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Es werden Posts vom 2015 angezeigt.

Das Leben ist eine Baustelle

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Gebaut wird immer. Irgendwo hier wird immer etwas erneuert, renoviert oder ganz neu geschaffen. In den ersten jahren waren wir immer im Tian Lu Hotel. Einmal wurde während unseres Aufenthaltes die Fasade gestrichen bzw. gesprüht. Mit einer Farbe, die in Deutschland wahrscheinlich schon seit 100 Jahren verboten ist. Dann wurde in der Akademie, in dem runtergekommenen 70erJahre Hotel, die obere Etage für devisenbringende Touristen renoviert. Hat man richtig gut gemacht, muss gesagt werden. Und im Verlauf der Zeit wurden auch die anderen Etagen zumindest ordentlich mit Strom versorgt und weiße Farbe an den Wänden angebracht. Dann sah ich auch jenes Gebäude im traditionellen Stil, im Quadrat um einen Hof, an dem gearbeitet wurde und dachte mir, das wäre was schönes für unsere Akademie. Zwei Jahre später war das "Hotel" verkauft, alle ausgezogen und wir Touristen in dem Quadrat untergebracht, das ansonsten Unterkunft bot für Pilger, die die Nacht zum Tag machten.  Im Tempel wu...

Fortschritte

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Gestern hat Zhong Shifu davon erzählt, wie er als 14jähriger hier hin kam in die Wudang Berge. Von den Eltern geschickt, weil er schwächlich war und ständig krank. Damals, in den 80er Jahren, hatten sie hier nur eine notdürftige Unterkunft, mit Löchern im Dach, die man immer wieder versuchte zu flicken. Keine richtige Toilette, erst recht keine Dusche. Nach dem Training sind sie in den Teich gesprungen vorm Zixiaogong, auch im Winter. Da mussten sie erst das Eis aufhacken. Trinkwasser musste vom Berg aus einer Quelle geholt werden, Feuerholz im Wald gesammelt. Nun leben wir daran gemessen im puren Luxus, mit Toiletten in jedem Zimmer, heißer Dusche und einer Köchin, die für das leibliche Wohl sorgt. So hat der Fortschritt viel Verbesserung und Erleichterung gebracht. Aber, so meint der Meister, würden die Schüler nicht mehr so erfolgreiche Fortschritte machen. Er hat Sorge, dass vieles verloren gehen könnte. Es wird jetzt zwar alles verbreitet und nicht mehr so geheim gehalten, wie...

Money money money...

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Bei dem einen wurde eingebrochen, mir wurde Geld gestohlen, eine Freundin fühlt sich als Sklave des Geldes. Nun mal langsam. Zunächst denke ich, ist jener Mensch, der mir Geld gestohlen hat ein größerer Sklave des Geldes, wenn überhaupt. Gestohlen wird, was einen Wert darstellt, manchmal für den Bestohlenen einen größeren, als der Dieb dafür einlösen kann. Wert aber ist etwas sehr abstraktes. Wert kommt in der Natur nicht vor. Er existiert nur in unserer Vorstellung. Die folgende Belehrung stammt nicht von mir, ich habe sie in einem Buch gelesen, weiß nicht mal mehr, in welchem. Ein Dollar hat einen bestimmten Wert, auf den sich die Gesellschaft im allgemeinen geeinigt hat. Es wurde zwar nicht jeder gefragt, wieviel ihm das Papier wert sei, das regelt der Markt. Früher war der Geldschein noch ein Garant für eine bestimmt Menge Goldes, die die Bank jederzeit bereit war, dem Besitzer dafür auszuhändigen. Diese Zeiten sind vorbei. Obwohl die Bundesbank, welche die Geldscheine ausgibt d...

Eine Schale

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Du hast eine Schale, eine, die groß genug ist, eine Portion Reis mit Gemüse zu fassen oder aus der du eine Suppe trinken kannst. Für unsere Betrachtung ist es völlig irrelevant, aus welchem Material die Schale ist. Sie kann aus Keramik, Glas, Blech oder Plastik sein. Was uns interessiert ist das Potential der Schale. Wenn sie leer ist, kann sie mit allem möglichen gefüllt werden: mit Nahrung, Sand, kleinen Souvernirs aus dem letzten Urlaub, du legst deine Schlüssel hinein, was auch immer. Alles was nicht zu groß ist, kann in der Schale Platz finden. Solange nichts anderes darin ist, solange sie leer ist. In dem Moment, in dem du sie mit etwas füllst, gibst du ihr eine Bestimmung. Ihr Potential verändert sich. Solange sie leer ist, ist sie aufnahmebereit. Gibst du ihr eine Bestimmung, wird sie definiert. Sie wird zur Schlüsselschale, oder zur Suppenschale. Vielleicht hast du die Schale aber gekauft, oder geschenkt bekommen, weil sie eine besonders schöne Schale ist. Sie ist aus so her...

