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Über die Sprachlosigkeit

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Stell dir vor, du lernst ein Gedicht in einer dir völlig fremden Sprache. Selbst wenn dir ein Wort bekannt vorkommt, weil es einem deiner Sprache ähnelt, darfst du sicher sein, dass es reiner Zufall ist. Diese Sprache hat nichts mit deiner gemein. Du wirst dieses Gedicht nie verstehen können, auch wenn dir der Rhythmus, die Melodie gefällt. Du wirst es wahrscheinlich auch nie richtig aussprechen und selbst nach Jahren magst du dich noch verhaspeln. Es wird dir nie selbstverständlich über die Lippen kommen. So ähnlich verhält es sich mit der Praxis des Qigong und Taiji Quan. Ohne jemals die Sprache, deren Grammatik gelernt zu haben, praktizieren tausende diese Kunst, in dem guten Glauben, zu wissen was sie da tun. Ohne zu ahnen, dass sie es nicht wissen. Du musst die Sprache lernen, du musst die Grammatik lernen. Du musst wissen, was die einzelnen Bewegungen bedeuten, warum und wie du einen Schritt machst, warum und wie eine Armgeste. Nur dann kannst du Qigong und Taiji Quan ausüben, s...

Pflicht zu Cultur, Immanuel Kant

Das Vermögen, sich überhaupt irgend einen Zweck zu setzen, ist das Charakteristische der Menschheit (zum Unterschiede von der Tierheit). Mit dem Zwecke der Menschheit in unserer eigenen Person ist also auch der Vernunftwille, mithin die Pflicht verbunden, sich um die Menschheit durch Kultur überhaupt verdient zu machen, sich das Vermögen zu Ausführung allerlei möglichen Zwecke, so fern dieses in dem Menschen selbst anzutreffen ist, zu verschaffen oder es zu fördern, d.i. eine Pflicht zur Kultur der rohen Anlagen seiner Natur, als wodurch das Tier sich allererst zum Menschen erhebt: mithin Pflicht an sich selbst. Allein diese Pflicht ist bloß ethisch, d.i. von weiter Verbindlichkeit. Wie weit man in Bearbeitung (Erweiterung oder Berichtigung seines Verstandesvermögens, d.i. in Kenntnissen oder in Kunstfähigkeit) gehen solle, schreibt kein Vernunftprinzip bestimmt vor, auch macht die Verschiedenheit der Lagen, worein Menschen kommen können, die Wahl der Art der Beschäftigung, dazu er sei...

Die Fäuste ballen und mit den Augen funkeln

um die Kraft zu mehren  Es gibt Menschen, die an dieser Stelle mit den Brokatübungen ein Problem bekommen. Die Fäuste werden geballt, die Augen sollen funkeln, die zu mehrende Kraft hat anscheinend mit Aggression zu tun. Und das wollen sie nicht. Sie wollen etwas für ihre Gesundheit tun, nicht kämpfen.  Die Vorstellung von Gesundheit hat sich in den letzten 150 Jahren mehrfach gewandelt. Galt bis vor ca. 100 Jahren jemand als gesund der leistungsfähig war, so wurde ungefähr ab dieser Zeit der Begriff Gesundheit eher als die Abwesenheit von Krankheit verstanden. In den letzten 30 Jahren hat sich ein erneuter Wandel des Gesundheitsbegriffs vollzogen, der  den Maßstab  über das persönliche Befinden definiert. So kann jemand durchaus eine Krankheit haben, sich aber dennoch als gesund bezeichnen, weil er sich so fühlt. Das aktuelle Verständnis von Gesundheit als ein Maß an Wohlbefinden wird nicht mehr nur durch den körperlichen Zustand definiert, sondern bezieht di...

