Da lag ein Buch

auf meinem Schreibtisch, nichts besonderes, "Der Schatten des Schwans". Irgendwann in letzter Zeit gekauft und gelesen. Ich kann mich an nichts mehr erinnern. Liegt jetzt draussen auf der Bank. Vielleicht nimmt es sich jemand mit.

Auf Bild.de kann man Mike Tyson sein Mitgefühl über den Tod seiner Tochter aussprechen.

Seine Bibel hat einem Priester in Argentinien das Leben gerettet. Das Buch fing eine Kugel ab, die Mauricio Zanes Condori in seinem Tempel in der Ortschaft Rodea de Medio sonst vermutlich ins Herz getroffen hätte.

Einer der bekanntesten katholischen US-Geistlichen hat sich nach der Veröffentlichung pikanter Fotos, die ihn eng umschlungen mit einer Bikini-Schönheit zeigen, zum Übertritt in eine andere Kirche entschlossen. Aber Kirche muss sein.

Wie die Schweizer die Welt sehen.

Der Tucholsky -Schwindel

Die Presse hat es schon im Herbst aufgedeckt, aber in Mainz war am Wochenende MiniPressenMesse (auch Zwerge haben mal klein angefangen) und da kursierte es schon wieder und wurde mir heute zugetragen. Das angebliche Tucholsky-Gedicht zur Finanzkrise.
Nun ja, alte Hüte sind mitunter andernorts der neueste Schrei.

Verstehen Sie Spaß, Herr Schäuble?

VON DANIEL SCHLICHT | © ZEIT ONLINE 18.5.2009 - 13:34 Uhr
SCHLAGWORTE: Zensur Website Strafrecht Urheberrecht

Eine Satireseite über Netzsperren hat die Website des Bundesinnenministeriums parodiert. Dort fand man das nicht lustig.
...
Am vergangenen Dienstag verschwand die Parodie über Netzsperren plötzlich selbst aus dem Netz. Ohne Vorwarnung an den Betreiber löschte sie der Provider. Über die Gründe schwieg er sich zunächst aus, inoffiziell hieß es, die Sperrung sei auf "Bitte des Innenministeriums" erfolgt.
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Der Fall zeigt, welchen Einfluss der Staat schon jetzt auf Provider hat.

der ganze Beitrag

via Roths Splitter

In Hamburg


es ist noch genau eine Woche Zeit, ein Team zum HSH-Nordbanklauf durch die Hamburger Hafencity am Samstag, dem 13.06., anzumelden. Für einen guten Zweck.
mehr dazu bei Frau Isa...

Ein Männerhassbuch.

Henrike Heiland kündigt ihr neues Buch an. Sie tut das sehr geschickt, indem sie auf ihrem Blog behauptet, jemand hätte es als Männerhassbuch bezeichnet. Daraus ergibt sich nun eine heftige Diskussion voller gespielter Missverständnisse. Viral Marketing, gut gemacht. Das Buch, es trägt den Titel "Von wegen Traummann" ist noch nicht auf dem Markt, wird aber bei Heyne schon als Bestseller beworben. Klar, Männerhassbücher sind Bestseller. Auf dem Cover steht auch "Roman" und die Unterzeile "Wie werde ich ihn wieder los?" Sicher ist damit der irrtümliche Traummann gemeint. Weibliche Logik. Statt sich vom Traum vom Traummann abzunabeln. Wird wahrscheinlich eher ein Frauenhassbuch sein, wenn man's richtig liest.

Abschied 2

Bin wieder in Deutschland, in Mainz, in der Goldgrube. Erhole mich vom Jetlag und gewöhne mich an die Umgebung voller Grobmotoriker.
Die nächste Reise ist geplant. Leider ist mir in der Ankündigung und der Terminplanung ein Fehler unterlaufen. Der Tag von Zhen Wus Erleuchtung, der 9.9. nach dem Mondkalender, fällt dieses Jahr nicht auf den 7.10. sondern erst auf den 26. 10. Statt dessen werden aber die Mitreisenden das Mittherbst-Fest am 3. Oktober erleben können. Ein mindestens genauso wichtiges Ereignis im Chinesischen Kalender.
Meldet euch an. je früher desto besser - wegen der Flugpreise.
Tschüss

politiker-stopp.de

Immer wieder befassen sich Politiker mit dem Internet, ohne wirklich etwas davon zu verstehen. Heraus kommen Gesetze, bei denen Netzbürger nicht wissen, ob sie lachen oder weinen sollen. Die aktuelle Zensuraktion von Ministerin von der Leyen ist ein Beispiel.

Doch jetzt gibt es DIE LÖSUNG.

Wie jeder weiß, können Politiker Computer nicht bedienen. Deswegen bekommen sie Internetseiten immer nur als Ausdruck ihrer Bediensteten zu Gesicht. Man spricht deshalb auch von den sogenannten Internet-Ausdruckern. Nun machen wir es ganz einfach. Mit einem minimalen Schnippsel CSS-Code schützen wir alle Seiten vor dem Ausdrucken. Und schwupps - kein Politiker wird jemals wieder eine Internet-Seite zu Gesicht bekommen.

