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Xinxinming 26

智者無為  愚人自縛  法無異法  der Weise lässt sein der Narr beharrt das Gesetz ist das Gleiche Der Weise verweilt in Untätigkeit, in Tatenlosigkeit, er vermeidet Aktionismus, blinden Eifer, greift nicht ein, lässt den Dingen, den Ereignissen seinen Lauf. Er mischt sich nicht ein, das ist sein Seinlassen. Weiß ich, was gut ist für die Welt? Kann ich das Universum in die Hand nehmen und es besser machen? Bedeutet das nicht, denen die Geschicke zu überlassen, die handeln, sich einmischen oder einfach die Dinge in die Hand nehmen, anpacken und verändern? Der Narr kreist um sich selbst, seine Gedanken, seine Überzeugungen, seine Ideen. So muss es sein, so muss es geschehen. Diese will ich tun, jenes soll aus der Welt. Er betrachtet, er urteilt, bejaht und verneint. Nichts ist in seinen Augen, was es ist. Alles ist nur so, wie er es sieht. Was er glaubt, was er denkt, was er für richtig hält, das ist das Maß aller Dinge, allen Seins für ihn. Er ist es, der glaubt, die Geschicke der Welt regeln zu müsse...

Entscheidend

Vor langer, langer Zeit, als ich noch nicht das Rauchen aufgegeben hatte, da kaufte ich auch ständig diese kleinen Feuerzeuge, die bunten Plastikdinger von Bic oder aus dem Supermarkt. Aber sie blieben nie lange bei mir. Sie verschwanden, vor ihrem natürlichen Ende. Ich war nicht der Einzige, dem es so erging. Auch andere Raucher konnten dieses Phänomen bezeugen. Eines Tages nahm ich mir ernsthaft dieses Thema vor. Irgendwohin mussten diese Feuerzeuge doch verschwinden. Womöglich in das gleiche Paralleluniversum, in dem die einzelnen Socken sich aufhalten. Aber für wahrscheinlicher hielt ich es, dass die Feuerzeuge in den Taschen anderer Raucher landeten. Ich beschloss an diesem Tag, die Seiten zu wechseln. Fürderhin wollte ich zu denen gehören, die immer zumindest ein Feuerzeug in der Tasche haben, besser noch zwei oder drei. Es funktionierte, und schwör, ich habe nie bewusst ein Feuerzeug eingesteckt, das mir nicht gehörte. Wie ich darauf komme? Neulich gab es bei meinem Computer ein...

Xinxinming 25

勿惡六塵  六塵不惡  還同正覺  schmähe nicht die sechs Stäube. die sechs Stäube nicht zu schmähen auch das ist plötzliches Erwachen. Na prima, jetzt müssen wir erst mal klären, was denn die sechs Stäube sind und warum man die nicht schmähen soll. Staub, Erde, Dreck, Unreines, das sind die sechs Stäube. Den Geist verunreinigen die sechs Sinne, die fünf Sinnesorgane und die Welt der Gedanken und Ideen. Nein, das ist nicht unsere Meinung, aber sie wird vielfach vertreten. Denn alles was sich uns durch die Sinne mitteilt, das beschäftigt den Geist. Er schaut und lauscht, schmeckt, schnuppert und fühlt. Er genießt oder verabscheut. Es duftet oder stinkt. Alles, was uns mittels der Sinne durch den Kopf geht, veranlasst zur Bewertung. Deshalb möchte sich manch einer, der sich auf den Weg gemacht hat, die Erleuchtung zu erlangen, seiner Sinne entledigen. Dummkopf. Auch Laozi stellt die Sinne in Frage: fünf farben den blick blenden fünf töne das ohr betören fünf würzen den gaumen trüben Aber was soll das he...

xinxinming 24

不好勞神  何用疎親  欲趣一乘  unnütz den Geist zu bemühen sein Nutz ist gering, aber geliebt besser fährt man fort damit das Eine zu gebrauchen Der Geist ist ein gutes Werkzeug dem Menschen. Wir brauchen ihn um zu lernen, zu verstehen, uns etwas zu merken, zu erinnern. Wir können Pläne schmieden und Phantasien nachhängen. Alles das kann der Geist. Aber kann er uns der Wahrheit näher bringen? Vermittelt der Geist uns Einsicht in die Zusammenhänge des Daseins? Ich glaube nicht. Seit Generationen erforschen wir die Welt. Wir wissen sehr viel inzwischen und wir wissen inzwischen auch, dass uns das alles nicht weiter gebracht hat. Haben wir Ruhe und Frieden gefunden? In uns selbst, in unseren Familien, unserem Gemeinwesen, in der Welt? Auf der anderen Seite erzählen uns Heilig und Mystiker seit Generationen so wie der Meister Sengcan mit seiner Schrift über das Vertrauen in den Geist, wir sollen zur inneren Ruhe finden, den Geist, den suchenden, besänftigen, das Urteilen und Bewerten sein lassen. Hier ...

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wen interessiert, was weiterhin los ist in den heiligen Bergen, lese das Blog von Gail .

xinxinming 23

逍遥绝恼  系念乖真  沈惛不好 ein sorgloses Leben ungestört gedanken gebunden, wahrheit verborgen alles ist dunkel und unklar Xiaoyao, das bedeutet unbeschwert seinen Weg gehen, sorgenfrei mit festem Vertrauen in Dao. Die Dinge sind wie sie sind, die Menschen ebenso. Ob du dir darüber Gedanken machst oder nicht. Die Welt ist voller Erscheinungen, von denen du nichts weißt, von den du nichts hörst, die du nie zu Gesicht bekommst. Über all das wirst du dir auch nie Gedanken machen, wirst nie urteilen oder entscheiden ob sie richtig oder falsch sind, schön oder hässlich. Sie bekümmern dich nicht. Bindest du aber deine Gedanken an etwas auf deinem Weg, schlingt sich dein Geist wie eine Liane um das Objekt, um es zu analysieren, zu bewerten. Wenn du beginnst abzuwägen und zu beurteilen, dann sind die Erscheinungen und Ereignisse nicht mehr was sie sind, sondern was du aus ihnen machst. Meine Worte sind meine Worte. Du entscheidest, ob sie wahr sind oder dumm, klar oder trüb. So lange du darüber spekuli...

Up,up and away

Der letzte Tag vor der Heimreise. Training im Tempel. Dort probt das Palastorchester fröhliche Volksweisen und Lobpreisungen an Zhen Wu. Das geht so hin und her und ist manchmal nicht auseinander zu halten, weil es sich auch gegenseitig beeinflusst hat. Dann läuft die Nachwuchsmannschaft auf, was die touristischen Fotografen noch mehr von uns ablenkt. Über dem ganzen Schauspiel ein strahlend blauer Himmel, nicht eine Wolke. Zhen Wu gibt sein Bestes. Liebe Leser, wenn die Briefe dieser Reise bisher etwas unglücklich geklungen haben, mag sein, dann sei Euch hiermit versichert: Die Wudang Daoist Gongfu Academie lebt, pulsiert, macht wieder Freude und ist eine Reise wert. Nach neuesten Meldungen steht auch Obermeister Zhong wieder am Spielfeldrand und blickt streng. Mich hatte er am letzten Tag dann auch noch ausgekuckt, wegen Korrekturen der gelernten Taiji-Form. Gerade da, wo ich war hatte er doch einiges auszusetzen. Nachdem dies mit einigem Ruckeln und Zuckeln an meinen Armen etc. ge...