朴省汉字 puxing hanzi

1985 mietete ich in Köln eine Fabriketage, malte die Wände weiß, verlegte einen Holzfußboden und hängte ein Schild an die Tür:

Schule für Taijiquan und chinesisches Yoga

Ja, ich hatte damals schon den Mut Taijiquan in Pinyin zu schreiben, was sich heute noch viele nicht wagen, aber für die anderen Formen, die 8 Brokate, den schwimmenden Drachen oder für die von Chee Soo gelernten Kai Men - Übungen, kannte ich keinen Überbegriff, deshalb ‚chinesisches Yoga‘.

Im gleichen Jahr veröffentlichte Josefine Zöller ihr dickes Buch im O.W.Barth Verlag und von da ab kannte jeder Qigong. Alle wollten Qigong machen und chinesisches Yoga konnte weg.

Inzwischen, 30 Jahre später, werden Stile und Formen angeboten mit den kompliziertesten Namen, Yi Quan, Liu He Ba Fa, Ba Gua Zhang, und sie werden unter diesen Namen angeboten und geübt. Keiner kommt auf die Idee, es zu übersetzen (Offene Hand der acht Embleme) oder gar unter einer englischen Übersetzung anzubieten. Gut, einzelne Qigong Übungen werden mit deutschen Namen verbreitet, klingen mitunter recht ansprechend und wir wollen unseren Kunden keinen kompletten Sprachkurs aufzwingen. Allerdings wäre es reichlich albern, den Schwimmenden  Drachen ‚swimming dragon‘ zu nennen.

Nur bei einer Praxis will die Unart, ein Wort aus einer fremden Sprache in ein Wort aus einer anderen fremden Sprache zu übersetzen, nicht verschwinden:
Push Hands. 

Wem vielleicht schiebende oder drückende Hände zu unelegant klingt, der sollte Tuishou sagen. So heißt das doch, so wie Taijiquan Taijiquan heißt und nicht Shadow Boxing oder Fist of the Supreme Ultimate. 
Jene, die diese Technik als Push Hands in ihren Kursen praktizieren oder Treffen, Wettkämpfe organisieren, die sollten mal darüber nachdenken, was sie da tun, wie blödsinnig das ist und wie wenig selbstbewusst. Oder haltet ihr eure Klienten für zu dumm, das zu lernen?

Sensation - meditierender Mönch in Buddha Statue

Photo: M. Elsevier Stokmans

Seit einigen Tagen schwirrt im Internet eine Meldung um mich herum, die mein Interesse geweckt hat. Da ist die Rede von einer sensationellen Entdeckung, die man im Drents Museum in Assen NL gemacht habe. In einer Buddha Statue fand sich eine Mumie. Nun ist heute alles 'sensationell' und zwei klicks später, auf der Seite des Museums war klar, dass man schon von der Mumie gewusst haben musste. Sie wurde in einer Ausstellung über Mumien gezeigt. Auf dem Folder zu der Ausstellung wird das CT Bild mit Verweis auf die Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim abgebildet. Dort gibt es das German Mummy Project, an welches ich mich als erstes um genauere Informationen wandte. Ich erhielt den Hinweis auf die im Juni erscheinende zweite Auflage des Buchs „Mumien – der Traum vom ewigen Leben“ in dem sich auch ein ausführlicher Beitrag zu dieser Mumie finden soll.

In Mannheim hatte man in Zusammenarbeit mit dem Drents Museum maßgebliche Untersuchungen an der Mumie durchgeführt, unter anderem 14C-Datierung, CT-scan und Auswertung, Textilanalyse etc.

Die Mumie ist Teil einer vom German Mummy Project konzipierten Ausstellung, die schon 2008 in Mannheim gezeigt wurde und seitdem auf 13 Stationen durch die USA getourt ist. Die Statue mit der darin enthaltenen Mumie wurde aber erst in Assen Teil dieser Ausstellung, die derzeit in Budapest zu sehen ist und danach in Luxemburg Station macht.

Aber nun weiß ich noch nicht, was ich jetzt gerne wissen möchte. Woher kommt diese Skulptur, seit wann weiß man von der Mumie und wieso steht in einem anderen Blog, die Mumie sei in Amersfoort untersucht worden? Diese Fragen beantwortete mir Drs.Vincent van Vilsteren, Konservator und archäologischer Kurator am Drents Museum in Assen, der mich auf meine Email-Anfrage freundlich anrief.

