Doppeltes Yang

Am neunten Tag des neunten Monats nach dem Mondkalender feiert man in China das Fest der doppelten Neun. Es heißt auch Chong Yang Fest. Das bedeutet doppeltes Yang. In der Yin-und-Yang-Theorie werden den beiden polaren Kräften auch Zahlen zugeordnet. Gerade Zahlen sind Yin, ungerade Zahlen sind Yang. Am 9.9. kommen die beiden höchsten Yang-Zahlen zusammen. Daher der Name. Wenn das Yang am größten wird, wechselt es über in Yin.

Chong Yang ist ein bedeutendes Fest in China seit alters her. Als Fest der goldenen Zeit des Herbstes hat es Ähnlichkeit mit dem Erntedankfest. So gehen die Menschen hinaus und genießen die letzte Farbenfreude der Natur, ehe es in den Winter geht. Schon vor über 2000 Jahren in der westlichen Han-Dynastie zogen die Menschen vor die Tore der Hauptstadt Chan'an auf eine Plattform, um die Schönheit der Natur zu betrachten. Daraus hat sich der Brauch entwickelt, zum Chong Yang-Fest auf eine Anhöhe zu steigen.


Was aber machen die Menschen, die in der Ebene leben, weitab von allen Bergen und Erhebungen? Sie machen ein Picknick und essen einen besonderen Kuchen. Das chinesische Wort für Kuchen ist Gao 糕, aber gao 高 heißt auch "hoch" . So wird das Essen eines Kuchens zum Ersatz für das Ersteigen eines Bergs.
(aus Yürgen Oster „Der Zwölfteilige Brokat - und alles andere“ BoD 2014)

Man führt Chrysanthemen mit sich oder stellt sie im Haus auf um die Luft zu reinigen und vor Krankheit bedingenden Einflüssen zu schützen. Da 99 ein hohes Alter bedeutet, wurde im modernen China das Chong Yang Fest zum Tag der Senioren umgewidmet.

In Wudangshan ist der 9.9. das Fest von Zhen Wus Erleuchtung. Nachdem der Prinz 42 Jahre seiner Selbstkultivierung gewidmet hatte, aber sich selbst noch nicht aufgeben konnte, kam ihm eine Gottheit zur Hilfe. In Gestalt einer schönen jungen Frau versuchte sie, ihn zu verführen. Er aber stieß sie so heftig zurück, dass sie in den Abgrund stürzte. Erschrocken sprang er ihr hinterher, ohne an sich selbst zu denken. In diesem Moment erlangte er Erleuchtung. Fünf Drachen stiegen aus der Tiefe auf und trugen ihn auf den höchsten Gipfel der Wudang Berge. Dort wurde er vom Herrscher des Himmels erwartet und zu einem Unsterblichen erklärt. (Kurzversion der Geschichte)



Dieses Jahr fällt der 9.9. des chinesischen Mondkalenders auf den 28. Oktober. Dazu feiern wir in Berlin mit Taiji Quan aus der Wudang Tradition. Weitere Info hier

Warum ich nicht mehr in Eile bin

Bei meinen Übungen, dem Seidenfaden Qigong zum Beispiel oder auch schon bei einfachen Dehnübungen, zähle ich. Früher habe ich auch beim Zhan Zhuang gezählt, meine Atemzüge. Inzwischen nehme ich den Timer meines Smartphones. Aber dennoch, ich zähle oft.

Vor allem wenn die Bewegungen recht langsam, bedächtig ausgeführt werden, rennt der Geist spätestens ab vier oder fünf voraus. Er ist dann im Hintergrund des aktiven Zählens schon bei acht oder neun bevor ich von vier nach fünf gezählt habe. Der Geist ist schnell. Ihm scheint die Realität zu langsam zu sein. Es gibt aus allen Kulturen kleine Geschichten, wo zum Beispiel die Grete zum Markt geht, mit einem Korb Eiern auf dem Kopf. Und sie denkt sich dabei, dass sie vom Erlös ein Huhn kaufen könnte, dann gebe es mehr Eier, später noch einen Hahn, dann hätte sie bald eine kleine Hühnerfarm, verdiene genug Geld und könne sich den schönsten Burschen aussuchen. Vor Freude hüpft sie hoch und der Korb fällt zu Boden. Selbst ohne den negativen Ausgang der Geschichte sehen wir, wie schnell der Geist ein Universum erschaffen kann.

Alle Ereignisse brauchen ihre Zeit und sie haben ihre Zeit. Im Taiji Quan lernen wir, die Bewegung entstehen zu lassen, ihr nicht im Weg zu sein und sie auch nicht durch eigenes Handeln überflüssig zu machen. Denn alles was wir tun, kann nicht von alleine passieren. Es braucht vielleicht ein wenig länger, aber es ist dann mühelos. Es nimmt seinen Weg, wie Wasser bergab fließt. Von selbst, natürlich, ohne Absicht, ohne Ziel, einfach seiner Natur folgend.

