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不好勞神  何用疎親  欲趣一乘 

unnütz den Geist zu bemühen
sein Nutz ist gering, aber geliebt
besser fährt man fort damit das Eine zu gebrauchen



Der Geist ist ein gutes Werkzeug dem Menschen. Wir brauchen ihn um zu lernen, zu verstehen, uns etwas zu merken, zu erinnern. Wir können Pläne schmieden und Phantasien nachhängen. Alles das kann der Geist. Aber kann er uns der Wahrheit näher bringen? Vermittelt der Geist uns Einsicht in die Zusammenhänge des Daseins?
Ich glaube nicht. Seit Generationen erforschen wir die Welt. Wir wissen sehr viel inzwischen und wir wissen inzwischen auch, dass uns das alles nicht weiter gebracht hat. Haben wir Ruhe und Frieden gefunden? In uns selbst, in unseren Familien, unserem Gemeinwesen, in der Welt?
Auf der anderen Seite erzählen uns Heilig und Mystiker seit Generationen so wie der Meister Sengcan mit seiner Schrift über das Vertrauen in den Geist, wir sollen zur inneren Ruhe finden, den Geist, den suchenden, besänftigen, das Urteilen und Bewerten sein lassen.
Hier stellt er den Geist, den menschlichen ruhelosen, dem Einen gegenüber. Wir dürfen dennoch nicht unterscheiden zwischen dem menschlichen Geist und dem himmlischen Geist. Auch der suchende rastlose menschliche Geist ist ein Aspekt des himmlischen Geistes. Auch die Wünsche und Pläne sind Teil des Einen. Treten wir einen Schritt zurück und wandeln wir uns vom Akteur zum Zuschauer, ohne das Agieren zu unterbrechen.

不好1劳2神3  何4用5疎6亲7  欲8趣9一10乘11 

1 不好  bùhǎo:  nicht gut; schlecht; böse; schlechter; ungünstig; unvorteilhaft; kontraproduktiv
2 劳 láo Arbeit Mühe arbeiten, sich abmühen
3 神  shén:  Geist, Gottheit, übernatürlich, göttlich, Gesichtsausdruck
4 何  hé das, der; das, was; warum, weshalb; übertrags; übertragen;
5 用 yòng: Nutzen, Nützlichkeit, Brauchbarkeit; verwenden, anwenden, gebrauchen, benutzen
6 疎  shū:  kark, spröde, spärlich, gleichgültig,
7 亲  qīn:  lieb, teuer; nah, verwandt
8 欲  yù:  mögen, wollen, wünschen; Begierde, Lust, Wunsch, Verlangen; werden, im Begriff sein etw. zu tun
9 趣  qù:  interessieren; interessant, Anteil
10 一  yī:  eins (1); Radikal Nr. 1 = eins (1); sobald
11 乘  chéng:  ausnutzen, benutzen, sich jemandes bedienen, von etwas Gebrauch machen; fahren ( mit etw. fahren ); multiplizieren, malnehmen

1 Kommentar:

  1. Wenn Einsicht in die Zusammenhänge des Daseins kein Lernen ist,
    was ist es dann?
    Wenn Lernen, Verstehen und Erinnern uns der Wahrheit nicht näher bringen,
    wohin bringen sie uns dann?
    Wenn uns der Geist nicht weiterbringt,
    wohin bringt er uns dann?
    Wenn uns das Be-Mühen des Geistes uns nicht weiterbringt,
    was bringt uns dann weiter?
    Wenn Gott uns einen Geist gibt, der uns nicht weiterbringt,
    was gibt er uns dann?
    Wenn das ewige Tao nicht enthüllt werden kann,
    was bemühen wir uns dann?

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