Die Figur kam wahrscheinlich schon Anfang der 90er Jahre nach Europa. Sie wurde 1996 vom derzeitigen Besitzer in den Niederlanden erworben. Während der Restaurierungsarbeiten 1997 entdeckte man die darin enthaltene Mumie. Es konnte zurückverfolgt werden, dass es sich vermutlich um den buddhistischen Meister Liu Quan handelt, der um 1100 lebte. Eine DNA Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Ummantelt und zur Statue wurde die Mumie wohl erst im 14. Jahrhundert. Bis dahin war sie wahrscheinlich in einem Kloster ausgestellt und Ziel buddhistischer Pilger. Vincent van Vilsteren hält es für möglich, dass bei der Einschließung der Mumie auch jene Papiere eingefügt wurden, die man jetzt bei einer Endoskopie dort fand, wo Lungengewebe hätte sein sollen. Die Mumie ist nicht gefüllt mit Schriftrollen, wie es in der Welt geschrieben wurde. Aber auf dem Papier befinden sich chinesische Schriftzeichen. Es handelt sich nicht um eine Buddha Statue sondern um die Statue eines hochrangigen Meisters, eines Mönchs, so wie es auch zu erkennen ist. Er hat keine der typischen Attribute oder Symbolde einer Buddha Darstellung jener Zeit. Keine gekäuselten Haare, keine langen Ohrläppchen. Die Hände ruhen auf den Oberschenkeln, die linke Hand in der Karana Mudra Haltung (chin. qikeyin 期克印). Er trägt typische Mönchskleidung.

Photo: Drents Museum
Seit dem die Figur 1997 restauriert wurde, ist die darin enthaltene Mumie bekannt. 2013 wurde die Figur zum ersten Mal in Mannheim untersucht, im CT gescannt, nach der C14 Methode datiert etc. Im September des darauffolgenden Jahres wurden weitere Untersuchungen im Meander Medical Centre in Amersfoort in den Niederlanden vorgenommen, ein weiterer CT Scan und die erwähnte Endoskopie. Bisher ist nicht geklärt, ob Liu Quan wie jener vor kurzem in der Mongolei gefundene Mönch eine Selbstmumifizieren durchgeführt hat, oder ob sein Leichnam einbalsamiert wurde.

Es ist nicht sensationell, aber ein wunderbares Ereignis, dem wir beiwohnen dürfen.

Photo: Jan van Esch

Yi Jing - Das Buch der Wandlungen

Gia Fu Feng war einer meiner ersten und einer meiner wichtigsten Lehrer. Neben seiner lebendigen Lehrtätigkeit übersetzte er die klassischen Texte seines Heimatlandes. Bis zu seinem Tod 1985 arbeitete er am Yi Jing, dem Buch der Wandlungen. Die letzten Kapitel wurden von seinem Schüler und Mitarbeiter Bink Kun Young übersetzt.
Mit der Hilfe eines guten Freundes konnte 1991 im Theseus Verlag eine deutsche Ausgabe erscheinen. Diese ist schon lange vergriffen. Ich bekam die Rechte an einer neuen Herausgabe, die ich nun getreulich vorlegen kann. Als einem lebenslangen Begleiter lasse ich es in guter Tradition mit einem festen Einband und Fadenbindung herstellen. Das macht es etwas teuerer, aber es hat auch seinen Wert. Ich danke allen Beteiligten und wünsche dem Buch einen guten Erfolg.

Yi Jing Das Buch der Wandlungen
Neu übersetzt von Gia Fu Feng
Aus dem Englischen übertragen von Sylvia Wetzel.
Hardcover mit Fadenbindung 468 Seiten
In allen Buchhandlungen und im Versandhandel 39,95 €
ISBN: 
978-373-4767012
Als eBook auf allen Plattformen erhältlich für  
19,99 €
eBook-Aktionspreis:
ab Veröffentlichung für 4 Wochen 11,99 €

Der Wille ist freier als gedacht

Rene Magritte, Mann mit Melone
Sind wir Sklaven unseres Unbewussten und können nichts dagegen tun? Hirnforscher sagen: Nein! Unser Bewusstsein kontrolliert unbewusste Prozesse im Gehirn. Der Wille und die automatische Verarbeitung arbeiten Hand in Hand, nicht gegeneinander. Das hat eine Forschergruppe an der Universität Ulm um den Psychologen Professor Markus Kiefer herausgefunden.

