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Die Magie des Xian Tian Hun Yuan Gong

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Wie sich das anfühlt

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wenn in ein Dorf mit wenigen hundert Einwohnern plötzlich eine Unterbringung für 3000 Fremde gebaut wird, Fremde mit fremder Kultur, wenig integrationsbereit, die nicht arbeiten gehen sondern den ganzen Tag rumlungern, Drogen konsumieren und es schon mal vorkommt, dass einer der Männer, oder auch mehrere, einer einheimischen Frau an den Hintern oder die Brüste fassen. Wenn nur wenige die Sprache des Landes sprechen, sogar die meisten erwarten, ihre neuen Gastgeber sollten doch ihre Sprache lernen. Wenn nach und nach deren Kultur die einheimische verdrängt, deren Feste gefeiert werden, deren Bräuche übernommen. Wenn das nicht nur in einem Dorf geschieht sondern in zehn, zwanzig, mehr. Wenn irgendwann so viele Fremde da sind wie Einheimische. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich das anfühlt, obwohl ich es sehe, vor Augen habe und mir ein Graus ist, obwohl ich dazu gehöre. Selber bin ich Fremder, hier auf Teneriffa, wo die Landschaft, die Kultur, die Sprache zerstört wird von den Tour...

Auf meiner lebenslangen Reise

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durch Raum und Zeit begegnen mir gelegentlich Anhäufungen von Eiweißmolekülen, die ganz selbstverständlich von Qi, Karma oder verwandten Begriffen reden, meist ohne rechte Ahnung, um was es dabei geht. Aber wer weiß das schon? Viel häufiger sind jedoch noch immer die skeptischen Blicke, die Zweifel an meinem Verstand (die ich insgeheim teile) und die Versuche, rasch das Thema zu wechseln, wenn ich sage, was ich so mache. Das Mindeste sind Hinweise, dass das ja alles nicht zu beweisen sei und sicher viel Betrug dabei im Spiel ist, und die Frage, ob ich das selber glaube oder nur mein Geld damit verdiene. Diese Skeptiker haben vielleicht kurz zuvor noch ein Selfie geschossen und schnell an einige Freunde verschickt. Ein Foto, Abbild der Realität von Teneriffa mal eben so nach Deutschland, USA oder Australien, das macht keinen Unterschied, zielgenau auf ein Emfängergerät, dessen Adresse gerade mal aus vorname.name@345.com besteht. Und das Bild kommt an, ziemlich authentisch, ziemlich...

Das Leben ist eine Baustelle

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Gebaut wird immer. Irgendwo hier wird immer etwas erneuert, renoviert oder ganz neu geschaffen. In den ersten jahren waren wir immer im Tian Lu Hotel. Einmal wurde während unseres Aufenthaltes die Fasade gestrichen bzw. gesprüht. Mit einer Farbe, die in Deutschland wahrscheinlich schon seit 100 Jahren verboten ist. Dann wurde in der Akademie, in dem runtergekommenen 70erJahre Hotel, die obere Etage für devisenbringende Touristen renoviert. Hat man richtig gut gemacht, muss gesagt werden. Und im Verlauf der Zeit wurden auch die anderen Etagen zumindest ordentlich mit Strom versorgt und weiße Farbe an den Wänden angebracht. Dann sah ich auch jenes Gebäude im traditionellen Stil, im Quadrat um einen Hof, an dem gearbeitet wurde und dachte mir, das wäre was schönes für unsere Akademie. Zwei Jahre später war das "Hotel" verkauft, alle ausgezogen und wir Touristen in dem Quadrat untergebracht, das ansonsten Unterkunft bot für Pilger, die die Nacht zum Tag machten.  Im Tempel wu...

Fortschritte

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Gestern hat Zhong Shifu davon erzählt, wie er als 14jähriger hier hin kam in die Wudang Berge. Von den Eltern geschickt, weil er schwächlich war und ständig krank. Damals, in den 80er Jahren, hatten sie hier nur eine notdürftige Unterkunft, mit Löchern im Dach, die man immer wieder versuchte zu flicken. Keine richtige Toilette, erst recht keine Dusche. Nach dem Training sind sie in den Teich gesprungen vorm Zixiaogong, auch im Winter. Da mussten sie erst das Eis aufhacken. Trinkwasser musste vom Berg aus einer Quelle geholt werden, Feuerholz im Wald gesammelt. Nun leben wir daran gemessen im puren Luxus, mit Toiletten in jedem Zimmer, heißer Dusche und einer Köchin, die für das leibliche Wohl sorgt. So hat der Fortschritt viel Verbesserung und Erleichterung gebracht. Aber, so meint der Meister, würden die Schüler nicht mehr so erfolgreiche Fortschritte machen. Er hat Sorge, dass vieles verloren gehen könnte. Es wird jetzt zwar alles verbreitet und nicht mehr so geheim gehalten, wie...

Money money money...

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Bei dem einen wurde eingebrochen, mir wurde Geld gestohlen, eine Freundin fühlt sich als Sklave des Geldes. Nun mal langsam. Zunächst denke ich, ist jener Mensch, der mir Geld gestohlen hat ein größerer Sklave des Geldes, wenn überhaupt. Gestohlen wird, was einen Wert darstellt, manchmal für den Bestohlenen einen größeren, als der Dieb dafür einlösen kann. Wert aber ist etwas sehr abstraktes. Wert kommt in der Natur nicht vor. Er existiert nur in unserer Vorstellung. Die folgende Belehrung stammt nicht von mir, ich habe sie in einem Buch gelesen, weiß nicht mal mehr, in welchem. Ein Dollar hat einen bestimmten Wert, auf den sich die Gesellschaft im allgemeinen geeinigt hat. Es wurde zwar nicht jeder gefragt, wieviel ihm das Papier wert sei, das regelt der Markt. Früher war der Geldschein noch ein Garant für eine bestimmt Menge Goldes, die die Bank jederzeit bereit war, dem Besitzer dafür auszuhändigen. Diese Zeiten sind vorbei. Obwohl die Bundesbank, welche die Geldscheine ausgibt d...

Eine Schale

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Du hast eine Schale, eine, die groß genug ist, eine Portion Reis mit Gemüse zu fassen oder aus der du eine Suppe trinken kannst. Für unsere Betrachtung ist es völlig irrelevant, aus welchem Material die Schale ist. Sie kann aus Keramik, Glas, Blech oder Plastik sein. Was uns interessiert ist das Potential der Schale. Wenn sie leer ist, kann sie mit allem möglichen gefüllt werden: mit Nahrung, Sand, kleinen Souvernirs aus dem letzten Urlaub, du legst deine Schlüssel hinein, was auch immer. Alles was nicht zu groß ist, kann in der Schale Platz finden. Solange nichts anderes darin ist, solange sie leer ist. In dem Moment, in dem du sie mit etwas füllst, gibst du ihr eine Bestimmung. Ihr Potential verändert sich. Solange sie leer ist, ist sie aufnahmebereit. Gibst du ihr eine Bestimmung, wird sie definiert. Sie wird zur Schlüsselschale, oder zur Suppenschale. Vielleicht hast du die Schale aber gekauft, oder geschenkt bekommen, weil sie eine besonders schöne Schale ist. Sie ist aus so her...