Die traditionellen chinesischen Kampfkünste im 20 Jahrhundert
Mit der Gründung der Volksrepublik China 1949 durch Mao Zidong wurden alle traditionellen Wert, Künste und Philosophien als feudalistisch angesehen und verpönt, teilweise offiziell verboten. In den frühen 50er Jahren aber schon musste Mao erkennen, dass in dem riesigen Land eine gesundheitliche Versorgung einzig durch westliche Medizin nicht möglich war, schon allein weil die Mediziner fehlten. So wurden einerseits meist junge Leute als sogenannte Barfussdoktor ausgebildet, die mit einer einfachen Ausstattung traditionellen Heilwissens, Kräuterkunde und einfacher Akupunktur über Land zogen. Andererseits ließ Mao von einigen linientreuen Kampfkünstlern eine vereinfachte Form des Taijiquan entwickeln, die im Westen auch als Peking-Form bekannt wurde. Diese Form wurde in allen Schulen, Universitäten, im Militär und auch in den Fabriken verbreitet. Es war aber nur noch Volksgymnastik und hatte mit ursprünglischem Taijiquan nicht viel gemeinsam. In späteren Jahren wurden auch weitere Forme...