Unbewusste Prozesse, die im Widerspruch zu unseren Absichten stehen, werden weitgehend von unserem Bewusstsein blockiert. „Unser Wille ist freier als gedacht“, sagt Markus Kiefer, Sprecher eines deutschlandweiten Projektnetzwerkes zur Bewusstseinsforschung. Seine Forschungsgruppe konnte mit Messungen der Hirnaktivität im Magnetresonanztomographen (MRT) zeigen, dass bewusste Vorsätze die Arbeit unserer automatischen Systeme im Gehirn steuern. Die Forscher wiesen erstmals nach, dass solche Vorsätze für eine gewisse Zeit Netzwerke von Bereichen im Gehirn etablieren, die den unbewussten Informationsfluss im Gehirn steuern. Diese Ergebnisse wurden nun in der renommierten Fachzeitschrift Human Brain Mapping veröffentlicht.

Seit den Arbeiten des Begründers der Psychoanalyse Sigmund Freu d wurde unhinterfragt angenommen, dass unser Unbewusstes autonom und nicht vom Bewusstsein kontrollierbar ist. „Die Vorstellung des chaotischen und unkontrollierbaren Unbewussten prägt bis heute auch die akademische Psychologie und Kognitionsforschung. Dieses Dogma wurde in der Vergangenheit kaum kritisch hinterfragt“, so Professor Markus Kiefer. „Unsere Befunde widerlegen diese Lehrmeinung. Sie zeigen eindeutig, dass unser Bewusstsein zu den Absichten passende unbewusste Vorgänge in unserem Gehirn verstärkt, nicht passende dagegen abschwächt.“ Dadurch werde gewährleistet, dass unser bewusstes „Ich“ Herr im Haus bleibt und nicht durch eine Vielzahl unbewusster Tendenzen beeinflusst wird. „Wir sind also keinesfalls Sklaven unseres Unbewussten, wie lange Zeit angenommen“, meint Kiefer.

Meditation in der Schule und im Max-Planck-Institut


Ruhe ist nicht unbedingt das, was man in einer Mittelschule erwartet, erst recht nicht, wenn sie sich in einem problematischen Stadtteil befindet. Als dem Schulleiter einer „Fight School“ in San Francisco von der vorgesetzten Behörde angetragen wurde, mit drei weiteren Schulen an einem Meditationsprogramm teilzunehmen, hielt er das für 70er Jahre Hippiekram, der sowieso nicht funktioniert. Aber es funktionierte.

Zwei Mal am Tag eine Viertelstunde wird in den sechsten, siebten und achten Klassen meditiert. Seit vier Jahren. Und der Effekt ist messbar. Die Zahl der Suspendierungen vom Unterricht wegen Störung etc. ging um 70% bis 75% zurück, während die Aufmerksamkeit, die Teilnahme an schulischen Leistungen sich deutlich erhöhte. Die Schüler gaben auch an, sich ihres Verhaltens bewusster zu sein und ruhiger zu werden.

Schulleiter Kappenhagen weiß, dass er die Lebensbedingungen seiner Schüler außerhalb der Schule nicht ändern kann, aber er ist froh, für sie einen Weg gefunden zu haben, mit dem Stress, den Erfahrungen der Gewalt und den Traumatisierungen besser umgehen zu können.

Mehr Information über das Programm Quiet Time hier

Wir wissen nicht, welche Art von Meditation angewendet wird in den Schulen von San Francisco. Ein Forschungsprojekt am Leipzigs Max-Planck-Institut unter der Leitung der Hirnforscherin Tania Singer fragt schon nicht mehr danach, ob Meditation einen Effekt hat, sondern welche Meditation welchen Effekt hat. An dem Projekt sind 17 Meditationslehrer und 160 Probanden in Leipzig und Berlin beteiligt. Die Teilnehmer haben neun Monate lang mindestens sechs Tage die Woche meditiert. Zugleich wurden sie von den Forschern körperlich und seelisch durchgecheckt: Wie hoch ist der Pegel des Stresshormons Cortisol im Speichel? Wie häufig kooperieren sie in speziell entwickelten Computerspielen? Wie glücklich sind sie? Und wie schnell rast ihnen das Herz in einer angsteinflößenden Situation? Außerdem wurde das Gehirn jedes Teilnehmers fünf Mal gescannt.

Das MPI-Projekt ist symptomatisch dafür, dass sich längst auch die seriöse Forschung für Meditation interessiert. Der Psychologe Richard Davidson von der University of Wisconsin-Madison konnte schon 2007 demonstrieren, dass ein dreimonatiges Meditationstraining die Aufmerksamkeit schärft. Die Teilnehmer erkannten Zahlen, die auf einem Bildschirm zwischen zahlreichen Buchstaben versteckt sind, schneller als vor dem Training.