Ich habe davon gelernt, lebe ruhig, warte ab, eile nicht. Alles erscheint von selbst, vergeht von selbst, wie soll ich die Welt in die Hand nehmen und ihre Entwicklung beschleunigen können. Warum soll ich hetzen, wenn ich doch nicht früher ankommen kann, weil es kein Ankommen gibt.


Es ist noch nicht lange her, da habe ich geglaubt, mich im Vermitteln der Künste nun beeilen zu müssen. Ich werde nicht jünger und die mir zur Verfügung stehende Zeit wird weniger. Aber die Leute können nicht schneller lernen. Alles braucht seine Zeit und alles hat seine Zeit. In Eile bin ich innerlich stets der Gegenwart voraus, bin nicht hier, bin nicht jetzt. Es ist nur der Geist, der unruhige, der voraus eilt. Ich bin hier, glaube aber dem Geist. Es gibt einen schönen alten Text, das Xin Xin Ming, die Schrift vom Vertrauen in den Geist. Gilt als der erste Text im Zen. Es meint aber nicht den unruhigen Geist, den hin und her springenden, den zweifelnden, abwägenden, leugnenden Geist, sondern den tieferen, himmlischen, wissenden Geist, der dem kindischen zu Grunde liegt. Durch die Bindung an die Substanz jedoch verliert er die Orientierung. Zurückkehren zum Ursprung, zum eigentlichen Wesen schenkt Vertrauen. Was soll man fürchten, was verlangen?

Stell dir die beiden als Menschen vor. Der eine rennt geschäftig hin und her, voller Ideen, die er gleich wieder verwirft, durch neue ersetzt, aufbaut und einreisst, zögert, zweifelt, auf alles eine Antwort hat, die er gleich auch widerlegen kann.
Der andere sitzt derweil an seinem Platz, genießt den Augenblick, atmet ruhig und gleichmäßig, stellt keine Fragen und braucht keine Antworten. Er ist genügsam und einfach, braucht nichts und hat alles.

Wen würdest du um Rat fragen?

Statt also weiter dem Affen Zucker zu geben, sollten wir mit dem Weisen Tee trinken - und abwarten. Je ruhiger und langsamer ich werde, desto mehr Zeit habe ich. So wie ich meine materiellen Güter, die Erscheinungen, reduziert habe, so reduziere ich nun meine Aktivitäten, die Ereignisse. Dabei geschieht so viel, dass ich kaum noch mitkomme. Aber ich bin nicht mehr in Eile.

Nature for your health


Mehr als 50% der Menschen leben heute in städtischen Gebieten. Bis 2050 wird dieser Anteil 70% betragen. Urbanisierung ist mit einer erhöhten psychischen Erkrankung verbunden, aber es ist noch nicht klar, warum. Durch ein kontrolliertes Experiment haben wir untersucht, ob die Naturerfahrung die Rumination beeinflussen würde (Wiederholungsgedanke auf negative Aspekte des Selbst - Grübeln), ein bekannter Risikofaktor für psychische Erkrankungen. Teilnehmer, die auf einem 90-minütigen Spaziergang durch eine natürliche Umgebung gingen, berichteten über ein geringes Maß an Rumination und zeigten eine reduzierte neuronale Aktivität in einem Bereich des Gehirns, der mit dem Risiko einer psychischen Erkrankung verbunden war, verglichen mit denen, die durch eine städtische Umgebung gingen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass zugängliche Naturgebiete für die psychische Gesundheit in unserer schnell urbanisierenden Welt lebenswichtig sein können.

 

Urbanisierung hat viele Vorteile, aber es ist auch mit einer erhöhten psychischen Erkrankung, einschließlich Depressionen verbunden. Es wurde vorgeschlagen, dass eine verminderte Naturerfahrung dazu beitragen kann, die Verbindung zwischen Urbanisierung und Geisteskrankheit zu erklären. Dieser Vorschlag wird durch einen wachsenden Zahl von Korrelations- und Experimentalnachweisen unterstützt, der eine weitere Frage aufwirft: Welche Mechanismen verknüpfen die Naturerfahrung mit der Entwicklung der Geisteskrankheit? Ein solcher Mechanismus könnte der Einfluss der Naturbelastung auf die Rumination sein, ein maladaptives Muster des selbstreferentiellen Denkens, das mit einem erhöhten Risiko für Depressionen und andere psychische Erkrankungen verbunden ist. Wir zeigen an gesunden Teilnehmern, dass ein kurzes Naturerlebnis, ein 90-minütiger Spaziergang in einer natürlichen Umgebung, sowohl die selbst gemeldete Rumination als auch die neuronale Aktivität in der subgenitorischen präfrontalen Kortex (sgPFC) verringert, während ein 90-minütiger Spaziergang in einer städtischen Umgebung keine solchen Effekte auf selbst gemeldete rumination oder neuronale Aktivität hat. In anderen Studien wurde das sgPFC mit einem selbstfokussierten Verhaltensabzug verbunden, der mit der Rumination sowohl in depressiven als auch in gesunden Individuen verbunden war. Diese Studie zeigt einen Weg, durch den die Naturerfahrung das geistige Wohlbefinden verbessern kann und darauf hindeutet, dass zugängliche Naturgebiete innerhalb städtischer Kontexte eine wichtige Ressource für die psychische Gesundheit in unserer schnell urbanisierenden Welt sein können.
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Umzug