Das E-Book

Das Buch Tai Ji Quan - Dao der Bewegung ist jetzt auch als E-Book erhältlich Bei Apple iTunes können Sie eine Vorschau für das Buch ansehen: auch im  Amazon Kindle-Shop Bei  eBook.de  gibt es ebenfalls eine Vorschau . und weitere, unter anderem bei  Thalia.de ,  Buch.de ,  Buecher.de ,  Spiegel.de , Mediamarkt.de ,  Weiland.de ,  Mayersche.de ,  Pubbles.de . Die Verfügbarkeit in weiteren E-Book-Shops wird sukzessive ausgebaut. Das E-Book erscheint mit der ISBN 9783848224401 und wird zum Verkaufspreis von 9.99 EUR angeboten.

Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel.

Unsere größte Angst ist nicht, dass wir unfähig sind. Unsere größte Angst ist die, dass wir unvorstellbare Kraft in uns haben. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns am meisten ängstigt. Wir fragen uns, wer bin ich, dass ich brillant, talentiert, großartig und wunderbar sein könnte? Aber wieso maßen wir uns an zu glauben, wir wären es nicht? Wenn du dich klein machst, dienst du nicht der Welt. Es ist nichts Erleuchtendes daran, sich klein zu machen, damit andere sich nicht unsicher in deiner Nähe fühlen. Wir wurden geboren, um Gottes Glanz, der in uns ist, zu verkörpern. Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in allen. Wenn wir unser eigenes Licht scheinen lassen, dann geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis, das gleiche zu tun. Wenn wir uns von unserer ganzen Angst befreien, dann wird unsere Gegenwart automatisch andere befreien. Marianne Williamson (nicht Nelson Mandela!)

Xinxinming 2

ein tiefes Loch sogar erhellend - doch um des Haares Breite verfehlt treiben Himmel und Erde weit auseinander Ist das die Erleuchtung, die Sengcan meint, die ihr Licht selbst in eine dunkle Höhle wirft, wenn wir denn Abstand nehmen von Lieben und Hassen, von den inneren Widersprüchen, die uns spalten? Verfehlen wir es auch nur um Haaresbreite, ja selbst den tausendsten Teil eines Haares, so genau nimmt er es, dann ist es nichts mit dem Licht und es gähnt Finsternis, so riesig und weit wie Himmel und Erde voneinander entfernt sind. Es reißt regelrecht Himmel und Erde auseinander, Yin und Yang entfernen sich. Das ist kalter Winter. Wenn sich aber Yang, der Himmel, das Lichte, und Yin, die Erde, die Dunkelheit durchdringen, dann herscht innerer Frieden. Das Zeichen Tai im Buch der Wandlungen zeigt unten den Himmel und oben die Erde, dann hat das Licht eine Höhle durchdrungen. Das Trigramm Erde besteht aus drei unterbrochenen Linien, der Zwischenraum bildet ein Loch. Im Zeichen Pi stehen ...

Lost in Translation 2

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Es gibt ein Buch, welches hier bekannt ist unter dem Titel Shinjinmei. Man nennt es auch gerne den Urtext des Zen. Kann sein. Der Titel Shinjinmei ist Japanisch. In Japan ist Zen zu seiner Blüte gekommen, der Text stammt aber noch aus der Anfangszeit des Zen, demnach Chan, aus China. Auf Chinesisch heißt es Xinxinming 信心銘. Das erste Xin 信 heißt "glauben" das zweite 心 "Herz", nichts anderes, ganz eindeutig "Herz". Es ist eines der Grundzeichen der chinesischen Schrift. Ming übersetzt man mit Inschrift. Solche werden meist in Stein oder Metall gearbeitet. Inschrift ist ein schönes deutsches Wort dafür. Das muss man nicht mit "Meißelschrift" übersetzen, auch wenn es theatralischer klingt. Die ersten beiden Zeichen sollte man auch nicht "Glauben an das Herz" transkribieren, was aber bisher auch noch niemand getan hat. Wohl weil in China der Sitz des Geistes im Herz angenommen wird, ist die übliche Version "Glaube an den Geist." Fü...

