Im Herbst 2025 begann in Fort Worth (Texas) eine außergewöhnliche Friedensaktion, die Menschen quer durch die Vereinigten Staaten bewegte – nicht in Reden oder Demonstrationen, sondern in ruhigen, achtsamen Schritten. Eine Gruppe buddhistischer Mönche machte sich zu Fuß auf den Weg nach Washington, D.C., um eine Botschaft der Achtsamkeit, des Mitgefühls und der inneren Ruhe zu verbreiten. Der Weg selbst – mehr als nur eine Strecke Der „Walk for Peace“ – begann am 26. Oktober 2025. Rund zwei Dutzend Theravāda-Mönche vom Hương Đạo Vipassana Bhavana Center in Fort Worth setzten sich zu einer Pilgerreise von etwa 2.300 Meilen (ca. 3.700 km) in Bewegung, die sie durch Texas, Louisiana, Mississippi, Alabama, Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland und schließlich zur US-Hauptstadt führte. Während 108 Tagen – eine Zahl mit spiritueller Bedeutung im Buddhismus – schritten sie bewusst voran: langsam, achtsam, oft in Stille. Sie trugen einfache Gewänder und wenig mehr als ihr...
Willkommen, schöner Jüngling! - Du Wonne der Natur! - Mit deinem Blumenkörbchen - Willkommen auf der Flur! - Ei! ei! da bist ja wieder! - Und bist so lieb und schön! - Und freun wir uns so herzlich, - Entgegen dir zu gehn. - Denkst auch noch an mein Mädchen? - Ei, Lieber, denke doch! - Dort liebte mich das Mädchen, - Und 's Mädchen liebt mich noch! ... usw. wer sowas schreibt, der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank, den haben se mit dem Klammerbeutel gepudert, der hätte heute wahrscheinlich Hello Kitty Sitzbezüge im Auto. Das ist von Schiller, den hat man mal unseren "Nationaldichter" geschimpft und ich war auf einer Schule die nach ihm benannt war. Hätte man mir damals dieses Gedicht gezeigt, ich wär auch als 10jähriger schreiend davon gerannt und hätte meine Eltern gebeten, mich lieber auf eine Montessori Schule zu schicken. Ei, ei, da bist ja wieder ...
(für Henrike) Der Karmabegriff, der sich in unsere Alltagskultur einnistet, ist eine grässliche Mischpoke. In ihm verquasten sich Elemente seiner Herkunftsreligionen mit christlichen Konzepten und Wertvorstellungen. Das Sanskritwort bedeutet "wirken" oder "Tat" also eher ein Aktivum als im gegenwärtige Verständnis, welches eher zu den Folgen einer Tat, ihrem Bewirken oder gar ihrer Rückwirkung tendiert. Vor allem drängt sich der Gedanke einer Bestrafung oder Belohnung jeder Handlung auf, der dem ursprünglichen Konzept nicht inne wohnt. Im Hinduismus meint man schlicht, dass alles was man tut seine Wirkung hat und dass dieses Wirken sich kontinuierlich fortsetzt. Es klingt die Wirkung nicht aus, so wie ein Wasser, in welches ich einen Stein werfe, wieder ruhig wird, sondern setzt sich über das Ufer hinaus fort und wirkt in alle Zeiten weiter. So wird dieses Wirken, diese Tat auch in irgendeiner Form zu irgendeiner Zeit auch wieder auf mich treffen, sofern ich denn eb...
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