WHICH IS THE DAOIST IMMORTAL BODY?

byFabrizio Pregadio

Daoist hagiographic works depict the so-called “immortals” (xianren) as extraordinary human beings endowed with several powers, the most important of which is the ability to reach a life span of indefinite length with their ordinary bodies. When we look at other sources belonging to the traditions that evolved during the history of Daoism, a different picture emerges. These sources show that adepts make use of the physical body in order to generate a new person (shen) that is not subject to death.Among others, early Daoist works (ca. 2nd-6th centuries) describe two main ways to attain immortality. The first is by going through a “simulated death” followed by the refining of the physical body, which then serves as a support for adepts to continue their practices. 


The second way consists in generating an inner “embryo” that is unaffected by death, and is the seed of one’s rebirth as an immortal.Internal Alchemy (Neidan), which developed from ca. 700, inherited elements of both practices. The refining of the basic components of one’s own person results in the generation, gestation, and delivery of an embryo. In certain traditions, the embryo is seen as one’s “dharma-body” (fashen), the unmanifested body of Buddhahood, which is free of birth and death. Despite the differences of perspective, here again the ordinary body is seen a support used to generate the immortal body.

Algarve: Fracking bedroht Portugals Urlauberparadies


Quelle: Contra Magazin in Natur & Umwelt, Wissen & Technik 8. Mai 2016

Es ist ein Schreckensszenario für die Bewohner der Algarve. Sie brauchen Unterstützung gegen die übermächtige Frackinglobby und die Ölkonzerne. Die Vorgängerregierung hat ihnen eine Woche vor den Wahlen noch Rechte übertragen, aus der die jetzige Regierung nicht ohne hohe Abfindungen zu zahlen wieder herauskommen kann.


Von Rui Filipe Gutschmidt

Luisa Schmidt, Soziologin der Universität Lissabon und Umweltaktivistin, schrieb im „Expresso“: „Für die, die noch nicht aufgewacht sind, lassen wir hier einen Weckruf. Allein schon an der Algarve wurden einige Verträge zur Durchführung von Probebohrungen nach Öl und Gas unterzeichnet. Es ist eine Aussaat für Bohrtürme vor den Stränden der Algarve und der Westküste. Andere Bohrtürme für Fracking werden im Hinterland – der Serra – und im Alentejo wachsen. (…) Die Verträge, die mit der Vorgängerregierung eine Woche vor den Wahlen, ausgehandelt wurden, beinhalten Schweigeverpflichtungen und Abfindungsklauseln für den Fall eines Rückziehers bei einem Regierungswechsel.“

Dieser Regierungswechsel hat nun stattgefunden und Umweltaktivisten, Bürgerinitiativen und Medien bekämpfen gemeinsam die Lobbyisten, die sich bereits bei den neuen Machthabern einzuschleimen versuchen und mit einer Mischung aus Versprechungen und Drohungen ihre Interessen gegen den Willen der Bewohner vor Ort durchsetzen wollen. Das Problem sind natürlich, wie auch schon mit anderen privatisierten und konzessionierten Sektoren der Wirtschaft, die Vertragsklauseln, die hohe Abfindungen für den Fall eines Rückziehers vorsehen. Nur ein massiver Protest der Bevölkerung, gepaart mit Einstweiligen Verfügungen und anderen Klagen vor allen möglichen Gerichten, kann hier die vorprogrammierte Umweltkatastrophe noch verhindern. Der Protest ist aber noch viel zu leise. Medien und Politik scheinen derzeit mit „wichtigeren Problemen“ beschäftigt zu sein. Das Thema darf nicht aus den Augen verloren werden.

Erst kürzlich wurde ein portugiesischer Unternehmer, Sousa Sintra, von einem Gericht gestoppt, als er eine 500 Meter Bohrung „nach Wasser“ für eine Handvoll Hektar Land im Alentejo durchgeführt hat. Selbst nachdem er auf Wasser gestoßen war, bohrte er weiter. Hätte er Öl auf seinem Grundstück gefunden, wäre das Grundwasser, der sowieso schon an Wassermangel leidenden Region, in einem weitem Umkreis vergiftet worden. Die Bohrlizenz wurde aber wieder zurückgenommen und die Staatsanwaltschaft ermittelt. Wie es möglich war, eine solche Lizenz für eine Tiefe von 500 Metern (!) zu bekommen ist nicht schwer zu erahnen. Also nachdem die jetzige Regierung darauf hört, was die Menschen zu sagen haben, versucht man das Gesetz zu umgehen.

Wir sehen hier eine typische Aktion der Öl- und Gaslobby, die weltweit agiert und sich dabei überall den Begebenheiten vor Ort anpasst. In Brasilien und anderen Ländern benutzt man massive Korruption. In Venezuela sehen wir einen für Lateinamerika typischen CIA-Putsch seit der Verstaatlichung der Ölproduktion und in Europa sucht man auch nach korrupten Politikern oder Beamte und arbeitet mit allen Tricks die Anwälte in den jeweiligen Gesetzestexten finden können. Das letzte was Portugals Tourismusindustrie braucht, ist ein Ölteppich auf dem Strand und Fracking in der Kornkammer des Landes, dem Alentejo. Das Contra Magazin wird das Thema weiter verfolgen.

