Umkehr

Heute morgen, im Tempel, ist anscheinend Klassenfahrt der Weiterbildenden Fachoberschule aus Wuhan. Einem der Mädels muss man gestern Extasie in den Tee getan haben oder sie hat zumindest einen Tripple-Esspresso intus. Wir sind, wie berichtet, schon einiges gewöhnt. Sie war die Krönung. Vielleicht bekommt ihr auch der Vollmond nicht, jedenfalls die junge Frau war gänzlich außer sich. Bis man ihr erklärt hatte, dass sie verletzt werden könnte, hampelte sie kreischend zwischen unseren Kicks rum. Nach dem YinYang Prinzip müsste es nun umkippen. Es ist schon ruhiger geworden, aber es könnte noch.
Vom Training zurück, hocken vor meiner Tür eine Gruppe buddhistischer Nonnen. Kahlgeschorene Schädel, graue Kittel, freundliches Lächeln und Beiseiterücken. Ist das der Auftakt der Umkehr?
Heute reist eine Teilnehmerin meiner Gruppe ab. Demgemäß haben wir gestern abend ausgiebig gespiesen. Der kleine Mann hat sich geradezu selbst übertroffen.
Langsam denke auch ich an die Heimkehr, n u r noch eine Woche. Bei meinen ersten Reisen waren wir nur eine Woche hier. Dann mal zwei, später auch drei. Dieses Jahr waren es insgesamt zehn Wochen. Manche befürchten (oder hoffen) ich bleibe irgendwann hier.
Was weiß denn ich.

Kommentare:

  1. Wenn du es dir wünschst, wünsch ich dir das auch.

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  2. Es gibt Menschen, die dich hier vermissen.

    Kannst mich denen ja mal gelegentlich vorstellen...

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