von wegen Markenheftchen

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Um das nun zu verstehen, muss man erst bei Georg diesen Beitrag sehen. Weil einige Programme oder auch der komplette Rechner nicht darauf eingestellt sein mag, fremde Schriftzeichen zu verarbeiten, seine es nun chinesische oder griechische, taucht in der Liste das Wort "akmh" auf, welches mein Auge sofort erfasst und mein neugieriger Geist nachgefragt hat. Der Sicherheit halber hab ich die Auflösung des Rätsels abgebildet und nicht als Text einkopiert. Wer weiß, was sonst auf manchem Bildschirm zu sehen sei. Das Bild ist auch gleich verlinkt zum Goethe-Wörterbuch. Damit der geneigte Leser vor soviel goethischer Bildung nicht unnötig demütig sein Knie beugt, verweise ich auch gleich auf Herrn Barbey d’Aurevilly , der den guten Goethe eher für eingebildet hielt, eine „Leseratte, ein Papierkratzer und Papierzuschneider“ ..."diese unermeßliche Langeweile, in der ich Goethes Stärke sehe, war seine einzige schöpferische Leistung.“

Dao 4

Variationen zu einem Thema ( Laozi 35, Anfang) Rudolf Backofen Wer den Bildekräften schöpferischen Lebens / in sich Raum gibt, zu dem kommt das Wesentliche. / Es kommt und bleibt in ihm unantastbar, / Frieden und stilles Reifen wirkend. Helmut W, Brinks Wer auf dem Weg bleibt, verliert alle Angst und bleibt eins mit dem Weg und seinem Frieden. F. Fiedler Wer das hehre Urbild hält, zu dem kehrt sich die Welt; kehrt sich ~ kein Leid, nur Ruhe, Frieden, Weite. Florian Freistetter Die, die im Licht des Einen regieren,/ sind die, denen man trauen kann. / Vetrau dich solch einem Wesen an, / und du wirst dein Glück nicht mehr verlieren Lutz Geldsetzer Man halte sich an die Erscheinungen des Großen! Alles in der Welt kommt und geht, und in diesem Wandeln kommt nichts zu Schaden. Ruhe und Frieden ist das Höchste. Vincenz Hundhausen WER DIESES EINEN Vorbild ehrt, / Wird wohl von aller Welt begehrt? - / Bei ihm ist Klage nicht, noch Leid, / Nur fröhliche Zufriedenheit. Walter Jerven DER Durchdrän...

Daoismus 2

All men will come to him who keeps to the one, - For there lie rest and happiness and peace. Passersby may stop for music and good food, But a description of the Tao Seems without substance or flavor. It cannot be seen, it cannot be heard, And yet it cannot be exhausted Laozi Kap. 35 Übersetzung Gia Fu Feng wer hält in händen die grosse gestalt dem kommt die welt abhanden kommt abhanden ohne schaden erhält ruhe gleichmaß frieden teilhaben am lachen mag wandernde locken den weg zu verlassen den weg in worte fassen verwässert schmeckt fad schauend gibt es nichts zu sehen lauschend gibt es nichts zu hören nutzend gibt es nichts zu vollenden Laozi Kap. 35 Übersetzung Yürgen Oster

durch die Personenvereinzelungsanlage

kleiner Test aus der süddeutschen, ob man Beamtisch versteht.

An den Frühling

Willkommen, schöner Jüngling! - Du Wonne der Natur! - Mit deinem Blumenkörbchen - Willkommen auf der Flur! - Ei! ei! da bist ja wieder! - Und bist so lieb und schön! - Und freun wir uns so herzlich, - Entgegen dir zu gehn. - Denkst auch noch an mein Mädchen? - Ei, Lieber, denke doch! - Dort liebte mich das Mädchen, - Und 's Mädchen liebt mich noch! ... usw. wer sowas schreibt, der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank, den haben se mit dem Klammerbeutel gepudert, der hätte heute wahrscheinlich Hello Kitty Sitzbezüge im Auto. Das ist von Schiller, den hat man mal unseren "Nationaldichter" geschimpft und ich war auf einer Schule die nach ihm benannt war. Hätte man mir damals dieses Gedicht gezeigt, ich wär auch als 10jähriger schreiend davon gerannt und hätte meine Eltern gebeten, mich lieber auf eine Montessori Schule zu schicken. Ei, ei, da bist ja wieder ...