Hier gehts weiter

Die Front gegen Zensursula wird immer breiter. Jetzt aber mitmachen und Petition mitzeichnen.
Weitere Infos

Abschied 1

Gleich bei unserer Ankunft fragte Guan, wie lange wir bleiben und als er hörte, dass wir am 4. Mai wieder zurückfahren, fand er das sehr bedauerlich, denn am 4. sei eine große Party. Die Party wurde vorverlegt auf gestern Abend. Anlass ist der Tag der Jugend, deshalb kann es nicht wegen mir vorverlegt worden sein. So eine Party verläuft nicht mit einem Buffet, Musik vom der Scheibe und rumstehenden Grüppchen, die sich belangloses zuschreien. Hier präsentiert jeder, fast jeder, etwas zum Vergnügen der Allgemeinheit. Obwohl wir eitlen aber unfähigen Langnasen schon mehrmals bekundet hatten, zu einer Darbietung nicht fähig zu sein und uns dann auf einen pseudofolkloristischen Kreistanz geeinigt hatten, den wir spontan und ungeprobt auf die Bühne bringen wollten, hörte ich mich auf Guans Frage, was ich vorführe, antworten, ich würde den Twist tanzen. Was hatte ich da gesagt? Sofort waren sich die anderen einig, ohne zu proben die Backgrounddancers zu mimen. Unterwegs überredeten wir Lin, sie solle das Nummerngirl machen, was ihr aber nicht so recht gefiel. Ich hatte gehofft, noch den Soundtrack von Pulp Fiction auf dem Rechner zu haben, das wäre ein guter Twist gewesen. So blieb mir nur "Can Your Grandpa Rock'n Roll Like This".
Lin wollte nicht das Nummerngirl machen, sondern mit mir tanzen. Fand dann auf dem chinesischen Gegenstück zu Youtube den Film und wir fanden auch die Tanzszene. Hab dann auch noch den Song von Chuck Berry bei iTunes gekauft.
Natürlich hat niemand von den Kids verstanden, was wir da machen, woher auch. Aber es hat Spass gemacht. Wir haben im Gegenzug ja auch nicht verstanden, was die uns vorgeführt haben.
Ein schöner Abend.

Lost in translation


Über mangelhafte Englischkenntnisse und fehlerhafte Übersetzungen kann man sich hier endlos auslassen. Dieses Beispiel aber ist erwähnenswert.
Das Schild hängt direkt an der Akademie als Hinweis auf ein Tor, welches sich nahbei befindet, aber rettungslos verrottet ist und auch nur mühsam auffindbar. In chinesischen Zeichen steht dort "dong tian men" was heißt "Östliches Himmlisches Tor". Darunter finden wir die Übersetzung "Northern Heavenly Gate". Also wieder einmal vertan. Genau. Ich hab Lehrerin Pan darauf angesprochen und sie hat mir bestätigt, dass das nicht richtig ist, was da steht. Es ist nämlich das nördliche himmlische Tor, welches nebenan verfällt. Die chinesische Bezeichnung ist falsch. Na wenn das so ist, dann sind womöglich die "falschen" Übersetzungen, die wir immer wieder vorfinden, richtig.

Was denn eigentlich?

What do you want to learn? Mit dieser Frage wird man am ersten Tag konfrontiert. Wenn man dann nicht ganz klar sagen kann:Ich möchte Taijiquan lernen oder Qigong, dann wird man so ins Programm integriert. Wenn man sagen kann, was man will, wird man auch ins Programm integriert. Man wird hier integriert, so langsam aber stetig eingesogen in den Prozess, der eine Entwicklung in Gang setzt. Dabei wird ganz offensichtlich auf deine Fähigkeiten und Vorkenntnisse Rücksicht genommen und du bekommst, was du brauchst, was du verträgst und was du aushältst. Du hast alles, was mit dir geschieht selbst in der Hand. Sagst du Stopp, wird das respektiert. Solange du nichts sagst, wirst du immer weiter gedrückt, geschoben, gestreckt und gezogen.So gehst du langsam auf, wirst weiter, offener, durchlässiger, duldsamer. Wenn du es zulässt.
Wir haben darüber geredet heute Abend im Kreis der Ausländer. Dass wir meist viel zu viel wollen. Action. Dass wir nur glauben, es könne etwas geschehen, wenn etwas geschieht. Dass wir nicht warten können und damit zufrieden sein können, wenn immer das Selbe geschieht. Tag für Tag. Wie das hier so ist. Eigentlich. Dabei ist das Programm voller Abwechslung. Und wir haben darüber gesprochen, dass es wichtig ist, gute Basics zu haben und die einfach übers Stehen bekommt. Stehen! Einfach dastehen mit weichen Hüftgelenken, die Arme vor dem Körper zu einem Kreis gehalten, Fingerspitzen zueinander, ungefähr in Brusthöhe. Einfach so stehen; 15, 20 Minuten lang; sich entspannen und atmen.
Haben wir dann gemacht bei der Abendmeditation. Ereignisarm könnte man sowas allerdings nicht nennen.
Es ist nicht einfach hier, es ist oft sehr anstrengend. Aber es ist alles ganz einfach. Nichts Besonderes. Man macht das hier so, Und man macht es ja freiwillig. Am besten mit Freude. Dann geht's leichter.