Die Schule von Zhong Xue Yong lag immer nahe dem Zixiao Gong, dem Palast der Purpurwolken. Seit ich regelmäßig nach Wudangshan reise, hat er drei verschiedene Gebäude genutzt, nicht mitgerechnet die Interimslösung unten in der Stadt. Zuletzt war er im „Policehotel“ neben dem großen Tian Lu, einem Gebäude, das zu der Polizeistation gehört.
Vor zwei Jahren legte sich die Polizei zwei Hunde zu und baute große Zwinger für die Tiere. Da war das sommerliche Training schon mit dem kontinuierlichen Geräusch eines Betonmixers begleitet und ich hatte den Eindruck, dass die Zeit der Schule an diesem Platz vorbei sei. Auch wurde der Tourismusbetrieb um den Zixiao Gong ständig intensiver. Mitunter war kaum Training im Tempel möglich, weil die Gruppen ohne Rücksicht zu nehmen, quer über den Platz wanderten. Aber wo sollten wir hin?
Ich entdeckte den Lao Jun Tang, einen Tempel mit Klosterzellen in verlassenem und verfallendem Zustand. Aber derzeit gibt es keine Genehmigung für Renovierungen, geschweige denn Umbau. Das Gebiet, das wir unter Wudangshan verstehen ist ungefähr so groß wie Köln. 400 Quadratkilometer mit 72 Gipfeln, die 1994 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Damit sind Veränderungen eingeschränkt. 
Nun gibt es wohl einen neuen Chef bei der Polizei und der will keine Kampfkunstschule dort haben. Jetzt müssen wir umziehen. 
Zhong Xueyong hat ein Gebäude gefunden am Wulong Gong, dem Palast der Fünf Drachen. Das ist der älteste Tempel im Wudang Gebirge.


Er liegt weit ab von den Hauptstrecken der Touristen. Schwierig zu erreichen und sonst keine Attraktionen in der Umgebung. Um die zehn Kilometer Wanderweg entfernt vom Nanyan Tempel und ebenfalls zehn Kilometer in die andere Richtung zur Stadt Laoying.  Die Situation entspricht in etwa meiner Vorstellung, die ich 2005 hatte, als wir zum ersten Mal Wudangshan besuchten. Ein einsamer Tempel inmitten der Berge, halb verfallen, einige Mönche, die Taijiquan praktizieren. Ruhig, vielleicht auch etwas einsam. Aber das gehört wohl eher dazu, als zwischen Touristen zu posieren. 



Ob unsere neue Schule nächstes Jahr im Mai schon fertig ist, weiß ich nicht. Meister Zhong ist sich sicher. Ich vertraue ihm. Also werden wir reisen. Bist du dabei?



Mahakala

Zhujiajiao ist eine bekannte 'Wasserstadt' nahe bei Shanghai. Überschaubar, kleiner als Sushou, beide werben gerne als das Venedig Chinas. Wirklich sehenswert, aber natürlich auch sehr touristisch. Meine Freundin Anjing, die dort ein zu empfehlendes Hostel betreibt (My Way), gab mir am dritten Tag den Tipp, mit dem Bus nach Jinze zu fahren, ebenfalls am Wasser, gänzlich untouristisch. Die Leute dort wollen ihre Ruhe haben. Zirka eine Stunde musste ich fahren, den historischen Teil von Jinze habe ich fast nicht gefunden, so wenig wollen sie Besuch haben.
Es gibt dort mehrere Brücken aus verschiedenen Epochen, das ist vielleicht auch das einzig Sehenswerte in Jinze. Wenn man nicht, so wie ich, mal da hin geht, wo es interessant aussieht, wenn auch nicht unbedingt einladend. Eine Privatstraße, ein neues Gebäude im traditionellen Stil und keine Leute. Am Ende der Straße kommt eine junge Frau aus einem kleineren Haus, einem Büro, und möchte wissen, was ich denn dort will.
Na, mich umsehen, sieht doch interessant aus.
Ja, ist aber nicht öffentlich, man kann Führungen voranmelden.
Nun bin ich aber jetzt da. Was ist es denn?
An dieser Stelle versagen für eine Weile unsere gegenseitigen Fremdsprachenkenntnisse.
Ein Flyer wird geholt. Arts and Crafts Center. Private Stiftung.
Was es denn zu sehen gibt?
Noch nicht viel. Stoffe färben, weben... alles andere ist noch in Arbeit.
Einen chinesischen Garten gibt es zu sehen. Man hätte noch eine kleine Sammlung tibetischer Kunst. Ob mich das vielleicht interessiere. Und ob.
Ein QR-Code wird gescannt, eine Nummer eingetippt, eine Tür öffnet sich, Licht geht an.
Ich stehe in einem fensterlosen Saal, ich vorwitzige Langnase, allein mit der jungen Frau, vor einer goldenen Wand mit goldenen Skulpturen. Ich habe offenbar eine Audienz bei den Göttern.


