Wo ist dein Herz jetzt,

fragt sie und er denkt nach. Noch nie hatte er sich gefragt, wo sein Herz sich befindet, es schlägt in der Brust. Aber wo fühlt es sich? Er sucht, in die Weite, nach einem Ort, wo er das Herz finden kann. Wo hat es sich niedergelassen, wo ist sein Platz? Weil er es in der Weite nicht verorten kann, sucht er in der Tiefe. Nach einer Weile findet er ein Gefühl, wie eine sanfte Wolke, in die sich sein Herz gebettet hat. Und er sagt:" Es ist in Frieden, mein Herz." Und er meint es so.

1 Kommentar:

  1. vielleicht hat sie es sehr konkret gemeint und den anderen auf dem falschen Fuß erwischt. Viele Leute sind irritiert, wenn andere trauern, sich interessieren etc., sie selbst aber unbestimmt dümpeln. Nach einer Weile Nachdenken findet sich dann etwas. Insofern hätte sich der Befragte mit seiner Selbstbespiegelung nur vorübergehend aus der Affäre gezogen.

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