal zum Touristenzentrum, um mir ein neues Jahres-Ticket zu besorgen. Plötzlich schreit es über die Gass: „Lilooo!“ - Frau Qu, die Frau für alle Fälle, die einen kleinen Stand mit unglaublichem Vorrat am Zixiaogong-Tempel unterhält, kommt mir freudestrahlend entgegen. Wir stammeln (gut, i c h stammele) herzliche Grußworte, sie ist gerade auf dem Weg zur Stadt, um ihr geheimes Lager aufzufüllen. Gut so, ich bin ja jetzt wieder da, eine ihrer treuesten Kundinnen. Mitleidig schaut sie auf mein Gepäck, sie tritt von einem Fuß auf den anderen, weiß nicht was tun – bevor sie auf die Idee kommt, mir zu helfen, sage ich ihr, ich muss nun schnell weiter mein Ticket kaufen und wir sehen uns ja oben auf dem Berg. Erleichtert verabschiedet sie sich und ich wappne mich für den Kampf um das ...

Neues Spiel

jetzt geht es bald wieder los hier auf dem Wudang-blog. Lilo ist schon dort und wir erwarten begierig Meldung, kommt aber nix. Wird schon. Ab dem 6. Oktober bin ich auch wieder in Wudangshan, Ab dann kracht's hier aber.

Gedanken

"Das, was den Himmel in mir ausmacht ist De (德), die Kraft, das was die Erde in mir ausmacht ist Qi(氣). Wenn die Kraft fließt und sich das Qi sammelt, dann existiert Leben. Deshalb heißt es Jing, Feinststoffe, woraus sich das Leben bildet. Wenn sich die beiden Feinststoffe (von Himmel und Erde, Yang und Yin) gegenseitig festhalten, dann nennt man das Geist. Das, was dem Kommen und Gehen des Geistes folgt, nennt man Geistseele. Das, was ebenfalls feinststofflich ist und (am Körper) ein- und austritt, nennt man die Körper-Seele. Das, womit die Substanz (Körper) verwaltet wird, ist das Herz. Das Herz verfügt über "Reflexion/ Erinnerung“, diese nennt man Gedanken. Dort wo die Ideen zur Existenz kommen und verweilen, das nennt man den Willen. Dem Willen zu folgen und das Verweilen zu verändern, das nennt man Denken. Den Gedanken folgen (bis hin zu) weit entfernten Wünschen, das nennt man Nachdenken. Dem Nachdenken folgen und daraufhin die Dinge anwenden, das nennt man Wissen.“ Aus...

Bagua Symbolik 1

Bild
Die fünf heiligen Gipfel: Tai Shan im Osten 泰山, Heng Shan 衡山 im Süden, Song Shan 嵩山 in der Mitte (hier nicht symbolisiert) Hua Shan im Westen 华山 und Heng Shan 恒山 im Norden. Allerdings kann ich die Symbole nicht zuordnen. Wudangshan zählt nicht zu den fünf heiligen Bergen sondern belegt eine Sonderstellung. Es ist der heiligste der heiligen Berge. In der Mitte, statt dem Song Shan, finden wir die neun Paläste, die den Acht Trigrammen und dem Zentrum entsprechen. Die Acht Trigramme sind hier anscheinend dargestellt in der Ordnung des Späten Himmels (oder wie ich es lieber ausdrücke: 'Nach dem zutage treten', was der Welt der Erscheinungen entspricht). Demnach müsste die Achse, welche durch das Zentrum verläuft, die Verbindung von Feuer und Wasser herstellen. Allerdings verwirren mich die Linien, das muss ich zugeben, weil sie nicht dem Mofang (magisches Quadrat) entsprechen. Dazu später noch ein Beitrag.

über falsche Scham

schäm dich nicht 
 zu leuchten und zu lieben
 Schäm dich nicht
 kraftvoll zu wirken
 zum wohle anderer 
und deiner selbst. schäm dich nicht
 besonnen zu reden und 
zu handeln. schäm dich nicht von ganzem herzen du selbst zu sein Schäm dich -
 wenn du's unterlässt. Überarbeitete Version einer "Spur" aus Kirche&Co.de

de Galloni's Rosarium

de Galloni's Rosarium from pilpop on Vimeo . "Im Spiegel sah ich unter tausend Dingen mit Blüten beladene Rosenbüsche, die in einem besonderen Teil des Gartens standen und von einer kleinen Hecke umgeben waren. Da erfasste mich ein solcher Drang, dorthin zu gehen, wo ich die Mengen Rosen sah, dass ich nicht um Pavia oder Paris mich hätte enthalten können." Guillaume de Lorris, Der Rosenroman

Wo ist dein Herz jetzt,

fragt sie und er denkt nach. Noch nie hatte er sich gefragt, wo sein Herz sich befindet, es schlägt in der Brust. Aber wo fühlt es sich? Er sucht, in die Weite, nach einem Ort, wo er das Herz finden kann. Wo hat es sich niedergelassen, wo ist sein Platz? Weil er es in der Weite nicht verorten kann, sucht er in der Tiefe. Nach einer Weile findet er ein Gefühl, wie eine sanfte Wolke, in die sich sein Herz gebettet hat. Und er sagt:" Es ist in Frieden, mein Herz." Und er meint es so.

Dharma

Wenn du dein Dharma* nicht respektierst, dann besteht die Gefahr, dass die Sterne am Himmel sich verirren. (aus: Ulzhan- Das vergessene Licht**) *Dharma; im Buddhismus das vom Buddha erkannte und verkündete Daseinsgesetz die Lehre von den Vier Edlen Wahrheiten. Hier aber als die hinduistische Ethik gemeint. Hindus sehen die Beachtung des Dharmas nicht nur als Voraussetzung für soziales Wohlergehen, sondern auch für eine gute persönliche Entwicklung. Von der Erfüllung des Dharmas hängt für sie das Karma ab, das die aus den Taten des Individuums entstandenen Resultate beinhaltet (Ursache und Wirkung) Quelle **ein Film von Volker Schlöndorff aus dem Jahr 2007