11.02.2026

Walk for Peace – Eine stille Pilgerreise für Frieden & Mitgefühl

Im Herbst 2025 begann in Fort Worth (Texas) eine außergewöhnliche Friedensaktion, die Menschen quer durch die Vereinigten Staaten bewegte – nicht in Reden oder Demonstrationen, sondern in ruhigen, achtsamen Schritten. Eine Gruppe buddhistischer Mönche machte sich zu Fuß auf den Weg nach Washington, D.C., um eine Botschaft der Achtsamkeit, des Mitgefühls und der inneren Ruhe zu verbreiten.



Der Weg selbst – mehr als nur eine Strecke

Der „Walk for Peace“ – begann am 26. Oktober 2025. Rund zwei Dutzend Theravāda-Mönche vom Hương Đạo Vipassana Bhavana Center in Fort Worth setzten sich zu einer Pilgerreise von etwa 2.300 Meilen (ca. 3.700 km) in Bewegung, die sie durch Texas, Louisiana, Mississippi, Alabama, Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland und schließlich zur US-Hauptstadt führte.

Während 108 Tagen – eine Zahl mit spiritueller Bedeutung im Buddhismus – schritten sie bewusst voran: langsam, achtsam, oft in Stille. Sie trugen einfache Gewänder und wenig mehr als ihren Entschluss, Frieden sichtbar zu machen … Schritt für Schritt.
Warum gehen sie? Die Botschaft hinter dem Marsch

Anders als viele Protestbewegungen war dieser Marsch keine politische Kundgebung – er war eine spirituelle Einladung:

• Peace begins within – Frieden beginnt im Inneren.
• Achtsamkeit im Alltag statt Polarisierung.
• Mitgefühl und Verbundenheit statt Trennung.

Die Mönche betonten stets, dass ihr Weg keine politische Agenda verfolgt, sondern den Menschen Mut machen soll, „Frieden durch tägliche Handlungen, achtsame Schritte und ein offenes Herz“ zu leben. 


Aloka – der Friedenshund, der Herzen gewann

Auf dieser langen Reise begleiteten die Mönche nicht nur ihre Botschaft, sondern auch einen ganz besonderen Gefährten: Aloka, ein ehemaliger Straßenhund aus Indien, der sich ihnen anschloss und schnell zum Symbol des Weges wurde. Mit seiner ruhigen Präsenz zog Aloka die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sich – online wie offline.
Unterwegs – Begegnungen, Herausforderungen & Resonanz

Die Reise war kein ruhiger Spaziergang durch leere Landschaften. Die Mönche gingen durch Städte und ländliche Regionen gleichermaßen, wurden von Tausenden Menschen begrüßt und trafen auf unterschiedlichste Reaktionen. Viele blieben stehen, um Blumen zu überreichen, teilten Momente der Stille oder beteiligten sich an kurzen Meditationen am Straßenrand.

Sie gingen durch Hitze und Kälte, durch schneebedeckte Abschnitte und Regen, und trotz Herausforderungen – darunter ein Unfall, bei dem ein Mönch schwere Verletzungen erlitt – setzten sie ihre Pilgerreise unbeirrt fort.

Die Ankunft in Washington, D.C.

Am 10. Februar 2026 erreichte der Walk of Peace sein Ziel: die Hauptstadt der USA. Hunderte Menschen versammelten sich, um die Mönche beim Überqueren der Potomac-Brücke und beim Einzug in die Stadt zu begrüßen. Zeremonien fanden an symbolträchtigen Orten wie der Washington National Cathedral und dem Lincoln Memorialstatt – als Ausdruck von Einheit, Frieden und gemeinsamer Hoffnung.
Warum dieser Weg so wichtig ist

In einer Zeit, in der Konflikte, politische Spaltungen und gesellschaftliche Spannungen den Alltag prägen, zeigt der Walk of Peace:

• Frieden braucht keine politische Bühne – er beginnt im Einzelnen.
• Ein achtsamer Schritt kann mehr Bewegung erzeugen als laute Worte.
• Mitgefühl kann Menschen über kulturelle und soziale Grenzen hinweg verbinden.

Was als stille Pilgerreise begann, wurde zu einer nationalen Inspiration – auf sozialen Medien wie auch im realen Leben.

Der Walk of Peace ist mehr als eine Wanderung – er ist eine zeitgenössische Pilgerreise für das 21. Jahrhundert: ein symbolischer Ruf nach innerer Ruhe, Mitgefühl und Menschlichkeit. Er erinnert uns daran, dass Frieden nicht nur ein abstraktes Ziel, sondern ein Weg ist, der mit jedem achtsamen Schritt beginnt.