24.02.2012

Sendung Februar 2012

Es ist nur ein Umzug, hatte ich gedacht, ich werde woanders wohnen. Das ist alles. Aber es zeigt sich, es ist mehr, es ist eine Veränderung. 
Wenn du vor einer Türe stehst, dann kannst du dich lange mit dieser Tür aufhalten. Dich mit ihrer Verarbeitung, ihrer Gestaltung oder ihrer Qualität  beschäftigen. Du kannst bewundern, wie gut sie sich in die Wand einpasst, wie stabil sie ist. Dich an der Maserung des Holzes erfreuen oder an den Spuren der Zeit. Einige werden bald wieder das Interesse verlieren, andere werden sie vielleicht sogar verändern wollen. Neu streichen. Oder nicht mehr Tür nennen wollen, sondern Porta oder gate. Aber anscheinend wissen viele nicht, wie man hindurch kommt, wissen noch nicht mal, dass dies der Sinn und Zweck einer Tür ist. Einen Durchgang zu versperren, aber doch möglich zu machen. 
Was man braucht, ist einen Schlüssel. Wer den Schlüssel kennt, kann die Tür benutzen. Ohne Schlüssel ist sie ein Hindernis. Möchte man aber hindurch, braucht man den richtigen Schlüssel.
Hat man den Schlüssel, weiß aber nicht, zu welcher Tür er gehört, dann ist er nutzlos. Beides gehört zusammen. 
Wenn ich in diesem Gleichnis bisher die Tür gezeigt und beschrieben habe, dann will ich in Zukunft den Schlüssel weiter geben. Das ist die Veränderung.  

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