Noch im Dezember 2014 erschien eine Analyse der angesehenen Cochrane-Gruppe, die unter die Lupe nahm, ob sich Herzkrankheiten durch die sogenannte transzendentale Meditation verhindern lassen. Das Ergebnis der Analyse: Nur vier Studien mit insgesamt 430 Teilnehmern waren hochwertig genug, um überhaupt berücksichtigt zu werden. Ein Effekt ließ sich nicht feststellen. Andere Arten von Meditation wie etwa die Achtsamkeitsmeditation sind weitaus seriöser und da gibt es auch bessere Daten zu.

Ein großes Problem der Meditationsforschung ist, dass Wissenschaftler nicht überprüfen können, was in den Köpfen der Studienteilnehmer tatsächlich vor sich geht. Sie wissen nicht, ob die Probanden wirklich meditieren oder ob sie nur tagträumen - oder sogar schlafen.

Noch mehr Schwierigkeiten birgt die Kontrollgruppe. Singer hat sich in ihrer Studie deshalb gegen eine Kontrollgruppe entschieden: Beide Gruppen, die sie miteinander vergleicht, meditieren. Aber während die eine Gruppe drei Monate Achtsamkeitsmeditation praktiziert, lernt die andere, "ihr Herz zu öffnen und Mitgefühl zu entwickeln".

"Wir finden tatsächlich Unterschiede zwischen den beiden Gruppen, und zwar ziemlich deutliche", sagt sie.

Allerdings braucht das alles seine Zeit. Manche Veränderungen des Körperssetzten erst nach sechs Monaten Training ein. "Das mag lang klingen, aber ich erwarte ja auch nicht, dass ich in einen Fitnessklub gehe und nach acht Wochen einen straffen Körper habe", sagt Singer.

Sara Lazar vom Massachusetts General Hospital in Boston berichtete, dass sich das Training sogar in der Morphologie des Gehirns niederschlägt. Der Hirnscanner zeigte, dass es den Mandelkern schrumpfen lässt, eine Struktur im Gehirn, die unter anderem an der Steuerung von Angst beteiligt ist. Zugleich hatte die graue Substanz in Bereichen des Gehirns zugenommen, die zum Beispiel mit Mitgefühl assoziiert sind.

"Das Gehirn ist in der Lage, sich zu verändern, und so wie wir eine neue Sportart lernen, können wir auch Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit oder Mitgefühl trainieren", sagt Richard Davidson. "Das ist kein Voodoo."
Ausführlich hier

A Master of Wudang Long Men School about his life

A childhood prodigy, Yun Xiang Tseng (Chen) was trained from the age of 6 on China's sacred Wudang Mountain. He is a 25th generation Longmen (Dragon Gate) Taoist Priest charged with the mission to bring the ancient wisdom of Wudang Taoism to the west. World-renowned martial artist, teacher and healer, Chen makes the purity and sanctity of mystical texts, oral lineages and ancient philosophies and practices entertaining and accessible. Here is a brief interview to give an introduction to Master Chen.

 Your teacher, Grandmaster Li, was an esteemed female Grandmaster who lived to 130 years old. What was she like?

 Li Chen Yu was the 24th generation master of Longmen Tradition of Taoism. Chen means sincere. Yu means jade, as in purity. Sincere Pure Jade was her Taoist first name. She went to live in the temple at 8 years old, and she also followed a female master. When she went there she had tremendous discipline and devotion to Taoism, and passion for humanity. Her mission was to enlighten as many as possible in her life journey, and she always put mercy and love above everything. She had such a strong love of humanity, and would always help those physically, emotionally, spiritually in need. She really inspired me. Once the Red Guard dragged her 300 feet from the temple behind a horse, which broke her hip, and she never expressed strong emotion toward the young men, she asked us to forgive them for their ignorance.

How did she find you?

She found me when I was 6 and she was already 100 years old, in a vision and using I Ching. She had very specific information about who I was and the day I would be found. She sent Master Guo (who would become Chen's Kung Fu master) from Wu Dang Mountain 1000 miles—by train, by foot over mountains, by boat—all during the Cultural Revolution, when priests must be in hiding or they could be killed.
Master Li trained me from 6-16 years old, and how it is done in the temple is you live closely together. I washed her underwear, brushed her hair, cooked her food. She continually tested my virtue, training my mind, body and spirit so she could trust me and pass down the Longman lineage and its secrets of immortality, healing, religion and culture. Her wish for me was to preserve this lineage and pass it on in the western world and to find my successors here. I worked 18 hours a day studying with eagerness and passion to pursue the mystical arts so I could pass them on, to share their gifts and inspiration to future generations.

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