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Wudangshan Oktober 2014

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03. - 25. Oktober Der Herbst ist eine wunderbare Zeit in Wudangshan. Noch spürt man die Wärme des Sommers, aber die Hitze ist zurückgegangen und die Kühle der Täler steigt auf. Ideal für Training und Wanderungen, Besichtigung der unschätzbaren Werte daoistischer Tempel und Heiligtümer und zwischendurch ein erfrischender Tee. Die Reise geht ab Frankfurt über Peking nach Wudangshan und zurück. Eventuell bleibt auf dem Rückweg etwas Zeit für einen kurzen Besuch der verbotenen Stadt oder eines der erhaltenen alten Stadtteile. Ausführliche Informationen zu der Reise auf unserer Webseite.

Lilo in Wudangshan, die 5.

die Freude über das schöne Wetter dauerte nur kurz an, ich habe doch mehr Muße als mir lieb ist, so dass ich nun den nächsten Teil meines Berichts abliefern kann: Am Abend mache ich noch meinen üblichen Spaziergang zum Zixiaogong um dort bei den Ständen Wasser, Kekse (wg. der Feuchtigkeit...) und noch ein Fläschen Bier zu erstehen. Auf dem Weg dorthin begegnet mir eine Handvoll ausgelassener Nonnen, die miteinander lautstark herumalbern und versuchen, auf der Leitplanke zu balancieren. Ich muss sagen, meine Einstellung zu den Angehörigen des Klerus hat sich schon sehr geändert, seit dem ich hier bin. Von strenger, lebenslustfeindlicher Frömmigkeit ist hier wenig zu spüren, auch wenn die Bewohner des Klosters sehr wohl ernsthaft ihren daoistischen Glauben leben. Es gibt hier zwei Kategorien, erkennbar an ihrerunterschiedlichen Haartracht: den Mönchen und Nonnen, die die Haare zu einem einfachen Knoten gebunden haben, ist es erlaubt, Fleisch zu essen, Alkohol zu trinken und auch zu heira...

4. tag

die erste traumlose nacht. 6 Uhr aufstehen, runter zum Tempel, Qigong, danach Frühstück. Heute Nebel, aber warm. Bei Frau Zhü die gestern bestellte Jacke, extra lang und aus Baumwolle, abgeholt. Schön, schwarz, trage ich doch lieber als weiß. Ist so. Wie bei dem Training mein Muskelkater schwinden und mein Selbstwertgefühl sich wieder heben soll, ist mir noch schleierhaft. Vielleicht sind die Kicks heute ja tatsächlich ein bisschen schneller gewesen, ein bisschen höher und das Bein gerader. Gestern abend ist noch eine junge Frau hergekommen, Deutsche, die in Chengdu Chinesisch studiert. Bleibt nur für wenige Tage, um etwas Qigong zu lernen.