Mofang

Eine Schamanin aus Wudangshan, die mir zwar viel erzählt hat, wovon ich aber nicht alles verstanden habe, fand es jedenfalls wichtig, mir im Zusammenhang mit meinen Baguazhang-Studien ein magisches Quadrat, ein Mofang, aufzuzeichnen.


Ausgangspunkt ist die Houtian-Anordnung der acht Trigramme. In die Mitte wird das Taijitu gestellt. Nun durchläuft man das Quadrat in einem Zickzack-Kurs über die Zahlen Eins bis Neun. Dazu werden entsprechend der Trigramme Handpositionen eingenommen.
Es zeigt Wirkung.





Das oberste Prinzip und die zwölf Lehrsätze nach Fu Xi


Der Kosmos entsteht aus dem Zusammenspiel der beiden Kräfte  Yang und Yin und deren Wechselwirkungen.
  1. Der Kosmos ist geschaffen oder gestaltet durch Wu Ji oder Dao (innere Natur, Energie, Nichts).
  2. Wuji schafft aus sich die beiden Pole, Yang - Energie und Yin  - Energie.
  3. Yang - Energie und Yin - Energie sind gegensätzlich.
  4. Alle Wesen und Erscheinungen im Kosmos sind vielfältige und komplexe Verbindungen (Ansammlungen) von Yang - Energie und Yin - Energie in allen Größenordnungen.
  5. Die Wesen und Erscheinungen sind von unterschiedlicher Dynamik und Ausgewogenheit. Nichts im Kosmos ist stabil oder fertig. Alles ist in unaufhörlicher Bewegung, da die Polarisierung, die Quelle des Seins, ohne Anfang und ohne Ende ist.
  6. Yin- Energie und Yang - Energie ziehen sich gegenseitig an. Nichts ist vollständig Yin oder vollständig Yang.
  7. Yin und Yang sind nur relative Bezeichnungen. Alles ist Yin und Yang vereint.
  8. Nichts ist neutral. Die Polarisierung ist endlos und allumfassend.
  9. Die Anziehungskraft zwischen zwei Wesen ergibt sich aus dem Unterschied zwischen ihren Ladungen gegensätzlicher Energien.
  10. Gleiche Kräfte stoßen einander ab. Die gegenseitige Abstoßung zweier Wesen gleicher Ladung ist umso größer, je näher sie sich kommen.
  11. Yin erschafft Yang, Yang erschafft Yin.
  12. Alle Wesen sind geteilt: innen Yin, außen Yang.

Qi


Wir finden für den Begriff Qi zwei verschiedene Schriftzeichen, genau genommen sind es drei. 
Da wäre zunächst das gebräuchliche , welches sich zusammensetzt aus dem oberen Teil Qi, was sich aus der Darstellung geschichteter Wolken entwickelt hat und dem unteren Teil Mi, was für ungekochten Reis steht. Daraus lässt sich ableiten, das Binomen meine Dunst über Reisfeldern oder der Dampf, der aus dem Reiskochtopf aufsteigt. Einfallsreicher finde ich die Deutung, Qi entstehe aus Atem und Nahrung, was tatsächlich der Fall ist. Auch lässt sich verstehen, das Qi sich sowohl als feinsten Hauch oder festes Samenkorn manifestieren kann. Leider wird in der nun gebräuchlichen modernen Kurzschrift nur noch der obere Teil geschrieben. Das ist Atem oder Dunst, die feste Nahrung fällt  weg. 

Wenige gebräuchlich ist eine andere Variante, die auch vorwiegend in philosophischen Texten zu finden ist.  
Dieses Zeichen besteht ebenfalls aus zwei Teilen: ji mit der Bedeutung „Nahrung hinunter zu würgen“ und darunter das Radikal für Feuer , was in Verbindung mit einem anderen Zeichen in vier kurzen Strichen geschrieben wird. Wenn uns das auch ziemlich fremd vorkommen mag, so ist es doch in der Bedeutung nicht viel anders, wenn wir es verstehen als das Feuer, welches entfacht wird von dem, was wir „hinunterschlucken“, sei es nun feste Nahrung oder Atemluft.