Dann steht da noch so ein grusliger kleiner Kerl im Feuerkranz auf einem Sockel, den ich außerordentlich anziehend finde. Ob ich fotografieren darf? Ich darf.
Noch ein paar konservierte Sandmandalas, ganz sicher faszinierend, aber offenbar war der Zweck dieses Besuchs erfüllt, ich wollte und sollte gehen. Noch der übliche Austausch von Wechat Adressen und Webseite (jinze.org). Vielen Dank, ich komme bestimmt wieder.


Draussen, die Brücken, der Bus zurück. Was war das? Anjing kannte das Center nicht, noch nie von gehört. Am nächsten Tag wurde ich krank. Ziemlich krank. Schlimmer als Männergrippe. Lungenentzündung sagt später der Arzt.
Aber ich wollte wissen, wer dieser kleine Kerl ist.
Mein Freund Wilfried steht dem tibetischen Buddhismus nahe. Er kann mir sagen, dass es sich um eine Mahakala Darstellung handelt, aber nicht, um welchen Aspekt. Auch sein Lehrer weiss nicht weiter.
Tage später sagt mir dann meine Freundin Xuan Xia, es sei ein Da Hei Tian (大黑天). Ich brauche einige Zeit und ein besseres Internet, um zu begreifen, dass dies die chinesische Übersetzung für Mahakala ist. Dann geht alles ganz schnell. Eine Anfrage an die Facebook Gemeinde, einer liegt daneben, ein anderer findet die gleiche Gestalt mit den gleichen Utensilien in einem Buch.
Mahakala Panjaranatha.
Panjaranatha wird als der original Mahakala verstanden, von dem alle weiteren Manifestationen ausgehen. Er ist der größte Beschützer aller Klöster und Tempel. Er trägt seinen Grauen erregenden Schmuck, um damit seine Entschlossenheit zu demonstrieren, auch das Schreckliche zu erlösen.
Warum ich ihm begegnen musste, warum ich daraufhin so krank wurde und ob das alles überhaupt einen Zusammenhang hat, das weiß ich nicht. Als Geschichte finde ich es erzählenswert.

Ich gehe

Mein Leben ist zu einem Draußensein geworden, das Drinnen ist nur Station, Übergang zwischen zwei Draußen. 
Draußen sind die Anderen, jene, die ich kenne und jene, die ich noch nicht kenne, denen ich begegnen möchte. Das Draußen enthebt mich der Sorge ums Ich, dort sorgt alles für sich selbst. Ich verliert an Bedeutung angesichts der Weite des Draußens, angesichts der Unendlichkeit des Raums. Dieser Raum ist nicht zu bewältigen, er ist überwältigend. Da er nicht erledigt werden kann, gib es kein Ziel, gibt es kein Ende. Die Weite es Raums erzeugt Ruhe in der Zeit. Keine Hetze, keine Eile, keine Jagd. Es ist gleichgültig, an welchem Punkt ich mich befinde. Jeder ist gut, jeder ist richtig. 
Ich gehe, weiter. Immer bin ich gegangen. Zur Schule, zur Arbeit, zur Akademie und wieder heim. Die schnellen Transporte, zu denen ich mich auch jetzt noch zwinge, waren nie meins, waren und sind mir immer zu schnell, zu überraschend. Man steigt ein, starrt verwundert hinaus auf die vorbei rauschende Landschaft, die einen nicht berührt, deren Luft man nicht atmet, deren Boden man nicht spürt. Da sind Häuser, Menschen, Bäume, Landschaften. Kaum hat man sie erkannt, sind sie schon ausgetauscht gegen neue. Sie verfliegen wie die Zeit, die man verbringt in dem Gehäuse. 
Das Fahrrad habe ich probiert, es sagt mir nicht zu. Es täuscht. Im Gehen hält man inne, schaut sich um, wechselt Worte. Nicht so auf dem Rad. Es treibt weiter, läuft und läuft. Anhalten kostet Kraft beim neuerlichen Anfahren. Auch muss man das Gerät halten, die Balance wird gestört. Das Fahrrad sagt mir nicht zu. 