Oh my darling

Bei meinem letzten Aufenthalt in Münster Ende September lernte ich jenen Straßenmusiker mit den Rumbarasseln und seinem "Oh my Darling" Sprechgesang kennen. Ja, ich nenne ihn einen Musiker, ein echtes Genie der Minimal Art, ein John Cage hätte seine helle Freude an ihm gehabt. Ein Wunder, dass er noch nicht ein umjubelter Youtube Star ist. ( http://youtu.be/2SVQaH5BiVw ) Nun schickt mir mein Freund aber eine Zeitungsglosse nach China, in welcher dieser Mensch verhöhnt, mit jenem glücklosen Troubadix aus den Comic Heften verglichen wird. Dieser Mann hier aber ist aus Fleisch und Blut, ein Mensch. Wer sich von seiner Darbietung gestört fühlt, und jeder Laubbläser ist um ein vielfaches störender, soll sich bewusst machen, dass man im Vorübergehen den monotonen Gesang höchsten 20 Sekunden ertragen muss. Dieser Mann aber erträgt es den ganzen Tag. Jeden Tag. Dafür gebührt ihm Respekt und vielleicht auch eine kleine Anerkennung.

Love is in heaven

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Selbst wenn die Tage neblig waren, zeigte sich abends der Himmel klar. Ich kann mich regelrecht berauschen an der Fülle der Sterne, die hier zu sehen sind. Dazu die Stille. Direkt über dem Purpurwolken Palast steht derzeit das Bild des Schwan. Von Schwänen sagt man, wenn sie sich als Paar finden, was selten ist, dann bleiben sie zusammen ein Leben lang. Direkt neben dem Schwan aber sehen wir das bekannte chinesische Liebesdrama. Der Knabe und das Jademädchen, von der himmlischen Mutter getrennt durch einen reißenden Fluss, den sie nur einmal im Jahr überqueren können auf der Elsterbrücke. Es sind die Sterne Wega in der Leier und Atair im Adler, zwischen denen die Milchstraße strömt. Jeder Stern ist an seinem Platz, jedes Sandkorn.

Scheiße

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Eine Geschichte bei Ajahn Brahm erinnerte mich an eine Begebenheit, damals, als ich anfing in Münster Taijiquan zu unterrichten. Zu der Zeit hatte ich schon des öfteren Belehrungen tibetisch buddhistischer Mönche besucht, die immer das gleiche erzählten über die Unendlichkeit des Geistes, seine ständige Wiederkehr in den verschiedenen Erscheinungsformen etc. Ich konnte das immer nachvollziehen, aber micht begreifen, es blieb für mich auch nur ein weiterer Auftritt des Geistes, eine hübsche Performance ohne Realitätsbezug.  Nun, zu jener Zeit gingen wir bei schönem Wetter gerne zum Training in den "Alten Friedhof" eine Parkanlage, die nicht mehr viel mit einer Begräbnisstätte zu tun hatte.  Es war damals noch nicht üblich, dass Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde in kleinen Plastikbeutelchen einsammelten. So ein Hundehaufen geht je nach Wetter in fünf bis zehn Tagen in die Natur auf. Ein Plastikbeutel braucht dafür vierhundert Jahre. So bem...