Nachtrag: Im Kangxi Zidian, einem der wichtigsten klassischen Wörterbücher der chinesischen Schrift finden wir das Zeichen mit der Deutung 氣宇註 Qi Yu Zhu, was ich als "das sich in den Weltraum oder aus dem Weltraum ergiessende Qi" übersetzen würde.

Loslassen


放之自然  體無去住  任性合道
Sich lösen, Selbst vertrauen
das Wesen weder geht noch bleibt
die eigene Natur dem Dao folgt

Das Wesen mag die Form verändern, kann sich auf die unterschiedlichsten Weisen offenbaren. Heute bist du glücklich, morgen traurig, heute bildest du dich, morgen hängst du rum, was ist dann dein Wesen. Das Wesen hat keine feste Erscheinung. Warum solltest du dann an etwas festhalten, was du für dein Eigen hältst? 

Wer dem Dao folgen will, muss freundlich, aufrecht und ernsthaft  sein in seinem Streben. Ein weißer Kranich (ein Schüler des Dao) muss seine Sinne klären und zur Natur zurückkehren.
Nur mit einem ausdauernden. gewissenhaften und duldsamen Herzen, voller Respekt und tiefem Glauben, kann man die höchsten Fähigkeiten erlernen.
Wer die Ruhe im Herzen erreicht, kann dem Dao folgen.
(Zhang San Feng  ca. 1200)

Das Dao ist niemals weit entfernt, gleichwohl es schwer zu erreichen sein mag. Es ist in jedem von uns, gleichwohl es schwer zu ergreifen sein mag. Wenn wir frei von Wünschen bleiben, wird der Geist sein Heim (das Herz) betreten. Wenn wir alle Unreinheiten weg fegen, wird der Geist bei uns bleiben. Die Menschen sehnen sich alle nach Intelligenz und Weisheit, doch nur selten suchen sie zu verstehen, was die Quelle ihrer Existenz ist. 
(Guanzi, ca. 200 v. Chr.)

Loslassen ist ganz einfach. Man öffnet die Faust. So wie man die Faust öffnet, kann man auch den ganzen Körper öffnen. Den Körper als Ganzes, als Einheit und in seinen Teilen. Alle Gelenke, die Muskeln, die Schwere. 
Eine Faust öffnet sich von Innen, aus ihrer Mitte und so öffnet sich auch der gesamte Körper aus seiner Mitte. Du lässt los, was du in deinem Innersten festhältst. Du lässt es los und in die Welt treten.
Ist der Körper nicht in gelöstem Zustand, dann stagniert das Qi.  Gelöst bedeutet entschlossen. Entschlossenes ist offen, aufnahmebereit und lebendig. Wie eine geöffnete Hand bereit ist, etwas anzunehmen. Wer festhält, nimmt sich selbst gefangen. 



Es ist für viele Menschen schon sehr schwer, ihren Körper zu entspannen, umso schwerer fällt es ihnen, sich von der geistigen Spannung zu lösen. 
Die meisten kommen mit ihren Vorstellungen, die ihnen den Blick auf die Wirklichkeit versperren. Das ist die schwierige Arbeit, diese Vorstellung beiseite zu schieben. Sie wissen zwar nicht, was Dao ist, aber sie glauben, es zu wissen. Mit jeder neuen Information, die sie bekommen, glauben sie, es besser zu wissen. Mit all diesem Glauben und Wissen stehen die Übenden der Erfahrung des Dao im Weg. 

In der richtigen Körperhaltung  kannst du alle Gedanken und Gefühle loslassen. Im natürlichen Gleichgewicht werden Körper und Geist eins, und wir verwirklichen die schlichte Wirklichkeit so wie sie ist - ohne Färbungen und Verzerrungen durch unsere Gedanken, Gefühle, Hoffnungen, Ängste etc. ohne irgendetwas zu erwarten. Es handelt sich dabei nicht um einen speziellen, entrückten, "spirituellen" Geisteszustand. Es ist nicht notwendig, Mantras aufzusagen, Räucherwerk zu verbrennen, Zeremonien auszuführen oder irgendwelche Heiligen zu verehren. 
Es ist der Zustand vor allen Zuständen.
Wir können Dao weder erlangen noch herstellen. Es ist immer und überall vorhanden, reichlich. Wir können es erfahren, spüren, erlauschen, erkennen. Nach und nach entwickelt sich ein Sinn dafür. Der Weg dorthin heißt Üben. Immer und immer wieder. 
Wiederholen, 
Rezitieren. 
Man kann den Prozess nicht beschleunigen, nur verlangsamen, indem man zu wenig tut.