Wenn ich gehe, bin ich frei.

»Der Körper leicht, das Herz voller Freude«

Im Taijiquan Qigong Journal Ausgabe 65 - 3/2016 erschien mein Artikel über den Meditationsleitfaden des chinesischen Arzt Sun Simiao.

Sun Simiao, ein berühmter Arzt der Tang-Zeit, trug mit seinen Schriften nicht nur wesentlich zur Entwicklung der chinesischen Medizin bei, sondern befasste sich auch mit der Kultivierung geistiger Ausgeglichenheit, da ihm die rechte Lebensführung als Weg zur Gesundheit galt. Yürgen Oster führt in den Bereich Meditation ein und kommentiert die »Schrift vom Bewahren des Shen und Kultivieren des Qì«, in der Sun Simiao den Weg vom Sammeln des Qi im Dantian bis hin zur Unsterblichkeit in fünf Stadien der Beruhigung des Geistes und sieben weiteren Stufen weist.

Der Artikel ist jetzt hier abrufbar.

5 Phasen - Hou Tian und Xian Tian

Woher kommt das alles, dieses Leben, das Universum mit seinen Erscheinungen und Ereignissen? Manche Menschen stellen sich diese Frage nie, manche hin und wieder und einige widmen ihr Leben der Suche nach Antwort. Sie studieren Physik oder Qigong, Astronomie oder Meditation. Sie dringen ein in die Welt der kleinsten Teilchen, die Weiten des Kosmos oder die Tiefen des Geistes. Gab es einen Urknall und von da an die Zeit, an der entlang sich alles entwickelte, oder ist das alles eine Illusion, ein Traum Vishnus?

In der Vorstellung chinesischer Daoisten entsteht alles aus der grenzenlosen Leere und vergeht alles wieder in die grenzenlose Leere. Es gibt in der Welt der Erscheinungen nur den Augenblick.

Alles, was zu Tage tritt, durchläuft die fünf Wirkphasen. Sie werden im Kreis angeordnet und beginnen beim Holz, welches für Geburt und Wachstum steht. Es geht weiter über das Feuer der Reife zur Mitte, zur Erde. Von dort aus beginnt der Rückzug über das Metall und endet, verschwindet wieder im Wasser.




Bevor die Dinge in Erscheinung treten, durchlaufen sie ebenfalls fünf Phasen. (abb.2) Sie werden nach dem Himmel ausgerichtet, mit der Erde in der Mitte. In den alten chinesischen Karten ist der Norden unten, dementsprechend ist der Westen rechts.



In der grenzenlosen Leere entstehen die Kräfte Yin und Yang - die erste Phase, das Wasser, repräsentiert durch das numinose Tier des nördlichen Himmels, der Schildkröte.
Die beiden Kräfte erzeugen die Lebensenergie Qi - die zweite Phase, das Feuer, repräsentiert durch das Tier des Südens, den roten Vogel oder Kranich. Wasser und Feuer bilden die vertikale Achse und erschaffen die geistige Welt.
Qi erlangt Wesenheit, aber noch keine Substanz. Die dritte Phase, die Erde, wird vorgestellt von der Schlange. Sie verbindet die Vertikale mit der Horizontalen, der materiellen Welt. Diese wird erzeugt durch die Kräfte Metall und Holz.
Die Wesenheit erlangt Substanz, hat aber noch keine Form - die vierte Phase, das Metall erscheint als Tiger.
Die Substanz findet eine Form und tritt in Erscheinung - die fünfte Phase, das Holz. Es zeigt sich in der Gestalt des Drachen und tritt damit in Erscheinung.

Wie wir vorhin gesehen haben beginnt das Dasein mit dem Holz. Hier ist also die Schnittstelle.
Taiyi Wuxing bezieht sich auf die Zeit vor dem Zutagetreten. Taiji auf die Zeit danach.

Taiyi Wuxing Gong



The five Elements of chinese Wuxing theory are Water, Fire, Earth, Metal and Wood. To every Xing we have an animal. The tortois for Water, Crane for fire, Snake is earth, Tiger for metal and Dragon for wood. The movements regulate your inner Qi, massage the organs and calms the nervous system.

I performed the Five Animals at the Parque Taoro in Puerto de la Cruz, Tenerife where we also have a workshop every february.

This is for my students to remember the movements, it has not been produced for commercial purposes.
For workshops visit my website wudang-dao.com

Music: 佛门钟声 (Buddha Bells) I have no rights on this music.