Sagen wir mal, es ist wie schwimmen

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Die Rede ist natürlich vom Taijiquan. Während es einem Anfänger meist egal ist, was er oder sie da macht, das sich Taijiquan nennt,  stellt sich mit fortschreitender Kenntnis und Interesse an der Sache die Frage, was Taijiquan denn nun mal ausmacht. Da gibt es verschiedene Stile, die sich deutlich unterscheiden und es gibt auch andere Methoden, vielfältige Qigong-Formen, die dem Taijiquan doch sehr ähnlich sind. Was also macht es aus. Sagen wir mal, es ist wie schwimmen. Zuerst einmal stellen wir sicher, das nur der schwimmt, der nicht untergeht. Da kann man noch soviel im Wasser rumplantschen, hopsen und springen oder oben so tun als würde man schwimmen, während unten die Füße über den Grund spazieren. Auch solange man sich nur mit Hilfe diverser Untensielien, Schwimmreifen, Westen oder Flügelchen über Wasser halten kann, sollte man nicht für sich in Anspruch nehmen, schwimmen zu können. Es braucht einen kleinen, besonderen Kick, irgendwas muss sich im inneren, in der Einstellung ...

Am Himmel

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Mir war schon vor einige Tagen aufgefallen, dass sich am Morgenhimmel die Planeten Venus, Jupiter und Mars wie aufgereiht über der Mondsichel zeigten. Heute war nun deutlich zu sehen, dass Jupiter und Mars dicht beieinander stehen, ja fast nur einen Lichtpunkt bilden, würde der Mars nicht mit seiner Röte auffallen. Diese Begegnung des Kriegsgottes Mars mit dem Obersten Herrscher des Himmels Jupiter finde ich nun besonders bemerkenswert, da wir morgen hier das Chongyang Fest feiern. Chongyang, die doppelte Neun fällt auf den 9.9. des Mondkalenders und wird in China als das Chrysanthemenfest gefeiert. Aber hier in Wudangshan feiern wir an diesem Tag Zhen Wus "Himmelfahrt", den Tag seiner Vervollkommnung, als er, der Wahrhafte Krieger (Mars) von fünf Drachen emporgehoben wurde zum höchsten Gipfel des Gebirges und dort vom Höchsten Herrscher des Himmels (Jupiter) begrüßt und zum Unsterblichen ernannt wurde.

sunsi miao on meditation

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Note: While reading the following translation please bear in mind that the Heart also means Mind, Shén is usually translated as spirit and Líng is could be roughly translated as the Great Spirit or Numinous. 孫思邈 – 存神錬氣銘 Sūn Sīmiǎo – Cún shén liàn qì míng Inscription of Preserving Shén and refining Qì 夫身爲神氣之窟宅 神氣若存身康力健 神氣若散身乃死焉 若欲存身先安神氣 即氣爲神母神爲氣子 神氣若倶長生不死 Human embodiment is dwelling place of Shén and Qì If Shén and Qì are stored the embodiment is tranquil, strong and healthy If Shén and Qì disperse the embodiment dies If one desires to support the embodiment [one must] first calm Shén and Qì The Qì is mother of Shén, Shén is the child of Qì If Shén and Qì are whole the life is long and there is no death 若欲安神須煉元氣 氣在身内神安氣海 氣海充盈心安神定 定若不散身心凝靜 靜至定倶身存年永 常住道源自然成聖 If one desires to calm Shén one must refine Yuánqì [When] Qì is within embodiment The Shén is peacefully in Qìhǎi [When] Qìhǎi is full and overflowing The Heart is calm and Shén is settled If [Shén] is settled ...

Air - Qi

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In Taijiquan and Qigong the body should be relaxed, be empty, so as to follow the inner qi, the flow of energy, in complete harmony. Each part of the body moves by itself and all parts playing together, like an orchestra, a flock of birds or fish, like the leaves of a tree in the wind. The works of the famous artist Daniel Wurtzel show the importance of relaxation and the flow of qi in a poetic way.

8 Minuten Kirchenfenster betrachten - Vollbild

Sigmar Polke - Church Windows Grossmünster Zürich from ikonoTV on Vimeo .

Simple life leads to health

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SHIYAN, Hubei - A bee suddenly flies into Jia Yongxiang's ear as he is cooking in his shabby kitchen.The 80-year-old, wearing a well-worn Taoist hat and dark blue robe, laughs happily and uses a toothpick to help dislodge the bee, calmly saying "please come out".The playful bee soon exits his ear and crawls into his big white beard without stinging him at all. "The bees are my Taoist friends as well as my neighbors," Jia says in Hubei dialect with a big smile. "There is a basic Taoist idea: harmony between humans and nature."Jia has been living with tens of thousands of bees in a natural cavern for about 20 years in the Wudang Mountains, Central China's Hubei province. They are among the most sacred mountains of Taoism, and were made a UNESCO World Cultural Heritage Site in 1994. Following zigzagging flagstone steps more than 700 years old, one can find Crown Prince Cavern lurking half way up Zhanqi Peak.Legend has it that Prince Zhenwu practi...