Durch Rezitation dringt die Übung in dich ein. Sie öffnet sich für dich, wenn du offen bist für sie. Wenn du gewartet hast. Loslassen kannst du nicht durch Nachdenken, durch Grübeln erreichen. 
Je mehr du deinen Körper lockerst, löst und entspannst, desto gelöster wird dein Geist, desto mehr befreist du dich von deinen Vorstellungen, deinen Sorgen und Ängsten. Dann gerätst du langsam in den Zustand von Wu Wei, dann wird dein Handeln frei. Du fragst nicht mehr danach, ob dein Qi fließt. Es fließt. Du machst deine Übungen und du kehrst zurück zu deinem ursprünglichen Wesen, deinem Antlitz vor der Geburt. Deinem wahren So-Sein, zu dem, was sich in dir und durch dich verwirklichen will.
Dies ist ein langer und schwieriger Weg. Es braucht eine Menge Geduld. 

Taijiquan nicht als „Taiji-Gymnastik“ üben


Von Wang Yusheng
aus Wuhun Nr. 200, übersetzt von Stefan Gätzner für das Magazin für Chinesische Kampfkunst 2005
Einhergehend mit der Schaffung und Popularisierung der verschiedenen Taijiquan Wettkampfformen mit 24, 42 und 48 Figuren ist das Üben dieses „modernen Taijiquan“ bereits zu einem Fitnessport für die Massen geworden, der überall auf den Straßen häufig zu sehen ist. Jedoch erregen auch einige dadurch entstandene Probleme die Aufmerksamkeit, z.B.:
Manche Leute kucken beim Üben durch die Gegend oder unterhalten sich dabei, sie sind unkonzentriert. Andere legen Wert auf die Übung der Formen und vernachlässigen dabei das Training der Grundlagenübungen; sie mögen zwar seit vielen Jahren üben, aber ihr Fortschritt ist mäßig. Wiederum andere setzen die (Muskel)Kraft und nicht das Verständnis des Herzens beim Üben ein, ihr Taijiquan ist hart und nicht geschmeidig; zwar sieht es von der äußeren Form nach richtig aus, aber der geistige Aspekt entspricht nicht den Anforderungen. In den parkanlagen gibt es auch Gruppen von Leuten die zu Musik Taijiquan üben, mal bewegen sie sich schnell, mal langsam…
Es handelt sich hierbei um eine „Verfremdung“ des Taijiquan.
Was einen aber noch mehr mit Besorgnis erfüllt ist die Tatsache, dass zahlreiche Freunde aus dem Ausland selbst glauben, echtes chinesisches Gongfu erlernt zu haben. Sobald sie jedoch echtes Taijiquan zu Gesicht bekommen, wissen sie erstaunlicherweise nicht einmal, was das ist. 

Mit Pfeil und Bogenschritt*


Als Kinder konnten wir auf Trümmergrundstücken, verwilderten Gärten und dem riesigen Holzlager eines Sägewerks spielen. Wir waren eine Bande kleiner Racker und Horst, der uns um zwei Jahre überragte, war unser natürlicher Anführer. 
Eines Tages, als wir wieder einmal Cowboys waren und gerade anscheinend der Saft raus war aus dem Spiel, da sammelte ich einen geraden Zweig vom Boden auf und erklärte, diesen Pfeil gefunden zu haben, es sei Vorsicht geboten, anscheinend seien Indianer in der Nähe. 
Horst lobte mich für meine Aufmerksamkeit und Umsicht, als Auszeichnung bekam ich das ca. 10 cm lange Stück einer Klokette. 
Das passte nun meinem Freund Werner nicht, der mitten im Spiel die Realität reinholte und den Zweig vom Pfeil wieder zum Zweig degradierte. Das habe ich mir doch nur ausgedacht, es seien keine Indianer in der Nähe und mir gebühre die Ehre nicht.