The Fake Daoist?

by Zhou Xuan Yun



Just recently, I received an e-mail asking an interesting question:

“How do you know if someone calling himself a Daoist priest is genuinely a Daoist priest. Is there any way to check?”

As Daoism grows in popularity, some people may call themselves a Daoist priest as a way of marketing their business. So how can you tell if their claim is true?

Actually, the qualities that you should look for in a Daoist priest are the same as other teachers.

If you wanted to learn medicine, who would you want as your teacher?

1. Someone who has a relationship with hospitals and other doctors.
2. Someone who is still practicing medicine, or practiced medicine for a very long time.
3. Someone who believes in their craft and works to improve.

These three characteristics can be summed up as lineage, practice, and faith.

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Interview

Angela Cooper aus Wien hat mit ihren Schülerinnen und Schülern einen Fragenkatalog erarbeitet. Wieso, weshalb, warum? Die meisten Fragen hab ich beantwortet, einige ausführlich, einige knapp, sehr knapp.
Aber lies selbst.

The strange link between the human mind and quantum

Nobody understands what consciousness is or how it works. Nobody understands quantum mechanics either. Could that be more than coincidence?

By Philip Ball16 February 2017

"I cannot define the real problem, therefore I suspect there's no real problem, but I'm not sure there's no real problem."

The American physicist Richard Feynman said this about the notorious puzzles and paradoxes of quantum mechanics, the theory physicists use to describe the tiniest objects in the Universe. But he might as well have been talking about the equally knotty problem of consciousness.

Some scientists think we already understand what consciousness is, or that it is a mere illusion. But many others feel we have not grasped where consciousness comes from at all.
The perennial puzzle of consciousness has even led some researchers to invoke quantum physics to explain it. That notion has always been met with skepticism, which is not surprising: it does not sound wise to explain one mystery with another. But such ideas are not obviously absurd, and neither are they arbitrary.


weiterlesen

Ich habe zu diesem Thema ein Buch gelesen, ein sehr ausführliches, umfangreiches, stark bebildertes Buch. Sehr wissenschafts-journalistisch. Als ich so Anfang/Mitte zwanzig war. Das ist jetzt also ca. 45 Jahre her. Offenbar hat sich in der Zeit nicht viel getan. Den Artikel habe ich sorgfältig gelesen. Auch wenn er auf spätere wissenschaftlichen Versuche und Gedankenexperimente verweist. Das stand schon alles in diesem Buch. Ich weiß seinen Titel nicht mehr. Es hat zwar einige Umzüge überstanden, aber letztlich ist es aus meinen Händen geglitten, so wie es einmal in sie hineingefallen ist.
Wenn ich mich recht erinnere hatte das Buch etwas mit der Maharishi Mahesh Bewegung zu tun, der Transzendentalen Meditation. Es wurde so gegen Ende hin etwas angedeutet.
Aber es hat sich inzwischen nicht viel getan. Und wenn auch, was würde es bedeuten? Was würde es ändern? Unsere Probleme würden die gleichen bleiben, die globalen wie die individuellen. Plastik würde nicht verschwinden, so wenig wie die radioaktive Belastung. Ein Mann würde seine Frau verlassen, weil sie sogar beim Pinkeln mit der Freundin telefoniert, ein Teenager würde sich weiterhin ritzen, weil er sich nicht geliebt fühlt.
Mein Freund hat ein großes Problem, er leidet, weil er zwischen zwei Frauen steht. Die eine liebt er, die andere bekommt ein Kind von ihm. Hat er die Wahl? Kann er entscheiden oder ist es schon entschieden? Ich habe ihm geraten, zu genießen. Für eine solche Story gehen wir für gewöhnlich ins Theater oder Kino. Er darf es life erleben.
Er hat zumindest die Wahl, zu verzweifeln oder zu vertrauen. Es ist egal, ob Schrödingers Katze noch lebt oder gestorben ist. Früher oder später wird sie sterben. Bis dahin ist Kino.

WHICH IS THE DAOIST IMMORTAL BODY?

byFabrizio Pregadio

Daoist hagiographic works depict the so-called “immortals” (xianren) as extraordinary human beings endowed with several powers, the most important of which is the ability to reach a life span of indefinite length with their ordinary bodies. When we look at other sources belonging to the traditions that evolved during the history of Daoism, a different picture emerges. These sources show that adepts make use of the physical body in order to generate a new person (shen) that is not subject to death.Among others, early Daoist works (ca. 2nd-6th centuries) describe two main ways to attain immortality. The first is by going through a “simulated death” followed by the refining of the physical body, which then serves as a support for adepts to continue their practices. 