Yin und Yang mal wieder

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Lieber Eckhart Tolle,

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Das wissen wir doch. Schon lange, und die Leute wissen das auch, eigentlich alle. Das haben schon kluge Kopfe vor zweieinhalbtausend Jahren in Asien und in Griechenland formuliert, das wussten schon die alten Ägypter und haben dennoch, oder gerade deshalb, die Pyramiden gebaut. Wenn du das nun nachplapperst (statt zu zitieren), wird es auch nicht besser. Du plapperst und deine Anhänger plappern es dir nach. Wie du siehst, machen sie bunte Bildchen und verteilen es in den sozialen Medien. Das hilft nicht, das ändert nichts. In ihren Köpfen existieren weiter Zukunft und Vergangenheit, in die Gegenwart kommen sie weder mit Sprüchen noch mit Bildchen. Es genügt nicht, in irgendeine beliebige Richtung zu zeigen und zu rufen: "Da lang, Leute." In unserem grenzenlosen oder gekrümmten Universum ist jede Richtung recht. Es gibt keine Mitte da draußen, jeder ist seine eigene Mitte da drinnen. Es gilt den Menschen zu sagen, wie sie den Weg einschlagen können. Sonst erwächst aus der...

Die Vermessung des Ichs

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ZEITmagazin Nº 49/2012 1. Dezember 2012 Es ist ein heiliger Berg, und so sieht er auch aus. Man muss gleich an Kung-Fu-Filme denken, in denen die Kämpfer von Gipfel zu Gipfel fliegen. Weißer Fels stürzt in schwindelerregende Abgründe, um wieder in sanften Wellen aufzusteigen. Auf Felsvorsprüngen reiten bizarre Kiefern. Mal frisst sie der Nebel, dann haucht er sie wieder aus. Der Huashan, in der Provinz Shaanxi im Herzen Chinas gelegen, ist einer der heiligsten Berge des Reiches, eines seiner frühesten spirituellen Zentren. Berühmt für die abenteuerlichen Pfade, die einst daoistische Eremiten in seine senkrecht aufsteigenden Felswände hauten. Mal balanciert man auf rostigen Ketten, dann auf morschen Brettern, wer hier stürzt, hat sein Leben verspielt. Die Pfade gibt es zwar noch, aber längst drängen sich in der Gegend Touristen, zwei Millionen pro Jahr. Und doch, wer sucht, kann noch Einsiedler finden. Da – an der Brücke scharf rechts abbiegen, beim Schild "Zutritt v...

Selbstkultivierung in der chinesischen Medizin

Die Selbstkultivierung eines Therapeuten spielt eine sehr große Rolle im Hinblick auf die Fähigkeit, einen klaren Blick auf das Problem des Patienten zu bekommen. Selbstkultivierung bedeutet im Prinzip das Arbeiten an sich selbst, und Konfuzius drückt es folgendermaßen aus: „好学近乎知,力行近乎仁,知耻近乎勇。知斯三者,则知所以修身; 知所以修身,则知所以治人; 知所以治人,则知所以治天下国家矣。” „ Der, der das Lernen liebt, gelangt näher zum Wissen, der, der in seinen Handlungen immer korrekt ist, gelangt näher zur Großzügigkeit, der, der die Demut kennt gelangt näher zur Tapferkeit. Diese drei Dinge zu kennen erlaubt einem die Selbstkultivierung. Weiß man über die Selbstkultivierung, ermöglicht es einem, zu heilen. Weiß man darum, wie man heilt, kann man alles unter dem Himmel heilen.“ Speziell im Bezug auf die Akupunkturausbildungen im Westen (und sicher auch in China) habe ich den Eindruck, daß die technische Seite sehr überbetont wird, und die energetische (mit Selbstkultivierung einhergehende) Seite vernachlässigt oder ganz aus dem...