Wir sehen an dieser Episode, dass alles, was Spiel, was Phantasie war, in einer Ehrung mündete, die dann tatsächlich an mir klebte. Diese Ehrung, symbolisiert durch eine Klokette, war in die Realität eingedrungen. Dort gehörte sie, zumindest für einen, nicht hin. Was ist denn eine Ehrung? Ein ausgesprochenes Wort, ein Stück Papier mit lobsamen Titeln, ein Orden, eine Klokette. Alles letztlich nur Phantasie, ausgedachtes Zeugs, eine Produktion des Affentheaters.  Die ganze Ehrung, die den Einen über die anderen heben soll, sollte auf einer Leistung beruhen. Auf einer tatsächlich erbrachten Leistung. Es sollte eine Anstrengung vorausgegangen sein, ein über sich, über das Allgemeine hinauswachsendes Wirken. Es sollte wirklich sein, nicht nur erfunden, nicht nur anerkannt. 

So stellt uns das Leben oder die Gesellschaft Aufgaben, die gelöst und bewältigt werden sollen. Machen wir es gut, bekommen wir Fleißkärtchen, Schulterklopfen, Händedruck, eine Ehrennadel, eine Gehaltserhöhung oder auch nichts. Wurde leider nicht wahrgenommen, übersehen. 

So dachte sich vor langer Zeit einer was aus, eine Art sich zu bewegen, die sich zum Kämpfen eignete und gleichzeitig eine Meditation sein konnte. Keine leichte Sache, das. Da einige daran Gefallen und Nutzen fanden, erhielt es sich, wurde mehrfach überarbeitet, verfeinert, verändert und gelangte letztlich auch in eine andere Kultur. Dort aber landete es nicht bei jenen, die berufsmäßig kämpften (die hatten nur ein müdes Lächeln für die fremde Methode) oder sich in Meditation auskannten, sondern fasste Fuß in einer Subkultur versponnener Halbintellektueller, die gerade eine Revolution verpasst hatten, auf dem Weg in die Landkommune über sich selbst gestolpert waren und in den slow motion Bewegungen einen passenden Ausdruck ihres dauerbekifften Bewusstseins fanden. 
Überraschender Weise gelangte die neue Bewegungsart aus diesem Millieu hinaus in die Volkshochschulen und sogar in einige Sportvereine, immer noch umhaucht von esoterischem Geschwurbel. Aber die neueren Vertreter beharrten auf dem gesundheitlichen Wert und sogar die Krankenkassen ließen sich davon überzeugen. Damit begann die „Institutionalisierung“ ohne dass irgendjemand prüfte, ob das überhaupt etwas Wirkliches und nicht nur Imitiertes, falsch Nachempfundenes sei. Obwohl alle nur so taten als wären sie Cowboys, wurden sie behandelt, als wären sie wirklich welche. Sie wurden respektiert. Kritiker, die behaupteten, das sei alles nicht wirkungsvoll, womit sie ja recht hatten, fanden sich immer weniger. Sie wurden einfach mit asiatischer Weisheit niedergelächelt.
Die wenigen Praktiker, die wussten, was sie da nicht machten, sahen sich gezwungen, der gesellschaftlichen Entwicklung folgend, lächerliche Standards zu entwickeln, nach denen auch eine übergewichtige Hausfrau, so sie denn beide Arme gleichzeitig heben und senken konnte, ein Kursleiter-Zertifikat ausgestellt bekam.

Womit wir wieder bei der Ehrung angekommen sind. China ist ein sehr großes Land mit sehr vielen Menschen. Aber auch dort gibt es nur sehr wenige wirkliche Meister des Taijiquan oder Qigong. Dann gibt es dort eine Menge ganz guter Praktiker, die vielleicht auch Unterricht geben. Und dann gibt es dort noch eine große Menge (aber bei weitem nicht so viele, wie man hierzulande glaubt), die es als eine Art Volkssport betreibt. Höchstens auf dem Niveau einer Fußball-Thekenmannschaft. Ungefähr auf genau diesem Niveau befinden sich die in Deutschland als Ausbilder aktiven Geisterfahrer. Wer also von so jemandem einen Wisch bekommt, auf dem Zertifikat  oder ähnliches steht, der sollte sich darüber im Klaren sein, dafür einen Zweig aufgehoben und ihn zum Indianerpfeil deklariert zu haben. Mehr nicht.