The second way consists in generating an inner “embryo” that is unaffected by death, and is the seed of one’s rebirth as an immortal.Internal Alchemy (Neidan), which developed from ca. 700, inherited elements of both practices. The refining of the basic components of one’s own person results in the generation, gestation, and delivery of an embryo. In certain traditions, the embryo is seen as one’s “dharma-body” (fashen), the unmanifested body of Buddhahood, which is free of birth and death. Despite the differences of perspective, here again the ordinary body is seen a support used to generate the immortal body.

Algarve: Fracking bedroht Portugals Urlauberparadies


Quelle: Contra Magazin in Natur & Umwelt, Wissen & Technik 8. Mai 2016

Es ist ein Schreckensszenario für die Bewohner der Algarve. Sie brauchen Unterstützung gegen die übermächtige Frackinglobby und die Ölkonzerne. Die Vorgängerregierung hat ihnen eine Woche vor den Wahlen noch Rechte übertragen, aus der die jetzige Regierung nicht ohne hohe Abfindungen zu zahlen wieder herauskommen kann.


Von Rui Filipe Gutschmidt

Luisa Schmidt, Soziologin der Universität Lissabon und Umweltaktivistin, schrieb im „Expresso“: „Für die, die noch nicht aufgewacht sind, lassen wir hier einen Weckruf. Allein schon an der Algarve wurden einige Verträge zur Durchführung von Probebohrungen nach Öl und Gas unterzeichnet. Es ist eine Aussaat für Bohrtürme vor den Stränden der Algarve und der Westküste. Andere Bohrtürme für Fracking werden im Hinterland – der Serra – und im Alentejo wachsen. (…) Die Verträge, die mit der Vorgängerregierung eine Woche vor den Wahlen, ausgehandelt wurden, beinhalten Schweigeverpflichtungen und Abfindungsklauseln für den Fall eines Rückziehers bei einem Regierungswechsel.“

Dieser Regierungswechsel hat nun stattgefunden und Umweltaktivisten, Bürgerinitiativen und Medien bekämpfen gemeinsam die Lobbyisten, die sich bereits bei den neuen Machthabern einzuschleimen versuchen und mit einer Mischung aus Versprechungen und Drohungen ihre Interessen gegen den Willen der Bewohner vor Ort durchsetzen wollen. Das Problem sind natürlich, wie auch schon mit anderen privatisierten und konzessionierten Sektoren der Wirtschaft, die Vertragsklauseln, die hohe Abfindungen für den Fall eines Rückziehers vorsehen. Nur ein massiver Protest der Bevölkerung, gepaart mit Einstweiligen Verfügungen und anderen Klagen vor allen möglichen Gerichten, kann hier die vorprogrammierte Umweltkatastrophe noch verhindern. Der Protest ist aber noch viel zu leise. Medien und Politik scheinen derzeit mit „wichtigeren Problemen“ beschäftigt zu sein. Das Thema darf nicht aus den Augen verloren werden.

Erst kürzlich wurde ein portugiesischer Unternehmer, Sousa Sintra, von einem Gericht gestoppt, als er eine 500 Meter Bohrung „nach Wasser“ für eine Handvoll Hektar Land im Alentejo durchgeführt hat. Selbst nachdem er auf Wasser gestoßen war, bohrte er weiter. Hätte er Öl auf seinem Grundstück gefunden, wäre das Grundwasser, der sowieso schon an Wassermangel leidenden Region, in einem weitem Umkreis vergiftet worden. Die Bohrlizenz wurde aber wieder zurückgenommen und die Staatsanwaltschaft ermittelt. Wie es möglich war, eine solche Lizenz für eine Tiefe von 500 Metern (!) zu bekommen ist nicht schwer zu erahnen. Also nachdem die jetzige Regierung darauf hört, was die Menschen zu sagen haben, versucht man das Gesetz zu umgehen.

Wir sehen hier eine typische Aktion der Öl- und Gaslobby, die weltweit agiert und sich dabei überall den Begebenheiten vor Ort anpasst. In Brasilien und anderen Ländern benutzt man massive Korruption. In Venezuela sehen wir einen für Lateinamerika typischen CIA-Putsch seit der Verstaatlichung der Ölproduktion und in Europa sucht man auch nach korrupten Politikern oder Beamte und arbeitet mit allen Tricks die Anwälte in den jeweiligen Gesetzestexten finden können. Das letzte was Portugals Tourismusindustrie braucht, ist ein Ölteppich auf dem Strand und Fracking in der Kornkammer des Landes, dem Alentejo. Das Contra Magazin wird das Thema weiter verfolgen.

Vergesst Chinoiserie, hier geht es deftig zu.


Erstmals liegt der chinesische Klassiker „Die Reise in den Westen“ in vollständiger Übersetzung vor. Sie arbeitet vor allem die philosophisch-religiösen Exkurse dieser Fantasy-Geschichte aus dem sechzehnten Jahrhundert heraus.