Spuren im Kopf

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Immer noch halten viele Menschen die Meditation für eine rein religiöse Praxis. Dabei entfaltet sie messbare Wirkung - auf Gehirn, Gedanken und Gesundheit. Von Kai Kupferschmidt  (süddeutsche.de 8. Februar 2015) Ein Lagerraum, kahle Wände. Kaltes Licht beleuchtet die Stapel von Holzkisten. Die Aufgabe lautet, die grünen Gläser einzusammeln, die hier und da auf den Kisten stehen. Doch plötzlich sind überall Spinnen. Dicke, haarige, furchterregende Spinnen krabbeln über den Boden, kleben an den Wänden. In einer Ecke des Raumes steht ein grün leuchtendes Glas. Darunter ragen wiederum Spinnenbeine hervor. Das Herz pocht. Der Körper meldet: Angst. Dabei geht es hier - im Keller des Max-Planck-Instituts für kognitive Neurowissenschaften in Leipzig - weder um Spinnenphobien noch um Angststörungen. Die Hirnforscherin Tania Singer und ihr Team wollen vielmehr untersuchen, wie Meditation Menschen verändert. Der programmierte Albtraum, intern "Raum 101" genannt, gehört zu einem ...

Eine Reise zu den Quellen des Taijiquan

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Journalisten nehmen es nicht immer so genau mit der Wahrheit, wenn es sich anders spektakulärer oder geheimnisvoller anhört. Aber immerhin, ein einigermaßen anständiger Bericht.

Drachenbootfest

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Das Drachenbootfest findet am 5. Tag des 5.Monats nach dem chinesischen Mondkalender statt und fällt dieses Jahr auf den 20. Juni. Das Fest hat eine Geschichte von mehr als 2000 Jahren und dessen Ursprung geht auf die Streitenden Reiche zurück. Über den echten Ursprung gibt es zahlreiche Legenden. Darunter ist die Legende von Qu Yuan, Dichter und Staatsmann des Reiches Chun in der Periode der Streitenden Reiche, die berühmteste. mehr dazu Früher hatte das Drachenbootfest viele interessante Brauchtümer, die heutzutage nicht mehr so üblich sind. Trotzdem findet man Spuren dieser Bräuche noch in manchen ländlichen Gebieten. mehr dazu Es ist eine Tradition für die Chinesen während des Drachenbootfestes Zongzi zu essen. Zongzi wird in verschiedenen Gebieten Chinas gemacht.  Historische Aufzeichnungen belegen, dass Menschen Zizania caduciflora Blätter verwendeten, um Hirse in der Form von Ochsenhörnern zu wickeln und diese dann in Bambus legten, um sie zu kochen.  me...

Nehmen wir mal zum Beispiel das Fahradfahren

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Manche lernen es ja nie, aber meist kommt man nach kurzen Anlaufschwierigkeiten damit zurecht. Man muss nur herausfinden, wie das Gleichgewicht zu halten ist. Erklären, wie das geht, kann man wohl nicht. Man hat ein Gespür dafür. Ich finde das erstaunlich, weil es kein direktes Equivalent in der Entwicklungsgeschichte gegeben hat. Auf einem Pferd reiten funktioniert völlig anders. Also wichtig für's Fahradfahren ist das Gleichgewicht, da ist es egal, ob du später mit dem Mountainbike die Landschaft verschandeln willst, auf dem schmalspurigen Rennrad Autofahrer nervös machst oder nur einfach auf deinem Hollandrad den Einkauf vom Markt nach Hause bringst. Dann gibt es noch Spezialisten die es sogar mit nur einem Rad, auf dem Einrad schaffen, in Balance zu bleiben, aber das eignet sich vorwiegend für die Zirkusarena oder die Straßenkunst. Rennen fährt man damit nicht und auch nicht querwaldein. Nun bedeutet Fahradfahren Bewegung an der frischen Luft und das ist im allgemeinen du...

Daoistische Traditionslinien im Wudang Kungfu

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Im Wudang Kungfu gibt es noch immer eine Menge verschiedener Traditionslinien. Auf dem weit in der Vergangenheit liegendem Höhepunkt ihrer Geschichte gab es sogar mehr als 80 verschiedene Linien, Sekten, Schulen oder Stile, im Chinesischen "Pai" oder "Men". Sie haben unterschiedliche Größen, Bedeutungen und historische Hintergründe. Einige sind sehr groß. Die Hauptlinie der "Longmen Pai" - Drachentor Linie - ist bei weitem die größte daoistische Linie in ganz China und rund 70% aller daoistischen Mönche auf dem Wudang stammen aus dieser Linie. Im Stammbaum ist die Drachentor Linie der Stamm, während andere Linien wie die Chunyang Pai nur Zweige des gleichen Baumes sind. Viele Dinge sind bereits durch die Irrungen und Wirrungen der jüngeren Geschichte verloren gegangen und heute bestehen einige der kleineren Linien nur aus ein paar einzelnen Inhalten die in ihnen gelehrt werden. Die meisten von ihnen starben aus oder wurden für lange Zeit unterbrochen. D...