Nachtrag: Nun hat mich ein Leserbrief darauf aufmerksam gemacht, was hier missverstanden werden könnte. Ich beschimpfe, so ich denn schimpfe, nicht die Opfer eines Systems, ich beschimpfe die Täter. Wozu auch ich gehöre. Es war und ist falsch, zu suggerieren, man könne in 300 Unterrichtsstunden, seien sie nun auf drei Jahre verteilt oder in sechs Wochen absolviert, die Qualifikation eines Kursleiters bekommen. 
Eine Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Bäckerei verkauft Brot und Backwaren, zum Teil auch kleine Imbisse. Sie bedient und berät Kunden, präsentieren ihre Waren und hält den Verkaufsraum sauber. Dazu braucht sie eine 3jährige Vollzeit-Ausbildung im Geschäft und in der Berufsschule und sie legt eine Abschlussprüfung ab. 
Wer anderen Menschen wirkungsvoll Qigong oder Taijiquan vermitteln will, sollte sich auf eine mindestens ebenso umfangreiche Ausbildung einstellen. Würde man eine entsprechende Anforderung in Deutschland stellen, gäbe es nur wenige, aber dafür wahrscheinlich weitaus bessere Plätze, an denen Qigong und Taijiquan praktiziert werden kann. 
Die chinesischen Künste der Selbstkultivierung mit gesundheitlicher Wirkung sollte man in erster Linie für sich selbst praktizieren, nicht mit missionarischem Eifer.

*Der Bogenschritt, Gong Bu 弓步 ist der wohl häufigste Schritt im Taijiquan, mit dem Gewicht zu ca. 70% auf dem vorderen, gebogenen Bein, das hintere Bein gestreckt.

Kondolenzschreiben

Nachdem ich nun öffentlich meinen Rücktritt von allen Kurs- Seminar- und Ausbildungstätigkeiten bekannt gegeben habe, treffen die Schreiben der Teilnahme und der Überraschungen ein. Interessanterweise vorwiegend von Leuten, die ich nie oder kaum persönlich kennenlernen durfte.


Hier einige Auszüge, zunächst die Empfindungen:


auch wenn ich Deinen Entschluss verstehen kann, bedauere ich ihn sehr.

ich war zwar ziemlich geschockt,

hat mich sehr erschrocken…Alle paar Jahre haben sich unsere Wege gekreuzt.

ich bin total geschockt.

Das ist aber ein Schock!!!

mit Schrecken habe ich Deine Nachricht gelesen

Deine Info´s erschrecken mich

bin noch ein wenig geschockt.

auch wenn ich deine Angebote …, nicht mehr genutzt habe, macht mich es traurig



Die Entschuldigungen und ich wäre so gerne....

Es ist nicht so leicht, an deinen Angeboten, für mich, teilzunehmen.

Die Menschen haben teilweise wirklich Schwierigkeiten das Leben auch wirtschaftlich zu meistern. Sicher gibt es auch andere Gründe ( Prioritäten ).

habe leider überhaupt keine Möglichkeit dort Urlaub zu nehmen.

Jetzt gibt es leider eine Chance weniger dies kennenzulernen und für sich zu entdecken.

und immer wieder auch überlegt, wann wir mal die Sommerakademie wahrnehmen könnten

Ich habe leider nur ein einziges Seminar bei Dir belegt und hätte gerne weitere besucht.

Ich habe fest vorgehabt, bei Dir zu lernen ..

Eigentlich wollte ich noch einige Seminare bei Dir besuchen!

Die Sommerakademie habe ich mir jedes Jahr vorgenommen und dann doch nicht geschafft.

.schade, hatte immer gehofft, dass wir uns doch mal kennen lernen,

Gerne hätte ich bei Dir etwas gelernt, leider waren Deine Seminare zur falschen Zeit am falschen Ort.

schade dass die Seminare so weit weg stattfinden

ich hatte immer noch den Plan, mal zu einem deiner Hombroich Seminare zu kommen.