Man sagt, China kenne keine Ironie. Aber was ist dann das hier? Mehr als 1200 Seiten lang verfolgt man im chinesischsten aller chinesischen Klassiker, der „Reise in den Westen“, eine eigenartige Pilgertruppe aus Mönch, Affe, Schwein und Wassergeist auf ihrer von Buddha persönlich angeordneten Tour nach Indien, damit sie für ihre leichtlebigen chinesischen Landsleute dort heilige Schriften in Empfang nehmen, in denen nichts Geringeres als das Geheimnis der Schöpfung enthalten sein soll. Doch nachdem man diese Gesellen Kapitel um Kapitel Kämpfe mit schrecklichsten Monstern aller Art hat bestehen sehen, werden sie, als sie dann erschöpft im innersten Zentrum der Weisheit angekommen sind, von den Hütern der Schriften nur gefragt, was sie denn für Gastgeschenke mitgebracht hätten; schließlich müssten ja auch sie, die Schriftenhüter, an ihre Nachfahren denken. Die Pilger können nur eingestehen, dass sie daran nicht gedacht hätten, und dann bekommen sie Hunderte Schriftrollen mit auf den Weg nach Hause, die vollkommen leer sind, ohne ein einziges Schriftzeichen.


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Neues Jahr



Liebes Neue Jahr,
die Leute setzen große Erwartungen in dich. Sie erhoffen sich sehr viel Gutes und befürchten Schlechtes. Sie sprechen dich an, als seist du ein Wesen, ein gütiger Vater, ein Gott oder der Weihnachtsmann. Das ist nicht postfaktisch, das ist präfaktich. Da hat die Aufklärung noch nicht gegriffen. Da herrscht noch Aberglauben. Die Menschen opfern dir Milliarden an Böllern und Feuerwerk, davon könnte man auf einen Schlag ca. 20 Millionen Menschen vor dem Erblinden bewahren. Damit würde man wirklich Glück ins Neue Jahr bringen. Im nächsten Jahr könnte man dann von dem Geld Trinkwasserrechte kaufen und vor Nestlé schützen. Welch ein Glück. Das wäre vernünftig aber eine Augen-OP oder ein Brunnen in Afrika knallen natürlich nicht. Man kann aber knallen und das Geld trotzdem spenden, vielleicht Ende Juni, zur Halbzeit. Wär doch was und wäre vernünftig. Geld genug haben wir dafür.
Nun hatten wir in den siebziger und achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts eine große Bewegung in der westlichen Welt, wo in Seminaren und Kursen den Menschen klar gemacht wurde, dass man auch mal den Kopf ausschalten muss. Stattdessen auf die Gefühle hören, seine Trauer fühlen und auch mal als Mann weinen - oder seine Wut rauslassen. Nicht immer so kopflastig, so korrekt. Das innere Kind päppeln und auch mal unvernünftig sein.
Diese Generation hat Jahrzehnte gebraucht, aber nun haben sie es endlich gründlich missverstanden und laufen als Jammerlappen und Wutbürger rum. Liebes Neues Jahr, wenn du überhaupt etwas kannst, dann bring sie zur Vernunft, bitte. Aber natürlich kannst du das nicht, weil es dich nicht wirklich gibt. Du bist kein Wesen, nie gewesen. Du existierst nur, weil wir dich schreiben. Weil wir uns entschieden haben, dass du am ersten Januar beginnst. Basta. Du bist soviel wert wie Buchgeld. Aber sie glauben an dich. Natürlich, wir wissen es alle; die Dreckarbeit müssen wir selber machen. Wo wir versagen, schieben wir es Ende Dezember auf dich. Das war ein Scheissjahr, werden sie sagen. Dir ist das egal und wir sind aus dem Schneider. Wir entschulden uns statt uns zu entschuldigen und starten mit guten Vorsätzen ins nächste Versagen.

Lieber Mitmensch, 
es hat ein neues Jahr angefangen, na und. Das ist nichts anderes wie ein neuer Monat, eine neue Woche oder ein neuer Tag. Es ist nicht der Anfang einer neuen Chance, du kannst dein Leben jeden Augenblick ändern. Alles, wirklich alles kannst du dafür zum Anlass nehmen. Ein Sonnenaufgang, ein weinendes Kind, eine verwelkende Blüte oder ein Stein, der ins Wasser fällt. Die Entscheidung liegt bei dir. Verzeih mir, wenn ich dir jetzt auch noch die letzte Illusion raube, aber der Buddhismus predigt nicht die Lehre von einem nächsten Leben als neue Chance, der Buddhismus will dir helfen, aus diesem Scheiss Kreislauf von neuer Tag, neue Woche, neues Jahr, neues Leben auszubrechen. Mit einem ganz einfachen Mittel - indem du zur Vernunft kommst.