airchina - eine endlose Geschichte

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Anfang des Jahres buchte ich Flüge für 13 Personen von Frankfurt via Peking nach Xiangfan in der Provinz Hubei. Ende Februar teilte mir die Fluggesellschaft airchina mit, sie müsse die Flüge von Peking nach Xiangfan und zurück stornieren. Als Grund wurde mir gesagt, der Flughafen Xiangfan könne bis Oktober nicht angeflogen werden. Ein Freund, der uns in Wudangshan besuchte, kam von Peking mit airchina nach Xiangfan. Als Alternative bot man mir an, nach Wuhan zu fliegen und von dort zurück. Wuhan liegt ca. 500 km von unserem Reiseziel entfernt. Wie wir von dort weiterkämen müsste ich selbst organisieren. Ich lehnte dieses Angebot ab und teilte mit, wir würde dann per Zug zu unserem Ziel Wudangshan reisen und ebenso per Zug zurück. Man möge mir dann bitte das Geld für die stornierten Flüge zurücküberweisen. Fragen über eventuelle Hilfen seitens der airline, zum Beispiel ein Fahrerservice vom Flughafen zum Bahnhof, der auf der Webseite angeboten wird, oder zumindest eine Information, ...

In my kitchen in New York

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Der wohl bekannteste Dichter der Beat Generation, Allen Ginsberg (1926 - 1997), schrieb ein Gedicht über Tai Chi in seiner Küche in New York City. Es ist der einzige Raum in seinem Apartment, der genug Platz bietet. Offenbar hat er große Mühe, sich auf das zu konzentrieren, was er dort macht, was immer in sein Blickfeld kommt, lenkt ihn ab von seiner Übung. Ginsberg hatte Tai Chi gelernt von Bataan Faigao, einem Schüler von Chen Man Ching. Das Video von 1984 gibt einen Eindruck, was um diese Zeit im Westen teilweise unter Tai Chi verstanden wurde. Thanks to Julianne Zhou, who posted this on Daoist Gate Wudang Arts In my kitchen in New York by Allen Ginsberg for Bataan Faigao Bend knees, shift weight Picasso’s blue deathhead self portrait tacked on refrigerator door This is the only space in the apartment big enough to do t’ai chi Straighten right foot & rise–I wonder if I should have set aside that garbage pail Raise up my hands & bring them back to s...

Die zehn Verbote für den Kampfkünstler

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Die Niederschrift der “Zehn Verbote für den Kampfkünstler” (Xi wu shi jin 习武十禁) wird dem Shaolin-Mönch Jue Yuan 觉远 zugeschrieben, der gegen Ende der Südlichen Song-Dynastie (1126–1279) gelebt haben soll. In den chinesischen Quellen heißt es, Jue Yuan habe sich damals einen Namen als großer Meister der chinesischen Kampfkünste gemacht und im Shaolin-Kloster die Mönche in der Kampfkunst unterrichtet. 1. Verrat am Meister (yijin panshi 一禁叛师) 2. Abschweifendes Denken (erjin yisi 二禁异思) 3. Dummes Gerede (sanjin wangyan 三禁妄言) 4. Oberflächliche Künste (sijin fuyi 四禁浮艺) 5. Rauben und Stehlen (wujin daojie 五禁盗劫) 6. Den eignen Stil als den besten anpreisen (liujin kuangmen 六禁狂门) 7. Fehlende kindliche Pietät (qijin buxiao 七禁不孝) 8. Sich kaiserlichen Befehlen widersetzen (bajin kangzhao 八禁抗诏) 9. Schwache drangsalieren (jiujin qiruo 九禁欺弱) 10. Alkohol und Ausschweifungen (shijin jiuyin 十禁酒淫) Seine Aufzeichnungen wurden zum ersten Mal im Jahr 1915 in dem Werk „Geheime Techniken der Shaolin Kampf...