Ich habe es leider nie zum persönlichen Kontakt geschafft, da ich viel beschäftigt bin,

Seid längerem beziehe ich Deinen Newsletter, habe aber noch nie ein Seminar o.ä. bei Dir besucht.


und die Nur-Leser:

möchte ich rückmelden, dass ich alle Deine Mails gelesen habe

gerne lese ich immer Deine Sendungen bzw. Berichte,

habe ich Deinen Newsletter immer mit großem Interesse gelesen.

habe ich auch immer sehr gerne deine Bilder angeguckt,

mir werden die rundmails fehlen

Ich war immer sehr angetan von Deinen Mails und Nachrichten.

leider konnten wir uns bis dato noch nie kennenlernen.

Ich jedenfalls habe deine Newsletter immer fleissig gelesen,

vielleicht lernen wir uns eines tages doch noch kennen


Das Verständnis anderer Profis:

Das "Problem" hast du nicht alleine.

... hoffe jedoch weiter im kleineren Pensum Seminare anbieten zu können.

oft überlege ich auch, alles Unterrichten aufzugeben.

Ich habe heuer nach 30 Jahren Unterricht alle Indoor Aktivitäten mangels Interesse eingestellt,

Aber auch Kritik:

ist eine Arbeit die Hingabe fordert, nichts für Menschen mit Krösusträume......


Letztlich noch die guten Wünsche:

Genieße du das Leben, wie es dir passt.

alles Gute beim "Verdauen" und bleibe offen für Neues!

viel Glück mit dem, was auch immer du als nächstes machst!

auf deinen neuen Wegen derweil aber schonmal alles Gute!

Auf der Suche nach Taijiquan 2


Du machst also Taijiquan. Woher weißt du das? Ich meine, dass es Taijiquan ist. 
Hat dir dein Lehrer gesagt. Und woher weiß der das? 
Na, hat ihm wohl sein Lehrer gesagt. 
Wer sein Lehrer war, das weißt du nicht? Aber er ist gut, dein Lehrer. 
Woher weißt du das? Ich meine, hast du dir schon viele verschiedene Lehrer angesehen?
Nein, aber wie er sich so bewegt. Aha. Dann weißt du also, wie Taijiquan aussehen sollte.
Weiche, fließende Bewegungen. So eine Art Schleiertanz ohne Schleier vielleicht?
Nein nein, ich bin nicht ironisch, ich möchte nur wissen, woher du weißt, dass es Taijiquan ist, was du da seit drei Jahren im TV Heimersbach machst. 
Es heißt so. 
Na dann muss es ja Taijiquan sein. Wo Taijiquan drauf steht, ist auch Taijiquan drin. 

Jetzt stellen wir uns mal vor, so eine fremde Kultur, hat bis vor kurzem noch nie was von Schach gehört. Aber seit ca 40 Jahren verbreitet sich dieses Spiel. Findet immer mehr Anhänger. Es gibt hübsche Spielbretter zu kaufen mit unterschiedlicher Anzahl der Felder, auch sehr verschiedene Figuren mit voneinander abweichenden Namen. Zwei oder mehr Menschen sitzen um so ein Brett und schieben die Figuren hin und her. Nicht unbedingt nach Regeln oder zumindest selten nach den Schachregeln. Manche legen Wert darauf, dass immer hübsche Muster entstehen. Einige halten sich an die Regeln, zumindest insofern, dass sie wissen, wie welche Figur bewegt werden darf, versuchen aber nie, den Gegner zu schlagen.
„Gegner? Schlagen? Nein, das machen wir nicht. wir spielen Schack für die Gesundheit.“ 
Schöne Namen haben sie auch gefunden für ihre Spielzüge.




Nun kommen in den letzten Jahren immer wieder einige Schach-Lehrer, die das Spiel inzwischen wirklich gelernt haben. Die begriffen haben, um was es dabei geht. Die versuchen, ernsthaft und bedächtig, liebevoll und begeistert den Mitmenschen die ganze großartige Dimension dieses Spiels nahe zu bringen. Aber Regeln lernen, sich merken, wie welche Figur gezogen werden darf, vorausschauend planen und erst recht nicht, auf Sieg spielen. Das wollen sie einfach nicht. 
Aber Zertifikate möchten sie haben und auch Lehrer werden wollen sie gerne und das schöne Spiel verbreiten, diesen Blödsinn den sie da treiben. 
Bald weiß man selbst im Rest der Welt nicht mehr, wie eigentlich wirklich Schach gespielt wurde, damals, bevor es in der fremden Kultur landete.