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Xinxinming 25

勿惡六塵  六塵不惡  還同正覺  schmähe nicht die sechs Stäube. die sechs Stäube nicht zu schmähen auch das ist plötzliches Erwachen. Na prima, jetzt müssen wir erst mal klären, was denn die sechs Stäube sind und warum man die nicht schmähen soll. Staub, Erde, Dreck, Unreines, das sind die sechs Stäube. Den Geist verunreinigen die sechs Sinne, die fünf Sinnesorgane und die Welt der Gedanken und Ideen. Nein, das ist nicht unsere Meinung, aber sie wird vielfach vertreten. Denn alles was sich uns durch die Sinne mitteilt, das beschäftigt den Geist. Er schaut und lauscht, schmeckt, schnuppert und fühlt. Er genießt oder verabscheut. Es duftet oder stinkt. Alles, was uns mittels der Sinne durch den Kopf geht, veranlasst zur Bewertung. Deshalb möchte sich manch einer, der sich auf den Weg gemacht hat, die Erleuchtung zu erlangen, seiner Sinne entledigen. Dummkopf. Auch Laozi stellt die Sinne in Frage: fünf farben den blick blenden fünf töne das ohr betören fünf würzen den gaumen trüben Aber was soll das he...

xinxinming 24

不好勞神  何用疎親  欲趣一乘  unnütz den Geist zu bemühen sein Nutz ist gering, aber geliebt besser fährt man fort damit das Eine zu gebrauchen Der Geist ist ein gutes Werkzeug dem Menschen. Wir brauchen ihn um zu lernen, zu verstehen, uns etwas zu merken, zu erinnern. Wir können Pläne schmieden und Phantasien nachhängen. Alles das kann der Geist. Aber kann er uns der Wahrheit näher bringen? Vermittelt der Geist uns Einsicht in die Zusammenhänge des Daseins? Ich glaube nicht. Seit Generationen erforschen wir die Welt. Wir wissen sehr viel inzwischen und wir wissen inzwischen auch, dass uns das alles nicht weiter gebracht hat. Haben wir Ruhe und Frieden gefunden? In uns selbst, in unseren Familien, unserem Gemeinwesen, in der Welt? Auf der anderen Seite erzählen uns Heilig und Mystiker seit Generationen so wie der Meister Sengcan mit seiner Schrift über das Vertrauen in den Geist, wir sollen zur inneren Ruhe finden, den Geist, den suchenden, besänftigen, das Urteilen und Bewerten sein lassen. Hier ...

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wen interessiert, was weiterhin los ist in den heiligen Bergen, lese das Blog von Gail .

xinxinming 23

逍遥绝恼  系念乖真  沈惛不好 ein sorgloses Leben ungestört gedanken gebunden, wahrheit verborgen alles ist dunkel und unklar Xiaoyao, das bedeutet unbeschwert seinen Weg gehen, sorgenfrei mit festem Vertrauen in Dao. Die Dinge sind wie sie sind, die Menschen ebenso. Ob du dir darüber Gedanken machst oder nicht. Die Welt ist voller Erscheinungen, von denen du nichts weißt, von den du nichts hörst, die du nie zu Gesicht bekommst. Über all das wirst du dir auch nie Gedanken machen, wirst nie urteilen oder entscheiden ob sie richtig oder falsch sind, schön oder hässlich. Sie bekümmern dich nicht. Bindest du aber deine Gedanken an etwas auf deinem Weg, schlingt sich dein Geist wie eine Liane um das Objekt, um es zu analysieren, zu bewerten. Wenn du beginnst abzuwägen und zu beurteilen, dann sind die Erscheinungen und Ereignisse nicht mehr was sie sind, sondern was du aus ihnen machst. Meine Worte sind meine Worte. Du entscheidest, ob sie wahr sind oder dumm, klar oder trüb. So lange du darüber spekuli...

Up,up and away

Der letzte Tag vor der Heimreise. Training im Tempel. Dort probt das Palastorchester fröhliche Volksweisen und Lobpreisungen an Zhen Wu. Das geht so hin und her und ist manchmal nicht auseinander zu halten, weil es sich auch gegenseitig beeinflusst hat. Dann läuft die Nachwuchsmannschaft auf, was die touristischen Fotografen noch mehr von uns ablenkt. Über dem ganzen Schauspiel ein strahlend blauer Himmel, nicht eine Wolke. Zhen Wu gibt sein Bestes. Liebe Leser, wenn die Briefe dieser Reise bisher etwas unglücklich geklungen haben, mag sein, dann sei Euch hiermit versichert: Die Wudang Daoist Gongfu Academie lebt, pulsiert, macht wieder Freude und ist eine Reise wert. Nach neuesten Meldungen steht auch Obermeister Zhong wieder am Spielfeldrand und blickt streng. Mich hatte er am letzten Tag dann auch noch ausgekuckt, wegen Korrekturen der gelernten Taiji-Form. Gerade da, wo ich war hatte er doch einiges auszusetzen. Nachdem dies mit einigem Ruckeln und Zuckeln an meinen Armen etc. ge...

Frühling

Da ist wieder was los im Hof, vor meiner Tür. Aber anders, nicht wie bei den Pilgern, mit Geschrei und Gekeife. Etwas sehr lebendiges, frisches. Ich stecke meine Nase raus. Die Kids sind da. Die Kleinen, oder sagen wir mal das mittlere Alter, so um die 12 bis 15 Jahre. An die zwanzig junge Menschen im Hof. Mit Waffen und Reiseköfferchen. Da keiner in der Nähe ist den ich fragen könnte (bei den Kids brauch ich mein Chinesisch nicht erst ausprobieren) kann ich nuir vermuten. Sammeln, Training und dann Abreise auf Tournee. Oder zumindest einer kleinen Performance oder schon wieder irgendwo eine der vielen Nationalen Meisterschaften. Das war gestern. Und heute laufen noch mehr von den kleinen wuseligen Kerlchen ein. Auch die Kleinen. Und auch Yarou, die ich fragen kann. Weil die Bürschlein auch Bettdecken und sehr perönlich aussehende Dongxi mit sich schleppen, vermute ich doch einen längeren Aufenthalt. Wie lange sie denn bleiben, frage ich Yarou. So ca. 50. Tage? Nein Leute. Noch mal: wi...

Der Neue

Wir haben einen neuen Prospekt. Für die Akademie. Werbung. Auf Chinesisch und auf Englisch. Da steht drin, wir hätten einen erstklassigen Koch. Mit besonderen Spezialitäten, Geschmacksrichtung Szechuan. Das wär doch prima, sollte man glauben. Aber als ich den Prospekt durchgelesen habe, da waren wir schon zwei Wochen hier und hatten von dem Essen in der Kantine die Schnauze voll, wie man so schön sagt, was hier wörtlich zu nehmen ist. Meist sind wir ausgegangen in eine der kleinen Klitschen hier, wo unbekannte, von Sternen verschonte Kochkünstler ihr Wesen treiben und unseren Gaumen neue Kitzel zufügen können. Ganz einfach so mit einem Wok und einer handvoll Gewürzen. Also dieser Mann da in der Küche der Akademie, der sollte bitte sein Sterne wieder abgeben. Jetzt hieß es auf einmal: Wir haben einen neuen Koch. Der hat schon drei Monate lang auf der Expo für unsere Jungs und Mädel gekocht und die wären ganz begeistert von ihm. Hat mir Guan Shifu erzählt, als ich bei ihm zum Essen gelad...