Vergesst Chinoiserie, hier geht es deftig zu.


Erstmals liegt der chinesische Klassiker „Die Reise in den Westen“ in vollständiger Übersetzung vor. Sie arbeitet vor allem die philosophisch-religiösen Exkurse dieser Fantasy-Geschichte aus dem sechzehnten Jahrhundert heraus.



Man sagt, China kenne keine Ironie. Aber was ist dann das hier? Mehr als 1200 Seiten lang verfolgt man im chinesischsten aller chinesischen Klassiker, der „Reise in den Westen“, eine eigenartige Pilgertruppe aus Mönch, Affe, Schwein und Wassergeist auf ihrer von Buddha persönlich angeordneten Tour nach Indien, damit sie für ihre leichtlebigen chinesischen Landsleute dort heilige Schriften in Empfang nehmen, in denen nichts Geringeres als das Geheimnis der Schöpfung enthalten sein soll. Doch nachdem man diese Gesellen Kapitel um Kapitel Kämpfe mit schrecklichsten Monstern aller Art hat bestehen sehen, werden sie, als sie dann erschöpft im innersten Zentrum der Weisheit angekommen sind, von den Hütern der Schriften nur gefragt, was sie denn für Gastgeschenke mitgebracht hätten; schließlich müssten ja auch sie, die Schriftenhüter, an ihre Nachfahren denken. Die Pilger können nur eingestehen, dass sie daran nicht gedacht hätten, und dann bekommen sie Hunderte Schriftrollen mit auf den Weg nach Hause, die vollkommen leer sind, ohne ein einziges Schriftzeichen.


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Neues Jahr



Liebes Neue Jahr,
die Leute setzen große Erwartungen in dich. Sie erhoffen sich sehr viel Gutes und befürchten Schlechtes. Sie sprechen dich an, als seist du ein Wesen, ein gütiger Vater, ein Gott oder der Weihnachtsmann. Das ist nicht postfaktisch, das ist präfaktich. Da hat die Aufklärung noch nicht gegriffen. Da herrscht noch Aberglauben. Die Menschen opfern dir Milliarden an Böllern und Feuerwerk, davon könnte man auf einen Schlag ca. 20 Millionen Menschen vor dem Erblinden bewahren. Damit würde man wirklich Glück ins Neue Jahr bringen. Im nächsten Jahr könnte man dann von dem Geld Trinkwasserrechte kaufen und vor Nestlé schützen. Welch ein Glück. Das wäre vernünftig aber eine Augen-OP oder ein Brunnen in Afrika knallen natürlich nicht. Man kann aber knallen und das Geld trotzdem spenden, vielleicht Ende Juni, zur Halbzeit. Wär doch was und wäre vernünftig. Geld genug haben wir dafür.
Nun hatten wir in den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine große Bewegung in der westlichen Welt, wo in Seminaren und Kursen den Menschen klar gemacht wurde, dass man auch mal den Kopf ausschalten muss. Stattdessen auf die Gefühle hören, seine Trauer fühlen und auch mal als Mann weinen - oder seine Wut rauslassen. Nicht immer so kopflastig, so korrekt. Das innere Kind päppeln und auch mal unvernünftig sein.
Diese Generation hat Jahrzehnte gebraucht, aber nun haben sie es endlich gründlich missverstanden und laufen als Jammerlappen und Wutbürger rum. Liebes Neues Jahr, wenn du überhaupt etwas kannst, dann bring sie zur Vernunft, bitte. Aber natürlich kannst du das nicht, weil es dich nicht wirklich gibt. Du bist kein Wesen, nie gewesen. Du existierst nur, weil wir dich schreiben. Weil wir uns entschieden haben, dass du am ersten Januar beginnst. Basta. Du bist soviel wert wie Buchgeld. Aber sie glauben an dich. Natürlich, wir wissen es alle; die Dreckarbeit müssen wir selber machen. Wo wir versagen, schieben wir es Ende Dezember auf dich. Das war ein Scheissjahr, werden sie sagen. Dir ist das egal und wir sind aus dem Schneider. Wir entschulden uns statt uns zu entschuldigen und starten mit guten Vorsätzen ins nächste Versagen.

Lieber Mitmensch, 
es hat ein neues Jahr angefangen, na und. Das ist nichts anderes wie ein neuer Monat, eine neue Woche oder ein neuer Tag. Es ist nicht der Anfang einer neuen Chance, du kannst dein Leben jeden Augenblick ändern. Alles, wirklich alles kannst du dafür zum Anlass nehmen. Ein Sonnenaufgang, ein weinendes Kind, eine verwelkende Blüte oder ein Stein, der ins Wasser fällt. Die Entscheidung liegt bei dir. Verzeih mir, wenn ich dir jetzt auch noch die letzte Illusion raube, aber der Buddhismus predigt nicht die Lehre von einem nächsten Leben als neue Chance, der Buddhismus will dir helfen, aus diesem Scheiss Kreislauf von neuer Tag, neue Woche, neues Jahr, neues Leben auszubrechen. Mit einem ganz einfachen Mittel - indem du zur Vernunft kommst.